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Intel Atom x6000E-Serie und Tiger Lake für IoT Prozessoren für den Edge-Einsatz

| Autor: Klaus Länger

Auf dem Industrial Summit 2020 hat Intel spezielle Prozessoren für den Einsatz in Edge-Geräten vorgestellt. Die Atom-Prozessoren der x6000E-Serie und die IoT-Version von Tiger Lake sollen bei Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit zulegen.

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Die Atom-Prozessoren der x6000E-Serie hat Intel vor allem für den Einsatz in Edge-Szenarien entwickelt. Sie sind die ersten 10-nm-Atom-Modelle.
Die Atom-Prozessoren der x6000E-Serie hat Intel vor allem für den Einsatz in Edge-Szenarien entwickelt. Sie sind die ersten 10-nm-Atom-Modelle.
(Bild: Intel)

Laut John Healy, Vice President der Internet of Things Group und General Manager für Plattform Management und Custom Engineering, werden bis 2023 70 Prozent aller Unternehmen Daten an Edge-Standorten produzieren. Mit den neuen Edge-Prozessoren der Atom x6000E-Serie, dessen Celeron- und Pentium-Ablegern, sowie der Edge-Varianten der Core-Prozessoren der 11. Generation will sich Intel einen gehörigen Anteil dieses wachsenden Marktes sichern. Als Bühne für die Vorstellung der neuen Prozessoren diente daher der diesmal virtuell stattfindende Industrial Summit 2020 am 23. und 24. September.

10-nm-Atom für Edge-Devices

Die für kleinere Edge-Devices bestimmten Prozessoren der Atom x6000E-Serie sind die ersten 10-nm-Atoms. Allerdings setzt der Hersteller hier noch nicht die SuperFin-Technologie von Tiger Lake ein, sondern das für Ice Lake verwendete Verfahren. Die unter dem Codenamen Elkhart Lake entwickelten Prozessoren kommen mit zwei oder vier Kernen auf den Markt. Gegenüber der Vorgängergeneration sollen sie eine bis zu 1,5-fache Prozessorleistung und eine verdoppelte Grafikperformance sowie die Unterstützung von bis zu drei 4K-Displays liefern. Zudem verfügen sie über eine verbesserte Echtzeit-Unterstützung und einen integrierten ARM-Cortex-M7-Microcontroller. Dieser kann einige IoT-Echtzeit-Funktionen übernehmen, die wenig Rechen- und I/O-Leistung erfordern. Zudem übernimmt die Intel Programmable Services Engine (Intel PSE) als Funktion remote Out-of-Band- und In-Band-Device-Management. Auch die Atom-Cores unterstützen laut Hersteller bei einigen der neuen Atom-Modellen zusätzliche Echtzeitfunktionen wie Intel Time Coordinated Computing (Intel TCC) und Time-Sensitive Networking (TSN). Mit In-Band-ECC können die CPUs zudem auch ohne ECC-Speicher Single-Bit-Speicherfehler korrigieren. Zusätzlich wird noch eine ganze Reihe von für die Industrie relevanten Schnittstellen unterstützt. Mit Safety Island erlauben die x6000FE-Modelle die Integration zusätzlicher Sicherheits- und Diagnosefunktionen in Edge-Lösungen. Für die Netzwerkanbindung sind gleich drei 2,5GbE-MACs integriert.

Die Celeron- und Pentium N6000- und J6000-Modelle mit ebenfalls zwei oder vier Cores unterscheiden sich von den Atoms durch die fehlende In-Band-ECC-Unterstützung und eingeschränkte Echtzeitfunktionen.

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Edge-Version von Tiger Lake

Für Edge-Devices, die eine höhere Rechenleistung erfordern, etwa für KI-Anwendungen, bringt Intel spezielle Edge-Versionen der neuen Core-Prozessoren der 11. Generation. Von den herkömmlichen Tiger-Lake-Modellen für Mobilrechner unterscheiden sie sich durch eine größere Toleranz gegenüber hohen und niedrigen Temperaturen sowie eine In-Band-ECC-Unterstützung. Gegenüber den Edge-Versionen der Core-CPUs der achten Generation sollen sie eine rund 20 Prozent höhere Rechenleistung und im ihrer Xe-GPU eine bis zu drei mal höhere Grafikperformance liefern.

Die neuen Prozessoren stellen nur einen Baustein im Edge-Portfolio von Intel dar, das zudem Xeon-Prozessoren und KI-Beschleuniger wie Movidius, Stratix und Arria sowie ein breites Bündel an Softwarelösungen umfasst. Letztere werden mit dem Intel Edge Software Hub unter ein gemeinsames Dach gestellt und durch Referenzlösungen für verschiedene Anwendungsbereiche ergänzt.

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