Grafik-Power der nächsten Generation Nvidia stellt Geforce GTX 200 vor

Redakteur: Christian Träger

Immer schneller treiben die Grafikkarten-Hersteller die Rechenleistungen ihrer Grafikchips in die Höhe. Mit der Geforce-GTX-200-Serie stellt Nvidia die nächste Generation an Grafikprozessoren vor. Deren Leistung soll jedoch nicht nur einer besseren Darstellung dienen.

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Auf Nvidias Geforce GTX 280 arbeiten 240 Kerne an den Grafikaufgaben.
Auf Nvidias Geforce GTX 280 arbeiten 240 Kerne an den Grafikaufgaben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Geforce GTX 200 heißt die neue Serie an GPUs (Graphics Processing Unit), die Nvidia heute der Öffentlichkeit präsentiert. Diese sind zunächst in zwei Modellen erhältlich. Das Flaggschiff bildet die Geforce GTX 280, die es auf 240 Prozessorkerne auf der GPU bringt. Diesen steht ein Gigabyte GDDR3-Speicher zur Verfügung, der mit 1,1 Gigahertz getaktet wird. Der Shader-Takt liegt hier bei rund 1,3 Gigahertz. Die High-End-Karte soll für etwa 550 Euro verkauft werden. Zudem ist die Unterstützung für die PhysX-Technologie implementiert, die dynamische 3D-Darstellungen in derzeit mehr als 140 Spielen unterstützt.

Mit einem anvisierten Verkaufspreis von rund 310 Euro fällt das Schwestermodell, die GTX 260 deutlich günstiger aus. Dafür erhält der Kunde eine Grafikkarte mit 192 Kernen und einem Shader-Takt von 1,24 Gigahertz. Die knapp 900 Megabyte Speicher laufen dagegen mit einem Gigahertz.

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Mit diesen Kernfeatures bieten die Karten eine enorme Leistung für parallele Berechnungen, die den Spieleprogrammierern jede Menge Ressourcen zur Verfügung stellt, um 3D-Games noch realistischer zu gestalten. Nvidia propagiert schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, die Leistung der GPU auch für andere visuelle Berechnungen zu nutzen. Da die Grafikkarten für die gleichzeitige Berechnung enormer Datenmengen optimiert sind, erreichen Programme, die mithilfe der GPU arbeiten, einen deutlichen Leistungszuwachs.

Nvidia bietet dafür mit CUDA ein kostenloses Toolset unter der Programmiersprache C, um Programme für die Nutzung der GPU zu optimieren. So können zum Beispiel Computertomografie-Daten wesentlich schneller ausgewertet und dargestellt werden. Für private Anwender interessanter ist zum Beispiel die Möglichkeit, High-Definition-Filme in kürzester Zeit zu transcodieren. So wird die Softwareschmiede Elemental Technologies in Kürze ein Programm auf den Markt bringen, das in Kombination mit einer Geforce GTX 280 einen zweistündigen HD-Film in etwa 35 Minuten umrechnen kann. Und auch beim Abspielen eines Films von Blu-ray-Disk übernimmt die Grafik die Arbeit des Decodierens für die CPU.

MSI hat bereits die N280GTX-T2D1G-OC sowie die Super OC vorgestellt, die ab Werk deutlich übertaktet ausgeliefert werden. So erreicht die MSI N280GTX Super-OC einen Shader-Takt von 1,4 Gigahertz. Der Preis für die High-End-Karte liegt bei 530 Euro, während die N280GTX-OC etwa 500 Euro kosten soll. Die Karten sind unter anderem auch von Asus, BFG, EVGA, Gainward, Gigabyte, Innovision, Leadtek, Palit oder XFX erhältlich. Ab Donnerstag sollen dann Karten auf Basis des GTX 260 erhältlich sein.

Die Konkurrenz

Gerüchten in der Branche zufolge wird auch AMD in Kürze die nächste Generation an GPUs vorstellen. Diese RV770-Chips sollen demnach bis zu 480 Stream-Prozessoren beinhalten, die in Gruppen zu je vier Einheiten organisiert sind. Der Markt für Gamer-Equipment dürfte im Sommer jedenfalls sehr interessant werden. Nvidia bietet seinen Partner umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen. Unter anderem kommen Experten des Grafikspezialisten sogar zum Händler vor Ort, um die Mitarbeiter zu schulen. Nähere Einzelheiten lesen Sie hier.

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