Angetestet: Samsung Galaxy Book3 Pro 360 Premium-Convertible mit 16-Zoll-OLED-Screen

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

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Das 16 Zoll große AMOLED-Display mit 3K-Auflösung ist sicher das Highlight des Convertible-Notebook Galaxy Book3 Pro 360. Was hat der große aber flache Premium-Mobilrechner mit Intel-Raptor-Lake-CPU sonst noch zu bieten hat, zeigt unser Hands-on-Test.

Das 16-Zoll-AMOLED-Display im Samsung Galaxy Book3 Pro 360 liefert eine Auflösung von 2.880 × 1.800 Pixel und arbeitet mit bis zu 120 Hz Bildwiederholfrequenz.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Das 16-Zoll-AMOLED-Display im Samsung Galaxy Book3 Pro 360 liefert eine Auflösung von 2.880 × 1.800 Pixel und arbeitet mit bis zu 120 Hz Bildwiederholfrequenz.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Notebooks mit OLED-Displays liegen voll im Trend. Die selbstleuchtenden Displays sind kontraststark und liefern leuchtende Farben. Samsung gehört hier zu den Pionieren. Mit dem Galaxy Book3 Pro 360 hat das Convertible-Notebook mit OLED-Panel bereits die dritte Generation erreicht. Während die beiden Vorgänger noch mit 15,6-Zoll-Full-HD-Screen ausgestattet waren, hat der Hersteller bei dem Galaxy Book3 Pro 360 eine ordentliche Schippe nachgelegt: Hier sitzt nun ein 16-Zoll-AMOLED-Panel im 16:10-Format im Displaydeckel, das mit 2.880 x 1.800 die 3K-Auflösung liefert und das auch noch mit 120 Hz Bildwiederholfrequenz. So lassen sich etwa Webseiten flüssiger scrollen, als mit den gewohnten 60 Hz. Zudem ist das Display für VESA DisplaHDR True Black 500 zertifiziert und es deckt laut Samsung den DCI-P3-Farbraum zu 120 Prozent ab. Im Freien ist das helle Display trotz seiner spiegelnden Oberfläche noch einigermaßen gut ablesbar.

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Tablet im XL-Format

Das Galaxy Book3 Pro 360 ist zwar für ein 360-Grad-Convertible recht groß, aber nur 12,8 mm flach und mit 1,66 kg nicht übermäßig schwer. Der Touchscreen erkennt nicht nur Eingaben mit den Fingern, sondern auch mit dem S Pen im Lieferumfang. Der digitale Stift gefällt durch ein angenehmes Schreiben oder Zeichnen durch seine weiche Spitze. Allerdings fehlt eine vernünftige Befestigungsoption. Der Pen haftet zwar magnetisch am Displaydeckel, aber nicht besonders fest. Für den Transport sollte der Stift also besser separat verstaut werden.

Das riesige Touchpad, 39 Prozent größer als beim Vorgänger, bietet viel Platz für Eingabegesten und es arbeitet präzise. Die knackige Tastatur mit separatem Ziffernblock und regelbarer Hintergrundbeleuchtung hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Rechts oben im Tastenfeld sitzt der Power-Schalter mit integrierter Fingerprint-Leser. In dem flachen, steifen Alugehäuse sitzen als Schnittstellen zusätzlich zu den zwei Thunderbolt-4-Ports noch ein HDMI-Ausgang, ein Micro-SD-Card-Einschub und eine USB-Typ-A-Buchse.

Die vier Lautsprecher mit Dolby Atmos, liefern ein guten Klang, schwächeln aber trotz der eignen Tieftöner bei der Basswiedergabe. Hier lässt das flache Gehäuse nicht mehr zu. Bei der Webcam mit Array-Mirofon hat Samsung gegenüber dem Vorgängermodell nachgelegt und baut nun eine ordentliche Full-HD-Kamera ein, die zudem KI-gestützte Funktionen wie eine automatische Fokussierung bietet. Als Netzwerkschnittstelle dient Wi-Fi 6E. Neben dem Modell mit Intel Core i5 in unserem Hands-on-Test bietet Samsung das Gerät auch mit einem Core i7-Prozessor an. Den gibt es auch Wunsch auch mit zusätzlichem 5G-Modul.

Flotter Prozessor und gute Anwendungsleistung

Als Prozessor arbeitet im etwa 1.799 Euro teuren Testgerät ein Intel Core i5-1340P mit vier P- und acht E-Cores und maximal 4,6 GHz Turbo-Takt. Im Galaxy Book kann der 28-Watt-Raptor-Lake-Prozessor kurzzeitig bis zu 40 Watt aufnehmen und liefert so eine hohe Performance. Etwas knapp bemessen ist der nur 8 GB große und nicht erweiterbare LPDDR5-Arbeitsspeicher. Die gesteckte PCIe-Gen4-SSD von Western Digital ist mit 256 GB relativ klein, arbeitet aber flott. Um an das Mainboard zu kommen müssen die Gummifüße an der Unterseite des Notebooks entfernt werden, hinter denen sich die Gehäuseschrauben verbergen.

Im Anwendungsbenchmark PCMark 10 Extended erzielt das Galaxy Book3 Pro 360 ein mit 4.839 Punkten sehr gutes Ergebnis für die Geräteklasse. Zum Spielen eignet sich das Convertible mit seiner in der Intel-CPU integrierten Iris-Xe-GPU nur bedingt. Für grafisch weniger anspruchsvolle Games reicht es aber aus, wie die 15.000 Punkte im 3DMark Night Raid belegen. Die Messung der Akkulaufzeit mit PCMark 10 war leider nicht möglich. Wir gehen aber davon aus, dass der 76-Wh-Akku für etwa neun Stunden Büroarbeit ausreicht, wenn man die Helligkeit des OLED-Panels reduziert. Samsung installiert auf dem Gerät mit Windows 11 Home als Betriebssystem ein eigenes Settings-Tool vor, mit dem zwischen verschiedenen Leistungs-Modi gewählt werden kann. Sie reichen vom lautlosen Betrieb mit möglichst langer Akkulaufzeit bis hin zu möglichst hoher Leistung. Mit der F11-Funktionstaste kann schnell zwischen den Modi umgeschaltet werden, ohne erst die Settings-App zu öffnen. Zusätzlich bietet das Tools verschiedene Display-Modi, etwa Adobe RGB für die Bildbearbeitung oder DCI-P3 für die Videowiedergabe. Weitere vorinstallierte Tools sind dagegen nur für die Nutzer von Samsung Galaxy Smartphones, Tablets Smartwatches oder von Smart-Things-Geräten interessant. Mit ihnen lassen sich Daten schnell zwischen Notebooks und Mobilgerät austauschen oder die IoT-Geräte im Haushalt steuern.

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Tolles Display aber wenig Arbeits- und Massenspeicher

Das Fazit aus unserem Hands-on-Test: Das schlanke Galaxy Book3 Pro 360 gefällt durch sein grandioses AMOLED-Display, sehr gute Eingabegeräte und eine hohe Leistung. Die Schnittstellenausstattung ist besser als bei vielen anderen Geräte seiner Klasse. Pluspunkte sind zudem die Flexibilität durch das 360-Grad-Scharnier und den Stift. Angesichts des Preises von fast 1.800 Euro ist die Speicher- und SSD-Ausstattung recht mager bemessen. Für 1.899 Euro bietet Samsung das Core-i5-Modell mit einer 512-GB-SSD an. Wenn mehr Arbeitsspeicher und eine noch größere SSD gefragt sind, dann müssen Kunden zu einer Core-i7-Variante des Galaxy Book3 Pro 360 greifen.

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