Aufbau eines Channel-Ökosystems Unframe: passgenaue KI-Tools

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Plattformen gibt es viele – oft mit mehr Features als nötig. Unframe verspricht mit einem Blueprint-Ansatz passgenaue KI-Lösungen ohne lange Entwicklungsphasen – ein Konzept, das auch für den Channel interessant sein könnte.

Die Lösung von Unframe verspricht vielseitige KI-Tools ohne Entwicklerteam und Programmieraufwand. (Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Lösung von Unframe verspricht vielseitige KI-Tools ohne Entwicklerteam und Programmieraufwand.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Schnell, effizient und risikoarm das Potenzial von KI erschließen? Das soll mit der neuen Enterprise-Plattform von Unframe möglich sein. Mit der Plattform hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, passgenaue Lösungen rasch einsatzbereit zu machen. „Ein Unternehmen erwirbt eine Software mit zehn Features, von denen vielleicht gerade einmal fünf relevant sind. Das ist nicht gerade effizient“, erklärt Larissa Schneider, COO von Unframe. „Bei unserer Plattform kombinieren wir Blueprints und Building Blocks so, dass die Lösung vollständig auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten ist.“ Dabei adressiert das Startup mit der Plattform insbesondere Konzerne und den größeren Mittelstand.

Schnellerer Einsatz durch vorgefertigte Komponenten

Der Blueprint-Ansatz des Startups ermöglicht es, KI-Tools für Unternehmenskunden in vergleichsweise kurzer Zeit bereitzustellen. Diese Blueprints liefern Kontextinformationen, regeln die Abfragemöglichkeiten und Dashboards sowie die unternehmensspezifischen Datenquellen, die eingebunden werden sollen. Möglich ist die Integration über File-Shares, Datenbanken oder SaaS-Anwendungen. „Wir können Daten über Schnittstellen wie SharePoint automatisiert integrieren. Sobald ein neues Dokument hochgeladen wird, erscheint es automatisch bei Unframe“, erläutert Schneider. Die Plattform gibt Nutzeranfragen und Metadaten an bestehende öffentliche KI-Modelle weiter und führt die zurückgelieferten Anweisungen lokal aus. Dabei können Kunden selbst entscheiden, welche KI-Modelle und Datenquellen sie nutzen möchten.

Larissa Schneider, COO bei Unframe(Bild:  Unframe)
Larissa Schneider, COO bei Unframe
(Bild: Unframe)

Partner wissen am besten, wo Digitalisierungs- und KI-Projekte bei Kunden ansetzen und wo neue Lösungen gefragt sind.

Larissa Schneider, COO Unframe

Die Blueprints erstellt das Startup auf Grundlage der Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls. Schneider zufolge soll das in der Regel nur wenige Stunden oder Tage dauern. Der Grund sind die vielen fertigen Integrationen, Workflows und Module. „Das ist unser Anspruch. Nach Erhalt des Logins kann es sofort losgehen – ohne internes Entwicklerteam, ohne Programmieraufwand. Die Lösung ist direkt voll funktionsfähig.“ Abgerechnet wird pro Anwendungsfall über ein Jahresabonnement. Die Anzahl der Nutzer, Abfragen oder Tokens seien dabei nicht beschränkt.

Datenschutz im Blick

Da Schneider und das Führungsteam um CEO Shay Levi aus der Cybersecurity-Branche stammen, legt das Unternehmen nach eigenen Angaben besonderen Wert auf Datensicherheit. „Wir arbeiten ausschließlich mit Enterprise-Modellen, die keine Daten zum Training verwenden“, betont Schneider. „Für regulierte Branchen wie Finanz- oder Gesundheitswesen haben wir unsere Blueprints so konzipiert, dass die Modelle nur mit Metadaten arbeiten – sie erfahren beispielsweise, dass es sich um eine Telefonnummer handelt, aber nie, welche konkrete Nummer.“ Die Plattform kann zudem sowohl in der Public Cloud als auch auf lokalen Systemen On-Premises genutzt werden.

Über Unframe

Unframe wurde im März 2024 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Cupertino, Kalifornien, in den USA. Weitere Niederlassungen sind in Berlin, Tel Aviv und London. Ein Standort in Spanien sei ebenfalls hinzugekommen. Bisher zählt das Startup insgesamt 30 Teammitglieder. Bis Ende des Jahres wolle Unframe diese Zahl laut Schneider noch verdoppeln. Die Idee konnte dank finanzieller Unterstützung verwirklicht werden. Insgesamt 50 Millionen US-Dollar erhielt das Startup unter anderem von Investoren wie TLV Partners und Craft Ventures, Bessemer Venture Partners und Third Point Ventures.

Vertriebsstrategie mit Channel-Fokus

In der Strategie des Startups nimmt der Channel eine wichtige Rolle ein. „Unframe investiert in strategische Channel-Partnerschaften, um gemeinsam mit erfahrenen Vertriebspartnern neue Märkte zu erschließen und die Plattform gezielt zu positionieren“, erläutert Schneider. Unter anderem in der DACH-Region kooperiert Unframe bereits mit dem Distributor Climb Channel Solutions. „Partner wissen am besten, wo Digitalisierungs- und KI-Projekte bei Kunden ansetzen und wo neue Lösungen gefragt sind“, erklärt Schneider das Interesse. Das Unternehmen sieht sich dabei als Lieferant der technischen Basis, während Partner die begleitenden Services anbieten können. Für diese Zusammenarbeit hat Unframe gemeinsam mit Climb ein Programm entwickelt, das Training, Marketing-Support und technischen Support umfasst.

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