Cloud-Partnerprogramm Mittelstands-ERP von Sage aus der Cloud

Von Dr. Stefan Riedl

Eine Umorganisation soll den Channel stärken, heißt es aus dem Unternehmen. Ein Cloud-ERP befindet sich in der Entwicklungspipeline und ISVs sollen eine wichtige Rolle spielen. Die Zentraleuropa-Chefetage von Sage lässt sich in die strategischen Karten blicken.

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Auch bei Sage wird das Thema Cloud groß geschrieben.
Auch bei Sage wird das Thema Cloud groß geschrieben.
(Bild: supamas - stock.adobe.com)

Christoph Stoica, Geschäftsführer Zentraleuropa, Sage
Christoph Stoica, Geschäftsführer Zentraleuropa, Sage
(Bild: Sage)

Für den Channel-Bereich wurde ein neues Ressort in der Sage-Geschäftsführung aufgemacht. Das unterstreicht die zentrale ­Bedeutung dieses Absatzkanals, sagt Christoph Stoica, Geschäftsführer Zentraleuropa bei Sage.

Björn Urban, Channel Director Zentraleuropa, Sage
Björn Urban, Channel Director Zentraleuropa, Sage
(Bild: Sage)

Verantwortlich für das Ressort ist Björn ­Urban, der Channel Director Zentraleuropa des Unternehmens, der sich künftig um „Strategie, Enablement der Partner, Events, ­Akquise, ISVs, Allianzen, aber auch Professionell Services“ kümmern wird. Bis dato waren alle Channel-relevanten Themen innerhalb der verschiedenen Produktbereiche angesiedelt. Eine zentrale Anlaufstelle soll zu mehr Effizienz führen. Zudem sollen die hauseigenen Professional Services von Sage künftig stärker dafür eingespannt werden, den Partnern im Rahmen ihrer eigenen Projekte Fachwissen zu vermitteln.

Cloud-native ERP-Lösung

Die Umorganisation geht einher mit einem wichtigen Projekt: Ende 2022 oder Anfang 2023 soll eine komplett neue Cloud-native ERP-Lösung für den Mittelstand auf den Markt zu kommen.

Stoica denkt strategisch und hat den ­Gesamtmarkt im Blick: „Die Transformation bewegt sich eindeutig hin zu mehr Cloud. Wir gehen auf Basis von Analystendaten davon aus, dass gegen 2025 der Großteil der Kunden Cloud-Produkte bevorzugt.“ Letztendlich werde es aber der Markt vorgeben, wie stark beziehungsweise schnell die Cloud das On-Premises-Umfeld verdrängen wird.

Branchenspezifika sind entscheidend

Im ERP-Umfeld spielen Branchenspezifika eine große Rolle, weiß Urban. „Angesichts des Trends im Markt, dass Anwender verstärkt auf Cloud-basierte Systeme umsteigen, liegt ein wesentlicher Schlüssel für die Cloud-Readiness vor diesem Hintergrund bei den Zusatz- und Branchenlösungen von ISVs, die über den Marketplace verfügbar sind und über APIs integriert werden.“ Das Ökosystem in diesem Umfeld bewege sich derzeit aber vor allem noch in der On-­Premises-Welt.

Eines von Urbans Zielen besteht deshalb darin, auch bei Zusatz- und Branchen­lösungen verstärkt auf Cloud-basierte ­Bereitstellung zu setzen.

Partner mit Cloud-Ambitionen

Ein Cloud-Partnerprogramm ist derzeit in der Mache. „Unsere bestehenden Partner sind eingeladen, mit uns den Weg in die SaaS-Welt zu gehen; wir suchen aber auch neue Partner, die bereits voll in der Cloud angesiedelt sind“, sagt der Channel-Chef.

Ein Paradebeispiel wäre ein Partner, der sich bislang ausschließlich auf Salesforce konzentriert hat, sein Portfolio nun aber etwa um Cloud-basierte Anwendungen im ERP-Bereich ergänzen will.

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