Observability und Künstliche Intelligenz MSPs kämpfen mit eigener Erfolgsgeschichte

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Managed Service Provider organisieren remote immer komplexere IT-Systemlandschaften. Observability kann helfen, steigende Anforderungen zu wuppen. Und damit es nicht lediglich auf einer anderen Ebene komplex wird, soll „Kollege KI“ im Tagesgeschäft einspringen.

Zwei Technologietrends treffen aufeinander: Observability und KI.(Bild:  Simple Line - stock.adobe.com)
Zwei Technologietrends treffen aufeinander: Observability und KI.
(Bild: Simple Line - stock.adobe.com)

Die größte Herausforderung für MSPs ist wahrscheinlich ihr eigener Erfolg – und das Problem liege darin, was MSPs inzwischen alles können müssen. Diese These vertritt Laurent Delattre, Vice President Sales EMEA bei Solarwinds. Schließlich seien MSPs mit immer komplexeren und dynamischeren IT-Umgebungen konfrontiert. Delattre führt aus: „Cloud-Migration, digitale Transformation und verteilte, dezentralisierte Belegschaften, die von überall auf der Welt auf Unternehmensanwendungen und -daten zugreifen, haben die Komplexität ins Unermessliche gesteigert – und sie hört nicht auf, sondern nimmt sogar noch zu.“

Komplexität frisst ROI

Viele Unternehmen wenden sich laut Delattre an MSPs, die ihnen bei der Verwaltung und Gestaltung ihrer IT-Umgebungen helfen sollen, um dem Komplexitätsproblem zu begegnen. „Doch je größer die ­Herausforderungen für die Unternehmen werden, desto größer werden sie auch für die MSPs, um sie zu bewältigen.“ Zu dieser Problematik kommen noch erhebliche Budgetbeschränkungen hinzu, die die ­Gesamtgemengelage nicht einfacher machen. Wohin das führt, habe der Solarwinds IT Trends Report 2022 gezeigt. „Die Umfrage ergab, dass 75 Prozent der Technologieexperten die hohe Komplexität als Grund für den Rückgang des Return on Investment (ROI) sehen.“

Immer mehr MSPs setzen auf KI-gestützte Observability-Lösungen, um ihre IT-Infrastrukturen und die ihrer Kunden zu verwalten. Und es funktioniert.

Laurent Delattre, Vice President Sales EMEA, SolarWinds

Mehr als nur Monitoring

Bei Solarwinds begegnet man dieser Komplexität mit einer Weiterentwicklung des Portfolios. Eine Richtung, die in diesem ­Zusammenhang eingeschlagen wird, heißt „Observability“, eine Technologie, die vermehrt als Weiterentwicklung des reinen „Monitorings“ gehandelt wird.

Observability, also „Beobachtbarkeit“ könnte man als „Fähigkeit, Systemlandschaften ganzheitlich zu überwachen und so der Komplexität Herr zu werden“, ­bezeichnen. Während klassisches Monitoring einzelne Systeme überwacht, werden beim Observability-Ansatz das Zusammenspiel vieler kleiner, Systeme und ­Microservices betrachtet. Macht dies die Arbeit einfacher? Bei Solarwinds setzt man hierbei auf Künstliche Intelligenz, die Auffälligkeiten beim „observierten“ Gesamtsystem detektieren sowie Wirkmechanismen und Zusammenhänge aufdecken soll.

Automatisierte Fehlersuche

Observability ermöglicht es demnach, mit KI-Hilfe zu verstehen, was in all den miteinander verknüpften Systemen vor sich geht. Sie besteht nach gängiger Lesart aus drei Bausteinen: Monitoring, Logging und ­Tracing. Die Ablaufverfolgung (englisch Tracing) hilft bei der Analyse von Programmen beziehungsweise der Fehlersuche.

Laurent Delattre, Vice President Sales EMEA, Solarwinds(Bild:  Solarwinds)
Laurent Delattre, Vice President Sales EMEA, Solarwinds
(Bild: Solarwinds)

Der Sales Manager spricht von einer „Full-Stack Observability, die durch AIOps-, Datenbank-, Service-Management-, Sicherheits- und Automatisierungsfunktionen unterstützt wird“. Laut Delattre setzen immer mehr MSPs auf KI-gestützte Observability-Lösungen, um ihre IT-Infrastrukturen und die ihrer Kunden zu verwalten. „Nicht umsonst wurde der MSP-Markt im Jahr 2022 auf 267 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einer geschätzten Wachstumsrate von 13,6 Prozent bis 2030.“

Angepasstes Partnerprogramm

Solarwinds-Partner werden in einem angepassten Partnerprogramm auf die KI- und Observability-Zeiten getrimmt. Als organisatorische Klammer dient das angepasste „SolarWinds Transform Partner Program“. Der Manager erläutert, dass das Programm den MSP-Partnern dabei helfe, die digitale Transformation bei deren Kunden durch einfache, sichere und KI-gestützte Lösungen zu beschleunigen.

Auf der Agenda stehen außerdem „Verbesserungen der Partnerstufen und -vorteile, die Einführung von Halbjahreszielen, neue Umsatzpools, profitable Differenzierung und vieles mehr“, verrät der EMEA-­Vertriebsleiter. Auch an Cloud-Marktplätzen wird derzeit gewerkelt.

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