„Simply Talent“-Studie von Oracle

Motivierte Mitarbeiter bringen den Erfolg

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Zu wenig Anerkennung

Die Befragten formulierten klar, was sie sich von Personalabteilung und anderen Stakeholdern im Unternehmen wünschen. 53 Prozent erwarten eine stärkere Anerkennung der eigenen Leistung durch direkte Vorgesetzte. In Deutschland liegt der Anteil sogar bei 60 Prozent, dem höchsten Wert überhaupt im europäischen Vergleich. Ein Anzeichen dafür, was Lob und Ermutigung hierzulande für Mitarbeiter bedeuten.

Jeder dritte (35 Prozent) Befragte insgesamt würde größeres Engagement aus der transparenteren Darstellung des eigenen Anteils am Unternehmenserfolg ziehen, fast genauso viele (34 Prozent) schöpfen Motivation aus der Möglichkeit, an spannenden Projekten mitzuwirken. Der eigene Beitrag am Unternehmenserfolg wird allerdings oftmals gar nicht gewürdigt: In 32 Prozent der Fälle bleibt eine Anerkennung individueller Leistungen vollkommen aus, auch in Deutschland würdigen gerade einmal 28 Prozent aller Firmen gute Leistungen ihrer Mitarbeiter in irgendeiner Form.

Änderungen des Führungsstils erwünscht

Diese offensichtliche Diskrepanz zwischen Mitarbeiterbedürfnissen und in Unternehmen gelebtem Führungsstil spiegelt sich auch an anderer Stelle in der Untersuchung wider: Fast 56 Prozent der Befragten in Deutschland wünschen sich einen proaktiveren Managementstil von ihren Vorgesetzten und ebenso viele legen besonderen Wert auf einen individuelleren Ansatz bei der Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung.

Ganz besonders jungen Erwachsenen, den sogenannten Millenials, ist der regelmäßige Austausch mit ihrem Chef und konstantes Feedback wichtig. Zwar scheint im Umgang mit dieser Altersgruppe bereits ein Umdenken stattgefunden zu haben − bereits 44 Prozent geben insgesamt an, regelmäßige von ihren Vorgesetzten Rückmeldung zu erhalten − dennoch wünschen sich 79 Prozent der befragten Millenials einen stärkeren Fokus auf ihre individuellen Entwicklungsmöglichkeiten. Weiterbildungsmöglichkeiten, ebenso wie transparente Karrierepfade, spielen eine enorme Rolle bei der Bindung dieser wichtigen Generation an das eigene Unternehmen.

Aber gerade diese partnerschaftliche, unterstützende Rolle zuständiger Stellen kommt vielerorts zu kurz: Vier von zehn Befragten gaben an, stets selbst mit Problemen auf ihren Arbeitgeber zugehen zu müssen. Lediglich 32 Prozent der deutschen Studienteilnehmer fühlt sich von ihren Arbeitgebern verstanden und in ihrer Individualität akzeptiert. Mehr als die Hälfte kritisieren Stil und Form der Rückmeldung ihrer Vorgesetzten. Nur 11 Prozent werden regelmäßig vom Arbeitgeber zur Befindlichkeit befragt (einmal im Monat oder häufiger).

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