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Umfrage von 451 Research und Schneider Electric Nachhaltigkeit im Rechenzentrum

Autor: Heidemarie Schuster

Eine Studie von 451 Research und Schneider Electric hat sich mit den Auswirkungen von Effizienz und Nachhaltigkeit auf den Markt für Cloud und Service Provider beschäftigt. Besonders die Nachhaltigkeit sollte nicht vernachlässigt werden, wie die Studie zeigt.

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Cloud und Service Provider sehen in Effizienz und Nachhaltigkeit im Rechenzentrum Wettbewerbsvorteile.
Cloud und Service Provider sehen in Effizienz und Nachhaltigkeit im Rechenzentrum Wettbewerbsvorteile.
(Bild: pickup - stock.adobe.com)

Für die Studie „Multitenant data centers and sustainability: ambitions and reality“ wurden Interviews mit mehr als 800 Rechenzentrumsdienstleistern weltweit ausgewertet, um den aktuellen Stand von strategischen Nachhaltigkeitsinitiativen zu ermitteln. Dabei kam heraus, dass die Mehrheit der Befragten (57 %) in der Nachhaltigkeit einen Wettbewerbsfaktor sehen und die wesentlichen Treiber dabei die Kundenerwartungen (50 %) sind, gefolgt von langfristiger operativer Belastbarkeit (40 %) und regulatorischen Richtlinien (36 %). Dennoch geben nur 43 Prozent der Befragten an, dass sie über strategische Nachhaltigkeitsinitiativen und Effizienzverbesserungen für ihre Infrastruktur verfügen.

„Rechenzentrumseffizienz und Nachhaltigkeit sind bereits wichtige Faktoren im Rechenzentrumssektor. Unsere Umfrage zeigt, dass diese Themen ganz oben auf der Prioritätenliste von MTDC-Dienstleistern (Multi-Tenant Data Centers) weltweit stehen“, sagt Daniel Bizo, Senior Research Analyst bei 451 Research. „Letztendlich werden die Erwartungen von Kunden, Regulierungsbehörden und der breiten Öffentlichkeit nur noch drängender, wenn die Auswirkungen des Klimawandels immer ausgeprägter werden. In dem Maße, wie die globale Rechenzentrumsinfrastruktur als Reaktion auf die höhere Nachfrage nach digitalen Diensten zunimmt, wächst auch das Interesse an den erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt.“

Nachhaltigkeit

97 Prozent der befragten Anbieter geben an, dass sich einige wenige oder sogar alle ihrer Kunden vertraglich zu nachhaltigen Praktiken verpflichten wollen. Allerdings sagten in der Studie nur 56 Prozent der Befragten, dass sie ihre betrieblichen Systeme überwachen. Die übrigen gaben an, dass sie keine Berichte erstellen, um KPIs wie Auslastung, Energieverbrauch oder PUE zu überwachen. Etwa ein Drittel der Befragten misst die Kohlenstoffintensität an ihren Standorten.

Unter dem Stichwort Nachhaltigkeit fand der Bericht mehrere gemeinsame Themen für Betreiber von Multi-Tenant-Rechenzentren.

Zu den wichtigsten Schwerpunkten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit gehören:

  • Optimierung der bestehenden Stromverteilung im Rechenzentrum
  • Aufrüstung der Stromverteilungsinfrastruktur im Rechenzentrum
  • Optimierung der Kühleffizienz des vorhandenen Rechenzentrums
  • Aufrüstung der Kühlungsinfrastruktur des Rechenzentrums

Über die Studie

Für die Studie „Multitenant data centres and sustainability: ambitions and reality“ führte 451 Research Umfragen bei IT-Entscheidungsträgern durch, die funktionale Verantwortung für die Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Rechenzentren innerhalb von Colocation- und Wholesale-Rechenzentren tragen. Die Befragten waren in Ländern auf der ganzen Welt ansässig, darunter die USA, China, Indien, Australien, Frankreich, Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Japan, Singapur, Saudi-Arabien, Schweden und Dänemark. Die Unternehmen haben eine Größe von 10 bis 10.000 Mitarbeitern und verfügen über Rechenzentrumskapazitäten von unter 1 MW bis zu über 150 MW.

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