Startups zeigen Kooperationswillen Smarter dank Partner

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Aller Anfang ist schwer, insbesondere für Tech-Startups. Doch es wird einfacher mit den richtigen Partnern an der Seite. Das richtige Partnernetzwerk ist entscheidend. Das findet auch Jörg Hesselink, CEO des Startups DC Smarter.

Die Software DC Vision im Einsatz: Mithilfe einer Augmented-Reality-Brille und eines Digitalen Zwillings soll die Software Zeit und Ressourcen im Rechenzentrum einsparen. (Bild:  DC Smarter)
Die Software DC Vision im Einsatz: Mithilfe einer Augmented-Reality-Brille und eines Digitalen Zwillings soll die Software Zeit und Ressourcen im Rechenzentrum einsparen.
(Bild: DC Smarter)

DC Smarter (Datacenter Smarter) ist ein Startup, das die Software DC Vision bietet. DC Vision soll Zeit und Ressourcen einsparen, die Produktivität optimieren und Ausfallzeiten im Rechenzentrum reduzieren. Hierzu wird anhand aller Daten eine 3D-Kopie des Racks erstellt, ein sogenannter Digitaler Zwilling oder Digital Twin. Anschließend wird dieser durch Augmented Reality (AR) mit Daten überlagert. Das geht sowohl mit einer AR-Brille als auch mit dem Tablet oder Smartphone. Auch Künstliche Intelligenz findet hier ihren Einsatz. „Kurz gesagt, wir projizieren wichtige Informationen des Rechenzentrums sprichwörtlich in das Sichtfeld des Technikers“, konkretisiert Hesselink. Zusätzlich unterstützt die Software Fernwartung und integriert auf Wunsch Kollaborationslösungen. So können Techniker vor Ort mit Experten aus aller Welt kommunizieren und ihre AR-Ansicht mit diesen teilen – besonders vorteilhaft in Zeiten des Fachkräftemangels.

Jörg Hesselink, CEO DC Smarter (Bild:  DC Smarter)
Jörg Hesselink, CEO DC Smarter
(Bild: DC Smarter)

Das Partnernetzwerk ist für uns von größter Bedeutung. Wir hatten anfangs versucht, mehr direkt zu machen. Aber das ist schwer.

Jörg Hesselink, CEO DC Smarter

Partner sind essenziell

Da DC Vision eine Software ist, die auf anderen Technologien aufbaut, sind Partner besonders wichtig. Hesselink beschreibt drei Arten von Partnerschaften, die das Startup pflegt. Zum einen sind da die Technologiepartner: Produkte anderer Hersteller und DC Vision unterstützen sich gegenseitig oder ergänzen sich, unter anderem ist das bei Microsoft mit HoloLens über den Broadliner Ingram Micro oder Servicenow der Fall. Eine weitere Form von Partnern sind Reseller und Distributoren, die die Lösung wie auch die Leistungen von DC Smarter vertreiben, teilweise kombiniert mit weiteren Lösungen aus dem eigenen Portfolio. Die nächste Stufe ist dann die Solution Partnerschaft, beispielsweise mit Schneider Electric. „Schneider Electric beginnt, Stand heute, schon in ganz Europa unsere Software, auch kombiniert mit eigenen Produkten, an die Endkunden zu verkaufen. Wir haben als Schneider Electric Solution Partner den Kunden von Anfang bis Ende mitversorgen können“, beschreibt der CEO die Zusammenarbeit.

„Das Partnernetzwerk ist für uns von größter Bedeutung. Wir hatten anfangs versucht, mehr direkt zu machen. Aber das ist schwer“, erklärt er. Zum einen liege das daran, dass die Software DC Vision ein Enabler ist und auf bestehende Lösungen aufbaut, und zum anderen an den Großkunden. „Vor allem Großkunden ziehen das Channel-Geschäft vor. In dem Fall über die Distribution oder Reseller“, informiert der CEO. Daher ist der Weg über den Channel entscheidend, um diese Kunden zu erreichen. Zwar hat DC Smarter hier schon einen Schritt getan, das Startup führt aber bereits Gespräche für weitere Partnerschaften. Genaue Namen kann Hesselink aber noch nicht nennen.

Die Ziele fest im Visier

Die Ziele des Unternehmens sind hingegen klar: „In fünf Jahren wollen wir weltweiter Marktführer für Rechenzentrumsbetreiber und Nutzer werden in der Kategorie Software für Techniker. Um an diesen Punkt zu kommen, müssen zwei Dinge passieren: Wir müssen nach wie vor unser Partner-Netzwerk im Channel ausbauen, aber uns auch weiter internationalisieren“, konkretisiert der DC-Smarter-Chef.

Denn eine der größten Hürden für Startups sieht Hesselink in der Steigerung des Bekanntheitsgrades. „Man kommt zunächst als No-Name auf einen etablierten Markt“, sagt er. Eine weitere Herausforderung sieht er in einer abgesicherten Finanzierung. Denn nichts ist demotivierender, als fehlendes Geld trotz guter Idee. Und dann sind da noch die richtigen Partner. „Aus meiner Sicht basiert das auf zweierlei Dingen: Man braucht ein innovatives Produkt, das zukunftsfähig ist und überzeugt. Dann ist es entscheidend, die richtigen Partner und Sponsoren zu finden“, erklärt der CEO.

Finanzierungshürden und Kooperationswille

Eine Bitkom-Umfrage von 2023 bestätigt, was Hesselink schildert: die Finanzierungshürden. Der Kapitalbedarf von Startups liegt der Studie nach im Durchschnitt bei 2,3 Millionen Euro. Nur 21 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen diese Summe zur Verfügung steht. Die Mehrheit (75 %) hingegen benötigt noch Geld. Zwar sind 84 Prozent zuversichtlich, das Ziel zu erreichen – Doch ob sich diese Annahme bewahrheitet? Denn nicht jede gute Idee bekommt eine Chance. Und wie wichtig Partnerschaften sind, spiegelt sich auch wider: So arbeiten 83 Prozent der Startups mit etablierten Unternehmen zusammen.

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