KI-gestützte Lösung Observability mit der Dynatrace-Plattform

Von Alexander Siegert 4 min Lesedauer

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Mit dem Wachstum der Komplexität von IT-Infrastrukturen steigt auch der Bedarf nach effizienten Lösungen zur Überwachung der Systeme. Fest steht, dass ohne die Hilfe der KI kein Überblick mehr zu behalten ist. Ein Blick in das Ökosystem der Dynatrace-Plattform.

Dynatrace will mithilfe von KI alles im Auge behalten, um für Verfügbarkeit und Performance in Unternehmen zu sorgen.(Bild:  Midjourney/ KI-generiert)
Dynatrace will mithilfe von KI alles im Auge behalten, um für Verfügbarkeit und Performance in Unternehmen zu sorgen.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)

Die IT-Landschaft wird sicherlich nicht weniger kompliziert. Neben dem Trend zur Multicloud sowie wachsenden Kubernetes-Clustern lässt sich von einer wahren Sintflut an Daten in Unternehmen sprechen. IT-Strukturen geraten in Bezug auf Verfügbarkeit und Performance daher häufiger an ihre Grenzen. KI-gestützte Observability-Lösungen wie Dynatrace verwenden maschinelle Lernalgorithmen, um große Datenmengen in Netzwerken und Datenbanken kontinuierlich zu überwachen und zu analysieren. Wenn man sich auf dem Partnertag in Amsterdam umhört, wird für den Erfolg von Dynatrace oft die langjährige technologische Führung des Unternehmens durch CTO und Gründer Bernd Greifeneder genannt.

Bernd Greifeneder, CTO, Dynatrace(Bild:  Dynatrace)
Bernd Greifeneder, CTO, Dynatrace
(Bild: Dynatrace)

Sichtbarkeit und Dringlichkeit

Das Ziel der Plattform ist eine automatisierte Root Cause und Impact-Analyse mithilfe von KI: „Wir wussten, dass neuronale Netzwerke dafür nicht der richtige Ansatz sind“, sagt Greifeneder. Dynatrace setzt stattdessen auf eine Kombination aus kausaler, prädiktiver und generativer KI (siehe Kasten). Der Graph bildet in Echtzeit alle Services und Abhängigkeiten ab, und die KI hilft dabei, diese Daten auszuwerten. So soll nicht nur die komplette IT-Infrastruktur beobachtbar gemacht, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über Probleme gewonnen werden. Auch für die Einschätzung der Dringlichkeit, Probleme zu fixen, soll IT-Teams mit der Lösung geholfen werden, zu entscheiden, welche Tickets priorisiert werden müssen.

Alex Zachow, RVP EMEA Central / DACH, Dynatrace(Bild:  Dynatrace)
Alex Zachow, RVP EMEA Central / DACH, Dynatrace
(Bild: Dynatrace)

Kein unwichtiger Punkt: „Eine kohärente Sicht herzustellen, um die Komplexität zu managen, ist mit menschlichen Mitteln fast nicht mehr möglich“, sagt Alexander Zachow, RVP EMEA Central / DACH von Dynatrace. Größere IT-Desaster wie in diesem Jahr bei Crowdstrike ließen sich auch mit Dynatrace nicht aufhalten, da die Plattform nicht bei der Heilung der Systeme, sondern bei der Identifikation der Probleme hilft: „Wir müssen uns von dem freimachen, was wir als ‚Noise‘ bezeichnen – von Alarmen, die nicht wirklich kritisch sind – und uns auf die Themen konzentrieren, die tatsächlich geschäftskritisch werden, und Geschwindigkeit spielt dabei eine große Rolle“, sagt Zachow. Diesen Geschwindigkeitsvorteil soll die KI-gestützte Observability liefern.

Davis Hypermodal AI

Dynatrace setzt bei seiner Observability-­Lösung auf die Davis Hypermodal AI. Das Besondere an diesem Modell: es kombiniert vorausschauende, kausale und generative KI-Technologien, um Anomalien zu identifizieren und Prognosen zu erstellen. Der Davis Copilot lernt aus vergangenen Ereignissen, erkennt Muster und gibt Handlungsempfehlungen, um mögliche zukünftige Ausfälle zu vermeiden. Er hilft zudem dabei, Daten schnell und übersichtlich in Dashboards oder Berichten darzustellen. Darüber hinaus schlägt der Davis Copilot Automatisierungsmöglichkeiten für Arbeitsabläufe vor. Das Ziel der Plattform ist es, mithilfe der KI eine weitreichende und tiefe Observability über die komplexesten IT-Infrastrukturen zu erreichen.

Partner first

Dynatrace betrieb ursprünglich Direktgeschäft, agiert inzwischen aber klar nach dem Motto ‚Partner first‘. Diese sind unverzichtbar, um die Software auch in die Fläche zu bringen. Dazu zielt man eher auf große Enterprise-Kunden als auf den Mittelstand. Zwar lassen sich auch in kleineren Unternehmen die Use Cases mit Dynatrace abbilden, aber das Einführen der Plattform und das Aufbauen der Struktur und deren Betrieb ist unter Umständen zu teuer. Der Softwareanbieter arbeitet eng mit größeren Häusern wie Accenture, Deloitte, Kyndryl oder Atos Eviden zusammen. In Deutschland sind auch Computacenter und SVA beim Vertrieb der Plattform aktiv. In der Keynote auf dem Partnertag in Amsterdam wurde die Zusammenarbeit mit AWS besonders hervorgehoben. Diese wurde in letzter Zeit intensiviert, und Dynatrace ist nun über die Lift-and-Shift-Lösung AWS Application Migration Service (MGN) verfügbar. Dynatrace ist der erste AWS-Partner, dessen Technologie nativer Bestandteil von AWS MGN ist. Bei der Implementierung auf dem lokalen Markt setzt Dynatrace aber vor allem auf Partner, die sich durch ihre langjährige Zusammenarbeit bewährt haben und auf Monitoring und Observability spezialisiert sind. Dabei geht es nicht nur um Resell, sondern um Consulting-und Integrationsleistungen.

Spezialisierte Dienstleister

„Unser Ansatz ist es, eine enterpriseweite Observability- Strategie zu implementieren.“ Amasol-CSO Frank Jahn auf der diesjährigen Innovate in Amsterdam(Bild:  Vogel IT-Medien)
„Unser Ansatz ist es, eine enterpriseweite Observability- Strategie zu implementieren.“ Amasol-CSO Frank Jahn auf der diesjährigen Innovate in Amsterdam
(Bild: Vogel IT-Medien)

Dazu gehört in Deutschland vor allem der Münchener IT-Dienstleister Amasol, mit dem Dynatrace mehrere DAX-Kunden betreut. Auch Amasol CSO Frank Jahn sieht die wachsende Komplexität der IT-Infrastrukturen als größte Herausforderung für Unternehmen: „Wir stehen vor einer Komplexitätswand und kommen nicht darüber hinweg“, beschreibt Jahn die Situation seiner Kunden. Um diesen Sprung über die Mauer doch noch möglich zu machen, ist man von dem KI-gestützten Observability-Ansatz und auch von der Dynatrace-Plattform seit Jahren überzeugt. „Wir sind froh, dass wir auf das richtige Pferd gesetzt haben und sind sehr committet, weil wir mit der Technologie auch große Erfolge einfahren.“ Gerade im Frontend im E-Commerce entfaltet die Plattform laut Jahn ihren messbaren Nutzen, da mit der geschaffenen Transparenz und dem Überblick über alle Abhängigkeiten sich Probleme in Performance und Verfügbarkeit frühzeitig erkennen lassen, sodass es wesentlich leichter fällt, entsprechend gegenzusteuern.

Als verlängerte Werkbank von Dynatrace sieht man sich bei Amasol aber nicht. Der Integrator arbeitet branchenübergreifend, zum Beispiel in der Automobilindustrie und im Telco-Bereich, betreut und berät Kunden je nach Anwendungsfall über passgenaue Lösungen, um die Infrastruktur bestmöglich zu überwachen.

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