10 Tipps von Bremer Inkasso Säumige Zahler können vermieden werden

Autor: Heidemarie Schuster

Immer öfter müssen Unternehmer ihrem Geld hinterher laufen, da Kunden ihre Rechnungen zu spät oder erst gar nicht zahlen. Für den Gläubiger kann dies eine Gefahr für die Liquidität darstellen. Bremer Inkasso hat 10 Tipps für den erfolgreichen Forderungseinzug parat.

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Der Forderungseinzug kann gelingen, wenn man ihn nicht dem Zufall überlässt.
Der Forderungseinzug kann gelingen, wenn man ihn nicht dem Zufall überlässt.
(Bild: eyetronic - Fotolia.com)

Die Zahlungsmoral von Kunden lässt manchmal zu wünschen übrig und nicht bezahlte Rechnungen können zu Liquiditätsproblemen des Gläubiger führen. „Sich angesichts solcher Entwicklungen wie das Kaninchen vor der Schlange zu verhalten und in Starre zu verfallen, ist der falsche Weg“, so Bernd Drumann, Geschäftsführer der Bremer Inkasso. „Man kann, auch schon im Vorfeld, durchaus einiges tun, um den Schaden gering zu halten oder um ihn gar zu verhindern“, weil Drumann und hat 10 Tipps für Unternehmen:

1. Vertragsabschluss

„Angebote sollten schriftlich abgegeben werden, die daraus resultierenden Bestellungen ebenso schriftlich bestätigt werden. Jedes Unternehmen sollte seine eigenen individuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben, und diese sollten wiederum unbedingt Regelungen zum normalen und verlängerten Eigentumsvorbehalt enthalten, denn bei eventueller Kundeninsolvenz können diese Formulierungen bares Geld wert sein. Der Hinweis, dass Lieferungen und Leistungen auf der Basis der eigenen Geschäftsbedingungen erbracht werden, sollte dann weder im Angebot als auch in der Auftragsbestätigung fehlen.“

2. Zahlungsziel festlegen

„Ein konkret benanntes Datum lässt keinen Raum für Interpretationen und erhöht die Zahlungsmoral: ‚Der Rechnungsbetrag ist bis 15.07.2015 bei uns eingehend zu zahlen.‘ ist eindeutig. Je Branche gibt es unterschiedliche Zahlungsziele. Handelsüblich sind 10 bis 14 Tage, nach deren Ablauf die Rechnung zur Zahlung fällig ist.“

3. Rechnungszugang

„Nicht selten betreiben säumige Zahler die ‚Vogel-Strauß-Politik‘. Kommt dann ein Rechtsanwalt oder Inkassobüro ins Spiel, wird plötzlich behauptet, niemals eine Rechnung bekommen zu haben. Möchte man als Gläubiger dann etwa Anwalts- oder Inkassokosten vom Schuldner erstattet bekommen, muss man als Rechnungssteller den Zugang der Rechnung im Regelfall beweisen. Das Versenden einer Rechnung per Einschreiben, beziehungsweise Einschreiben-Rückschein wäre eine (kostenintensive) Möglichkeit. Man kann aber auch vorab die Rechnung faxen oder per E-Mail schicken und dann das Faxprotokoll aufheben beziehungsweise eine Lesebestätigung fordern und diese speichern. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, lässt die Rechnung (etwa bei Lieferung) von einem Mitarbeiter übergeben.“

4. Vertragsgemäße Lieferung/Leistung bestätigen lassen

„Handwerkerleistungen müssen vom Kunden abgenommen worden sein, damit die Rechnung dafür fällig wird. Ist ein Auftrag erledigt, sollte man sich vom Auftraggeber schriftlich geben lassen, dass die Arbeit zu dessen Zufriedenheit erledigt wurde. Geht es um Warenlieferungen, sollte der Kunde den Lieferschein unterschreiben, welcher dann gut aufzubewahren ist.“

5. Rechnung fällig? SOFORT handeln

„Manchmal ist eine unbezahlte Rechnung nur eine vom Kunden vergessene Rechnung. Das kann jedem einmal passieren. Dann gilt es, den Kunden, der er ja auch bleiben soll, umgehend mit freundlicher Bestimmtheit auf sein Versäumnis aufmerksam zu machen. Zwei bis drei schriftliche Zahlungsaufforderungen (oder Mahnungen – bitte bei einer Formulierung durchgängig bleiben) im Abstand von 7 bis 10 Tagen sind kaufmännisch üblich. Formvorschriften gibt es nicht, die Forderung und ihr Grund sollte daraus aber eindeutig hervorgehen. In der letzten Zahlungsaufforderung (Mahnung) sollte eine klare, nach dem Kalender bestimmbare Zahlungsfrist gesetzt werden. Zum Beispiel: Zahlung bis zum … bei uns eingehend.“

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