Cyber-Security Projekt für automatisierte Sicherheit in KRITIS mit 30 Millionen gefördert

Von Stefan Guggenberger

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Die deutsche Cyberagentur und JEDI starten ein Projekt zur automatisieren Sicherheit für kritische Infrastrukturen. Dabei soll eine europäische Lösung entwickelt und angewandt werden, die den aktuellen Herausforderungen gerecht wird.

Kritische Infrastrukturen wie Kraftwerke sind ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe. Daher sollen die Sicherheitsmaßnahmen europaweit verbessert werden.
Kritische Infrastrukturen wie Kraftwerke sind ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe. Daher sollen die Sicherheitsmaßnahmen europaweit verbessert werden.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) und die Joint-European-Disruptive-Initiative (JEDI) geben bekannt, dass sie ein gemeinsames Projekt zur automatisierten Sicherheit für kritische Infrastrukturen (KRITIS) starten. Dabei geht es konkret um die Sicherheit von Krankenhäusern, Kraftwerken, Energienetzen, Rechenzentren und Verkehrsinfrastruktur in Europa. Das Projekt wird von der Cyberagentur zunächst mit 30 Millionen Euro gefördert und von JEDI auf europäischer Ebene getragen.

Vernetzung macht den Schutz der KRITIS unabdingbar

Kritische Infrastrukturen zählen zu den Hauptpfeilern der Gesellschaft. Fallen sie aus oder sind beeinträchtigt, können Versorgungsengpässe oder Störungen der öffentlichen Sicherheit entstehen. Diese Abhängigkeit haben auch Kriminelle erkannt und greifen die Systeme immer wieder an. André Loesekrug-Pietri, Vorsitzender von JEDI, fasst die Situation folgendermaßen zusammen: „Es besteht ein dringender Bedarf, kritische Systeme zu sichern. Insbesondere sollen die KI-gestützte Erkennung und Behebung von Schwachstellen, die rechtzeitige Erkennung von und die effiziente Reaktion auf Cyberangriffe sowie die verbesserte Zuordnung von Daten untersucht werden.“

Sicherheit ist eine europäische Herausforderung

Angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine haben mehrere EU-Staaten bereits im Frühjahr 2022 eine gemeinsame Einheit für Cybersicherheit mobilisiert, welche 2019 gegründet wurde. Auch kritische Infrastrukturen in Deutschland wurden mehrmals vor der steigenden Bedrohung gewarnt. Da wichtige Systeme wie das Energienetz aber nicht zentral gesteuert werden, sondern europaweit vernetzt sind, reicht es nicht, die Maßnahmen in einem Land zu verstärken. „Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der Gesellschaft stellt den Schutz kritischer Infrastrukturen vor erhebliche Herausforderungen, die zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit führen können. Wir freuen uns, mit JEDI zusammenzuarbeiten, um dieses Vorhaben zu einem echten europäischen Projekt zu machen“, erklärt Prof. Dr. Christian Hummert, Direktor der Deutschen Cyberagentur.

Cyberagentur – Cybersicherheit im Auftrag der Bundesregierung

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.

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