BIOS-Hersteller weckt selbst tote Rechner auf

Out-of-band-Management für Clients aus der Ferne

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Die Funktionen von Mega RAC XMS

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Ist ein Betriebssystem, Linux oder Windows, ansprechbar, nutzt der CMS-Admin das AMI-Modul HX. Da es sich beim MAC-OS im weiteren Sinn um eine Linux-Derivat handelt, lassen sich auch Apple-Clients in die Client-Administration integrieren. Arbeitet das Betriebssystem nicht, funktioniert der Zugriff auf Intel-Prozessoren mit AMT über das Modul „CX“ oder bei AMD-Prozessoren mit Dash über das Modul „DX“.

Der Zugriff erfolgt über Browser. Die Management-Suite selbst ist auf einem Server installiert, der auch virtuell sein kann. Die Hardware-Anforderungen schreiben mindestens einen 2,4-Gigahertz-Prozessor, 2 Gigabyte freien Arbeitsspeicher und 4 Gigabyte Plattenplatz vor.

Der Funktionsumfang von Mega RAC XMS ist durchaus beeindruckend. Wichtige Voraussetzung für alle anderen Administrationsmöglichkeiten ist das Erstellen eines Inventory. Das Tool erfasst sowohl Hardware als auch Software, inklusive laufende Prozesse und Dienste. „Desktop-Infrastrukturen sind einfach nicht so sauber geplant wie Server-Landschaften“, sagt Pröhl. „Da muss erst einmal in Erfahrung gebracht werden, was genau vorhanden ist.“

Die Module CX und HX

Das Tool erlaubt das Erstellen von Schwellenwerten bei deren Erreichen Administratoren verständigt werden. Doch auch das Provisioning lässt sich mithilfe des Werkzeugs bewerkstelligen. Das funktioniert vom BIOS-Update bis zum Ausrollen von Anwendungssoftware. Zum Beispiel können Betriebssystem-Updates zunächst eine einem geschützten Bereich eingespielt werden, bevor sie live gehen.

Ein Script-Tool erlaubt den Administratoren das Erstellen von Abläufen. So lässt sich etwa mithilfe eine Power-Managements festlegen, wann die Rechner an- und abgeschaltet werden, um Strom zu sparen.

Das CX -Modul für den Umgang mit AMT-fähigen Intel-Prozessoren ohne laufendes Betriebssystem bietet die Erfassung des Netzverkehrs, die Übernahme der Maus-, Bildschirm- und Tastaturfunktionen ferngesteuerter Rechner (KVM), die Bereitstellung entfernter virtueller Festplatten über IDE (IDE Redirection), beispielsweise um von dort Software zu installieren, Logging von Events und Audits sowie Asset Tracking, Remote-BIOS-Update, Kontrolle des Stromverbrauchs Ein- und Ausschalten sowie die Übertragung serieller Daten über LAN (siehe: Abbildung 5). Die Funktionen des DX-Moduls für AMD-Dash sehen ähnlich aus.

Die Lizenzierung

Kunden, die die AMI-Software erwerben, erhalten eine lebenslang gültige Lizenz. Verrechnet werden ein Grundpreis sowie die Anzahl der Knoten und der genutzten Features. AMI bietet zwei Vertriebswege: Zum lässt sich die Suite über das Web beziehen und zum anderem über die OEM-Partner, wie Fujitsu einer ist.

Im Februar dieses Jahres hat der Hardware-Lieferant die technische Zusammenarbeit mit AMI für Mega RAC XMS bekannt gegeben. Derzeit liefert Fujitsu mit seiner Software-CD zu allen Embedded-Mainboards mit Dash oder AMT eine kostenfreie Probelizenz für drei Nodes aus.

Im August will American Megatrends übrigens eine Remote Management Suite für Server herausbringen.

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