Allied Telesis baut Partnerbasis aus Selbstheilende Netzwerke und Wi-Fi 6

Autor: Klaus Länger

Allied Telesis hat vor fünf Jahren im Partnergeschäft einen Neustart vollzogen. Inzwischen macht der japanische Hersteller gute Fortschritte und setzt vor allem auf Themen wie Automatisierung und Cybersecurity. Auch Wi-Fi 6 steht im Fokus.

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Der japanische Netzwerkhersteller Allied Telesis, stark vor allem bei öffentlichen Auftraggebern und im Gesundheitswesen, baut sein Partnernetzwerk in Deutschland beständig weiter aus.
Der japanische Netzwerkhersteller Allied Telesis, stark vor allem bei öffentlichen Auftraggebern und im Gesundheitswesen, baut sein Partnernetzwerk in Deutschland beständig weiter aus.
(Bild: Peera - stock.adobe.com)

In Japan ist Allied Telesis einer der größten Anbieter von Netzwerkinfrastruktur und dort vor allem bei öffentlichen Auftraggebern, im Gesundheitswesen und auch im Enterprise-Sektor verwurzelt. Auf dem europäischen Markt und damit auch in Deutschland hatte der Hersteller lange Jahre kein so glückliches Händchen: Er hatte eine Vielzahl von Distributoren und Partnern, aber niemanden, der sich aktiv für die Firma ins Zeug gelegt hätte. Mit Christian Rannetshauser hat der Hersteller schließlich 2016 einen neuen Director EMEA Channel an Bord geholt, der das Partnernetzwerk von Grund auf neu aufbauen sollte. Bereits 2019 konnte Allied Telesis erste Erfolge vermelden. Und bei der virtuellen Partnerkonferenz Anfang März wurde ein gesundes Wachstum beim Partnernetzwerk verkündet. So fungieren Ingram Micro und seit vergangenem Jahr auch Also als paneuropäische Distributoren, die sich auch aktiv für den Herseller einsetzen, wie Jakub Duch, Executive Officer EMEA/APAC und Vice President International Sales bei Allied Telesis betont. Rannetshauser, inzwischen zudem noch als Sales Director für die DACH-Region zuständig, ergänzt, dass die Zahl der deutschen Partner in den letzten 12 Monaten auf 130 verdoppelt werden konnten. Das Partnernetzwerk soll noch weiter wachsen, wobei hier laut Rannetshauser Qualität vor Quantität steht.

Christian Rannetshauser, Sales Director DACH /CZ / SK / Director EMEA Channel, Allied Telesis
Christian Rannetshauser, Sales Director DACH /CZ / SK / Director EMEA Channel, Allied Telesis
(Bild: Carmen Lindemann HUMAN IN TIME)

Automatisierung und Security

Ein essenzieller Baustein in der Strategie von Allied Telesis ist Intent-based Networking. Es soll agilere Netzwerke mit einem hohen Automatisierungsgrad und der Fähigkeit zur Selbstheilung ermöglichen. Zudem gibt es Schnittstellen für die direkte Kommunikation mit Firewalls von Sonic Wall und Palo Alto, was die Sicherheit gegen Angriffe erhöht. Bausteine sind hier Tools wie das Autonomous Management Framework (AMF), der Autonomous Wave Controller (AWC) und Vista Manager EX als zentrales Management Dashboard. Als großen Vorteil von Allied Telesis nennt Duch das einheitliche Betriebssystem, das der Hersteller über sein gesamtes Produktportfolio hinweg einsetzt. Bei vielen Mitbewerbern, die ihre Produktpalette durch Übernahmen erweitert haben, gäbe es dagegen große Unterschiede bei der Software der einzelnen Produkte, was das Management und auch die Wartung erschwere.

Allerdings kommt auch Allied Telesis nicht ohne Zukäufe aus. Die Firma hat in den US-amerikanischen Anbieter Tokalabs investiert, der eine Lösung für das Sandboxing physikalischer und virtueller Netzwerkressourcen anbietet. Sie kann etwa in der Entwicklung eingesetzt werden, für Proof-on-Concept-Netzwerke im Verkauf, aber auch für Tests gegen Cyberangriffe. Partner können die Tokalabs-Lösung zukünftig über Allied Telesis beziehen, sie ist allerdings weiterhin herstellerunabhängig.

Jakub Duch, Executive Officer EMEA/APAC & Vice President International Sales, Allied Telesis
Jakub Duch, Executive Officer EMEA/APAC & Vice President International Sales, Allied Telesis
(Bild: Carmen Lindemann HUMAN IN TIME)

Neue Hardware für LAN und WLAN

Neue Hardware hat Allied Telesis ebenfalls für die Partner parat, die damit Wachstumsmärkte wie Wi-Fi 6 oder Edge Computing bedienen können. Mit dem AT-TQ6602 bringt das Unternehmen seinen ersten Access Point mit Unterstützung von IEEE 802.11ax, also Wi-Fi 6, auf den Markt. Er kann mittels AWC und über den Vista Manager AX verwaltet werden. SDN/Openflow wird ebenfalls unterstützt. Für den Einsatz an Edge-Standorten oder für Netzwerkkameras sind neue Switches der X-Serie wie der AT-x530PD-52GHXm bestimmt, die angeschlossene Geräte mit hoher Leistungsaufnahme über POE++ mit Strom versorgen. Der Switch liefert bis zu 60 Watt pro Port. Für einen zuverlässigen Betrieb und eine sichere Stromversorgung sorgen redundante Netzteile. Für das Management kleinerer Netzwerke ist Vista Manager Mini integriert.

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