Red Hat OpenShift on OCI Schulterschluss zwischen Red Hat und Oracle

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Red Hat und Oracle sind jetzt Konkurrenten und Partner gleichzeitig. Nach AWS, Google und Microsoft fügen sich nun auch die Texaner in die OpenShift-Familie ein, die Systemintegratoren als Plattform für Hybrid-Cloud- und Container-Projekte dient. Zwei Red-Hat-Manager erläutern die Marschroute.

Nach AWS, Google Cloud und Microsoft Azure folgt nun der enge Schulterschluss zwischen Red Hat und Oracle.(Bild:  Midjourney / Stefan Riedl)
Nach AWS, Google Cloud und Microsoft Azure folgt nun der enge Schulterschluss zwischen Red Hat und Oracle.
(Bild: Midjourney / Stefan Riedl)

Red Hat tanzt auf allen Hochzeiten. Die hauseigene Open-Source-Company aus dem IBM-Konzern gibt verpartnerten Systemhäusern und -integratoren mit Openshift eine Plattform für Hybrid-Cloud- und Container-Projekte an die Hand. Dinko Eror, Vice President DACH und Central Europe bei dem Unternehmen mit dem roten Hut, betont die Bindeglied-Funktion zwischen der physischen und der virtuellen IT-Welt, der Private und der Public Cloud sowie Edge-Anwendungen und Container-basierten Architekturen. „Wir machen – wenn man so will – aus Multi-Cloud-Umgebungen eine Hybrid-Cloud, bei der Workloads problemlos von A nach B nach C verschoben werden können.

Keine Berührungsängste

Dinko Eror, Vice President DACH und Central Europe, Red Hat(Bild:  Red Hat)
Dinko Eror, Vice President DACH und Central Europe, Red Hat
(Bild: Red Hat)

“Berührungsängste mit Wettbewerbern kann man bei dieser Selbstbeschreibung nicht leisten und so arbeiten die Linux-Macher mit allen Hyperscalern eng zusammen. Nach AWS, Google Cloud und Microsoft Azure folgt nun der enge Schulterschluss mit Oracle: „Die Unterstützung für ‚Red Hat OpenShift on OCI‘ (Oracle Cloud Infrastructure) baut auf Red Hats hausgemachtem ‚Enterprise Linux auf OCI‘ als unterstütztem Betriebssystem auf", erläutert Eror.

Red Hat versteht sich als Bindeglied zwischen der physischen IT-Welt, der virtuellen IT-Welt, der Private und der Public Cloud sowie der Edge-Welt und der Container- Technologie.

Dinko Eror, Vice President DACH und Central Europe, Red Hat

Werkzeuge für Hybrid-Cloud-Umgebungen

Konkret können Red-Hat- oder Oracle-Partner in ihren Projekten nun – ähnlich wie bei den anderen, kooperierenden Hyperscalern – einen großen Werkzeugkasten voller Tools für Hybrid-Cloud-Umgebungen und -Anwendungen nutzen. Bereit stehen Konfigurationen der OpenShift Platform Plus, der OpenShift Kubernetes Engine und der Container Platform, die auf virtuellen Compute-Maschinen in der Oracle-Cloud oder Bare-Metal-Instanzen ausgeführt werden. Dadurch können Workloads auf Red Hat OpenShift ausgeführt werden, die auf OCI bereitgestellt werden – getestet und zertifiziert von beiden Kooperationspartnern. Darüber hinaus können Anwender, die die OpenShift-Plattform in ihren On-Premises-Rechenzentren ausführen, diese Umgebungen einfacher auf OCI migrieren und bei Bedarf wieder zurück ins eigene Datacenter holen.

Flexibilität im Tagesgeschäft

Das schafft jene Flexibilität, die nicht gegeben ist, wenn man sich von einem Anbieter abhängig mache – auch im Sinne eines Vendor-Lock-Ins, also Wechselbarrieren. Das Thema, das im Tagesgeschäft in diesem Projektumfeld auf den Nägeln brennt, sei: „Wie kann ich meine Anwendungen so entwickeln, dass diese in unterschiedlichen Umgebungen problemlos laufen“. Und genau das soll der OpenShift-Ansatz abdecken.

Meiner Erfahrung nach arbeiten Unternehmen meist nicht nur mit einem Hyperscaler oder Cloud-Anbieter zusammen, sondern mit zwei, drei oder sogar noch mehr.

Gregor von Jagow, Senior Director & Country Manager Germany, Red Hat

Coopetition-Ansatz passt zu Open Source

Gregor von Jagow, Senior Director & Country Manager Germany, Red Hat(Bild:  Red Hat)
Gregor von Jagow, Senior Director & Country Manager Germany, Red Hat
(Bild: Red Hat)

Für Gregor von Jagow, Country Manager Germany bei Red Hat, ist es nur konsequent, die Liste der Kooperationen mit Hyperscalern voll zu machen, denn seiner Erfahrung nach arbeiten Unternehmen inzwischen meist mit zwei, drei oder sogar noch mehr Hyperscalern oder Cloud-Anbietern zusammen. Das gelte auch schon für den Mittelstand. Red Hat setzt daher voll auf den Coopetition-Ansatz, bei dem laut von Jagow gilt, „dass man durchaus gleichzeitig in einem Bereich zusammenarbeiten und in einem anderen konkurrieren kann“. Zu dieser Denkweise gibt es demnach insbesondere in der Open-­Source-Welt wenig Widerspruch.

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