Metaverse-Potenziale Rooom: Drei „o“ für drei Dimensionen

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Das Metaverse ist real – sonst würden Rooom und die Partner des Unternehmens kein Geld damit verdienen. Es ist Teil von Online-Shops, tritt in Form digitaler Konferenzen, Showrooms und Avatarsystemen in Erscheinung. Und es ist gekommen, um zu bleiben.

Das Metaverse wird das Internet langfristig grundlegend verändern.(Bild:  Oleksiy Oliinyk - stock.adobe.com)
Das Metaverse wird das Internet langfristig grundlegend verändern.
(Bild: Oleksiy Oliinyk - stock.adobe.com)

Rooom schreibt sich mit drei „o“. Die drei runden Vokale stehen für die drei Dimensionen des Raumes. Folgt man dem Metaverse-Gedanken, wird sich die digitale Welt langfristig von ihrer zweidimensionalen Beschaffenheit sukzessive verabschieden und – wenn man so will – das Internet auf 3D trimmen. Produktpräsentation, virtuelle Konferenzen in Kombination mit Nutzeravataren, Showrooms – die Möglichkeiten sind mannigfaltig und stehen erst am Anfang. Alle haben sie damit zu tun, Zweidimensionales im Netz dreidimensional auf den Bildschirm zu bringen.

Anwendungsbeispiele

Im Rahmen eines Partnerprogramms wird bei Rooom die hauseigene Plattform im Projektgeschäft eingesetzt. Solution Partner sollen für „immersive Erlebnisse“ sorgen. Immersion wird der Effekt genannt, wenn Nutzer virtuelle Realitäten als real empfinden. Hans Elstner, Gründer und CEO von Rooom, nennt typische Projekte: virtuelle Konferenzen, digitale Showrooms, 3D-Ansichten von Produkten auf der Website. Mit der Rooom-Plattform können die Partner digitale Welten und digitalisierte Produkte erstellen – „vergleichbar mit WordPress, aber für 3D-Inhalte.“

Partner und Projekte

Im Tagesgeschäft werden die Partner dabei begleitet, so der CEO: „Wir helfen mit ­unserer Expertise und unseren Erfahrungswerten bei der Erstellung und der Verwaltung – also bei allem, von Hintergrundinformationen über Anwendungsbeispielen bis hin zu praktischen Tipps.“ Die Plattform läuft webbasiert, man benötigt also Browser und stabiles Internet. Optional können User VR-Brillen für Virtual Reality nutzen oder für Augmented-Reality-Anwendungen ein Smartphone mit Kamerazugriff. „VR, AR, MR – das alles ist Extended Reality und damit auch Teil des Metaverse“, postuliert der Gründer von Rooom.

„Die Verräumlichung der rein digitalen Welt“

Das Metaverse – was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem Buzzword-trächtigen Begriff? Es ist jedenfalls nach der Lesart von Metaverse-Pionieren wie Elstner kein einzelnes, geschlossenes Online-Universum. Man könne es eher als einen Oberbegriff für alle verkörperten Räume und den gesamten digitalen Raum sowie die digitale Erweiterung der „analogen Welt“ verstehen.

Das Metaverse ist damit für Elstner die nächste Stufe des Internets, die im Gegensatz zum „klassischen“ Web allerdings „verkörpert und dreidimensional“ ist. „Anders gesagt ist das Metaverse die digitale Erweiterung der nicht-digitalen Welt und die Verräumlichung der rein digitalen Welt“, definiert der Firmengründer.

Gespaltene Ansichten zum Metaverse

In einem Paper zum Thema Metaverse des Branchenverbandes Bitkom, ist davon die Rede, dass die deutsche Wirtschaft bei diesem Thema gespalten sei. Etwa gleich groß seien die Lager hierzulande, die virtuelle Welten als Chance sehen und jene, die damit nichts zu tun haben wollen. ­Rooom-Partner und -Kunden sind dem Metaverse allgemein sehr aufgeschlossen, was in der Natur der Sache liegt. „Einige sind sich vielleicht noch nicht ganz sicher, was das Metaverse ihnen konkret bringen kann, aber sie sind neugierig und ahnen schon, dass das Metaverse neue Möglichkeiten bietet“, skizziert Elstner ein Stimmungsbild.

Virtualität setzt sich durch

Was virtuelle Events angeht habe sich gerade in den letzten paar Jahren die Einstellung dazu geändert. Aus der Gesamtgemengelage rund um Corona seien virtuelle Events praktisch neu geboren worden. Sie seien eine gute Alternative, um unabhängig von geographischer Distanz und Beschränkungen Zusammentreffen im kleinen und großen Stil zu ermöglichen.

„Mittlerweile gehören Online-Veranstaltungen und hybride Events einfach dazu“, resümmiert der CEO. „Das Metaverse schlägt die Brücke zwischen dem Vor-Ort-Sein des persönlichen Kontakts und räumlicher Unabhängigkeit im digitalen Raum.“

Deutschland versus USA

In Deutschland werde häufig ein anderer Ansatz als in den USA verfolgt, was das Metaverse-Thema angeht. „In Amerika geht man eher Risiken ein, es ist nicht so schlimm, wenn man mal auf die Nase fliegt“, sagt der Firmengründer. „Wir hier in Deutschland sind vielleicht vorsichtiger, dafür entwickeln wir Produkte nachhaltiger.“ Deswegen würde man beim Thema Innovationen nicht auf der Strecke bleiben.

„Insgesamt verbindet uns international beim Metaverse mehr als uns trennt“, sagt Elstner. Die Herangehensweise sei anders, aber die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene sehr wichtig.

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