CES 2024 Projekt von Stellantis und AWS vorgestellt

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Vorstellung auf der CES 2024: Blackberry unterstützt mit seinem neuen QNX-Hypervisor den Stellantis-Konzern und AWS bei der Entwicklung eines virtuellen Cockpits. Damit soll sich Software für Fahrzeuge viel schneller entwickeln und testen lassen.

Blackberry, Stellantis und AWS wollen mit einem gemeinsamen Projekt die Entwicklung von virtuellen Cockpits beschleunigen.(Bild:  Kylan - stock.adobe.com)
Blackberry, Stellantis und AWS wollen mit einem gemeinsamen Projekt die Entwicklung von virtuellen Cockpits beschleunigen.
(Bild: Kylan - stock.adobe.com)

Schon seit zwei Jahren sitzen der Automobilhersteller Stellantis, unter dessen Haube u.a. Fiat. Peugot und Opel stecken, und AWS an der Entwicklung eines virtuellen Cockpits für Fahrzeuge, mit dem neue Software für Fahrzeuge leichter entwickelt und getestet werden können soll. Auf der CES wurde mit Blackberry ein neuer Projektpartner präsentiert. Dessen QNX-Hypervisor kommt künftig auf der neuen Plattform zum Einsatz und ist bereits jetzt als Early Access Release über den AWS Marketplace verfügbar.

Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, die Entwicklung von Embedded-Anwendungen mit unterschiedlichen funktionalen Sicherheitsanforderungen und mehreren Betriebssystemen deutlich zu beschleunigen. Dafür bietet das virtuelle Cockpit zudem QNX Hypervisor Amazon Machine Images (AMI) und Hardware-Schnittstellen, wie sie im VirtIO-Standard Trout v1.2 definiert sind. VirtIO-Schnittstellen werden von mehreren Partnern in der Automobilindustrie eingesetzt, um ihre Angebote über OEMs hinweg zu skalieren und Plug-and-Play in der OEM-Landschaft zu ermöglichen.

Mattias Eriksson, President, BlackBerry IoT(Bild:  Blackberry)
Mattias Eriksson, President, BlackBerry IoT
(Bild: Blackberry)

„Wir freuen uns, unsere bewährte QNX-Hypervisor-Plattform in der Cloud verfügbar machen zu können und dabei den hersteller- und plattformneutralen VirtIO-Standard zu nutzen“, so Mattias Eriksson, President, BlackBerry IoT. „Die Zusammenarbeit mit Stellantis dient dem Ziel, den weltweit ersten kommerziellen Hypervisor in der AWS-Cloud auf den Markt zu bringen, und trägt dazu bei, Komplexität zu reduzieren und die Kosten für die Entwicklung von In-Car-Software während des gesamten Produktlebenszyklus zu senken.“

Stark verkürzte Entwicklungszeit

Stellantis kann mit dem Hypervisor eine High Performance Compute (HPC)-Simulation für ein virtuelles Cockpit in eine digitale Zwillings-Cloud-Umgebung einbinden. So ließen sich realistische Versionen von Fahrzeugsteuerungen und -systemen virtuell erzeugen, und zwar nicht wie bisher in mehreren Monaten, sondern binnen 24 Stunden. Auch Feedback-Zyklen würden enorm beschleunigt, so Yves Bonnefont, Chief Software Officer bei Stellantis.

Yves Bonnefont, Chief Software Officer, Stellantis(Bild:  Stellantis)
Yves Bonnefont, Chief Software Officer, Stellantis
(Bild: Stellantis)

„Da Software in Fahrzeugen zunehmend an Bedeutung gewinnt, müssen wir die Art und Weise, wie wir sie entwickeln und testen, innovativer gestalten“, erläuterte Bonnefont. „Mit unserem virtuellen Cockpit verändern wir nicht nur unseren Arbeitsansatz, sondern auch den unserer Zulieferer und Partner in der Branche. Die Technologie versetzt uns in die Lage, näher an die Bedürfnisse unserer Kunden zu rücken, mit kürzeren Entwicklungszyklen, schnelleren Feedback-Schleifen und einer schnelleren Bereitstellung der Technologie, die sie nutzen und schätzen. Das ist ein großer Schritt in Richtung kundenorientierte Innovation und Effizienz in der Automobilbranche.“

Software-Virtualisierung und Abstraktion in der Cloud seien unumgänglich, man wolle Entwicklungsprozesse beschleunigen und sicherstellen, dass die Funktionsbereitstellung mit der Kundennachfrage Schritt hält, erläuterte auch Wendy Bauer, Vice President und General Manager, Automotive and Manufacturing, AWS. „Mit dem QNX Hypervisor von BlackBerry auf dem AWS Marketplace kann Stellantis auf effiziente Weise die Leistung der Cloud nutzen, um Forschungs- und Entwicklungsprozesse neu zu gestalten, aufschlussreichere Wege zur Einholung und Integration von Feedback zu entwickeln und Funktionen schneller als bisher bereitzustellen, die Fahrer begeistern und die Branche voranbringen.“

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