HP setzt auf SDN: Spezielle Trainings, Argumente für den Umstieg und Ausweitung der Partner-Basis SDN wird den Netzwerk-Markt umkrempeln

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Software Defined Networking (SDN) soll Netzwerk-Strukturen kräftig umkrempeln. Im Interview mit IT-BUSINESS erläutern Stefan Morbusch und Axel Simon, Netzwerk-Experten bei Hewlett-Packard, was das für ihre Fachhändler und Kunden bedeutet.

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Dank SDN soll das Netzwerk flexibler werden und einfacher zu verwalten sein.
Dank SDN soll das Netzwerk flexibler werden und einfacher zu verwalten sein.
(Hewlett-Packard)

ITB: Wie unterstützt HP seine Partner bei der Etablierung von SDN? Wo erhalten Partner dazu Informationen?

Morbusch: HP bietet als Spezialisierung ein eigenes Software-Defined-Network-Partnerprogramm innerhalb des übergeordneten „Partner One“-Programms: Unternehmen und Partner, die sich für das SDN-Programm interessieren, werden trainiert und zertifiziert. Das genaue Procedere wird von HP derzeit noch erarbeitet. Anschließend gibt es Support bei Vertrieb und Umsetzung – etwa durch Lead Generation Support von der HP Sales Force oder durch gesponserte „Demo Labs“.

ITB: Wieviele neue Partner wollen Sie gewinnen, die sich mit diesem Thema befassen? Wo sollten deren Stärken liegen?

Morbusch: Ziel von HP ist es, in Deutschland flächendeckend mit SDN präsent zu sein – das dürfte erfahrungsgemäß zirca zehn bis zwölf Partner erfordern, die in diesem Segment tätig sind. HP ist diesbezüglich aber flexibel: Jedes Systemhaus, das die Voraussetzungen erfüllt, kann Partner werden. Die Voraussetzungen sind Marktexpertise und Netzwerk-Know-how sowie Kenntnisse über IT-Infrastrukturen, IT-Management und IT-Betrieb. Referenzen über erfolgreich abgeschlossene Netzwerk-Projekte sind wünschenswert.

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ITB: Wie schätzen Sie das Marktpotenzial von SDN ein? Warum sollte sich dies in den Netzwerken etablieren?

Simon: SDN ist die beste derzeit verfügbare Technologie, um ein drängendes Problem vieler Netzwerkbetreiber zu lösen: Die manuelle Provisionierung von Netzwerken ist gegenüber der für die zunehmend nachgefragte automatisierte Bereitstellung von virtualisierten Anwendungen – wie zum Beispiel Cloud-Services – meist viel zu langsam und aufwändig. Das liegt unter anderem daran, dass die Elemente eines Netzwerks einzeln manuell konfiguriert werden müssen. Oft dauert es aber Tage, Wochen oder sogar Monate, bis eine Ende-zu-Ende-Verbindung in Abstimmung mit dem Systemadministrator der virtuellen Server-Landschaft zur Verfügung gestellt werden kann. Je komplexer ein Netz, desto mehr Zeit, Aufwand und Kosten fallen bei Verbindungseinrichtung und -aufbau pro bereitzustellender Anwendung an.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie SDN die aktuellen Probleme im Netzwerk lösen kann und welche Kunden über SDN nachdenken sollten.

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