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Mitarbeitervertrauen in Krisenzeiten

| Autor: Heidemarie Schuster

Die aktuelle Coronakrise stellt das Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Chefs auf die Probe.
Die aktuelle Coronakrise stellt das Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Chefs auf die Probe. (Bild: Alex - stock.adobe.com)

Die Krise rund um Covid-19 stellt Unternehmen und Mitarbeiter vor große Herausforderungen: Homeoffice, Kinderbetreuung, Ungewissheit... Eine Schlüsselrolle fällt dabei den Führungskräften zu. Vorgesetzte, die in der Vergangenheit eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufgebaut haben, sind in Krisenzeiten klar im Vorteil, hat eine Umfrage von StepStone ergeben.

In schlechten Zeiten braucht es auch mal gute Nachrichten: Sieben von zehn Beschäftigten in Deutschland (69 Prozent) sind der Meinung, dass ihr Chef ihnen vertraut und 71 Prozent gaben an, ein gutes Verhältnis zu ihrer Führungskraft zu haben. Das sind Ergebnisse der StepStone-Studie „Deutschland und seine Chefs“. Dafür wurden rund 3.500 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 1.500 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Vertrauensverhältnis zahlt sich in Krisenzeiten aus

Von den befragten Managern gaben sogar 92 Prozent an, ihren Mitarbeitern zu vertrauen. „Arbeitnehmer, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Entscheidungen zu treffen, kommen mit der aktuellen Situation nicht nur besser zurecht – sie arbeiten wahrscheinlich auch produktiver“, sagt Dr. Anastasia Hermann, Studienleiterin bei StepStone.

Die Studien-Ergebnisse zeigen aber auch, dass Selbst- und Fremdwahrnehmung von Chefs und Mitarbeitern in manchen Bereichen drastisch auseinandergehen. So sind neun von zehn Führungskräften der Meinung, dass sie ihre Mitarbeiter bei Entscheidungen grundsätzlich miteinbeziehen. Von den Mitarbeitern geben aber nur 42 Prozent an, tatsächlich mit entscheiden zu können.

Kommunikation ist alles

Mitarbeiter würden sich außerdem gerne intensiver mit der Führung austauschen: Schon unter normalen Umständen wünschen sich 62 Prozent, dass ihr Chef mehr mit ihnen kommuniziert. 51 Prozent sind der Meinung, ihre Führungskräfte sollten sich mehr Zeit für sie nehmen. „In virtuellen Teams ist Kommunikation noch wichtiger. Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein. Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit“, sagt Hermann.

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