VNClagoon unterstützt „Open CoDE“-Initiative Open Source folgt keinem „Freibier-Prinzip“

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Um Datensouveränität in Zeiten des US-amerikanischen Cloud Acts geht es bei der Initiative „Open CoDE“ des Bundes. Dass dennoch auch Business und Umsatz im Mittelpunkt stehen können, ist in der Open-Source-DNA fest verankert.

Open Source folgte noch nie dem Prinzip „Freibier“.(Bild:  Midjourney / Stefan Riedl)
Open Source folgte noch nie dem Prinzip „Freibier“.
(Bild: Midjourney / Stefan Riedl)

Der US-amerikanische Cloud Act und andere Gesetze rufen immer wieder Unsicherheiten hervor. Für Bernd Rodler, dem Verwaltungsratspräsident, bei VNC Schweiz, ist das der Grund, warum Datensouveränität für viele Unternehmen und vor allem den öffentlichen Sektor extrem wichtig ist. Das gilt insbesondere für Werkzeuge, mit denen täglich gearbeitet wird, beispielsweise der Büro-Software von Microsoft.

VNClagoon versus M365-Suite

Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin, VNC (Bild:  VNC)
Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin, VNC
(Bild: VNC)

Eine Alternative zu gängigen Collaboration- und Kommunikations-Tools hat seine Anfänge vor rund 10 Jahren: VNClagoon aus dem Hause VNC. „Aus heutiger ­Perspektive ist unsere Hauptkonkurrenz Teams und die M365-Suite von Microsoft“, ordnet Andrea Wörrlein, die Geschäftsführerin bei VNC ein. Das Unternehmen fährt eine reine Open-Source-Strategie. „Aus diesem Grund haben unser Kooperationspartner Bechtle, Großkunden und öffentliche Einrichtungen Einblick in den kompletten Quellcode unserer Anwendungen“, so die VNC-Chefin.

Einsehbarer Code

Dem Thema Datensouveränität, so Rodler, haben sich das BMI, das Zentrum für digitale Souveränität (Zendis) und der IT-­Planungsrat des Bundes verstärkt gewidmet. Insbesondere geht es bei ihrer Evaluierung darum, ob Open Source mit einsehbarem Quellcode als Alternative zu ­Microsoft-Produkten fungieren kann.

Die „Open CoDE“-Initiative

Bernd Rodler, Verwaltungsratspräsident, VNC Schweiz(Bild:  VNC)
Bernd Rodler, Verwaltungsratspräsident, VNC Schweiz
(Bild: VNC)

Zendis und der IT-­Planungsrat des Bundes haben im Zuge der Initiative „Open CoDE“ Anforderungen an Open-Source-Hersteller formuliert. Eine davon ist, dass sie den Quellcode ihrer Lösungen auf einem eigenen Open-Code-Server des Bundes bereitstellen müssen. VNC unterstützt diese Initiative und erfüllt die Voraussetzung, um im öffentlichen Bereich eingesetzt werden zu können.

Millionen an Codezeilen

„Die Einrichtung eines Open-Code-Servers ist aus Sicht von VNC sehr sinnvoll“, ordnet Rodler ein. „Zum einen, weil wir so Millionen Codezeilen geordnet zur Verfügung stellen können und zum anderen, weil wir auf diese Weise überhaupt erst Datensouveränität garantieren können: Schließlich gehört GitHub seit Ende 2018 zum ­Microsoft-Konzern.“

Vertrieb durch Bechtle

Vertrieblich soll Bechtle mit einer de-facto-exklusiven Vertriebsvereinbarung für Umsatz sorgen. Datensouveränität hin oder her – letztlich geht es um bare Münze in der Kasse. „Richard Stallman zufolge, einem der Mitbegründer der Freie-Software-Bewegung von 1983, geht es bei Open Source nicht um ‚Free Beer‘, sondern um ‚Free Speech‘“, sagt Rodler. „Daher ist es auch kein Widerspruch, dass VNClagoon sich trotz Open-Source-Ansatz für professionelle Zwecke eignet und wir gleichzeitig kostenpflichtigen Support anbieten.“

Kommunikation, Tickets, Projektmanagement

Die Einsatzszenarien sind mannigfaltig: VNClagoon ist ein Paket aus Tools für die Kommunikation via Voice- und Videotelefonie sowie Chat, die Aufgabenverwaltung, das Projektmanagement, die Zusammenarbeit auf Dokumentenebene. Auch ein ­Ticketsystem ist integriert.

Geschäftsführerin Wörrlein blickt zurück: „Die User Experience stand bei uns von ­Anfang an im Mittelpunkt. Aus diesem Grund haben wir VNClagoon nach dem Development-by-Design-Ansatz entwickelt. Das heißt konkret: Zuerst haben wir die Frontends erstellt, mit denen die Nutzer am ­Ende interagieren, und erst dann die Codebasis für die Funktionen.“

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