Die Cloud-Computing-Strategie des Redmonder Riesen Microsoft legt bei »Office Live Workspace« und »Office Live Small Business« den Turbo ein

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

SaaS, SOA, Web 2.0 - diese Entwicklungen verändern die Welt. Auch den Microsoft-Konzern, der mit »Office Live Workspace« und »Office Live Small Business« irgendwie all diese Einflussfaktoren unter einen Hut bringt.

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Beim Software-Riesen Microsoft weiß man genau, dass immer mehr Applikationen und Arbeitsumgebungen ins Internet wandern. Microsoft reagierte auf die zunehmende Verbreitung kostenfreier Web-Software wie »Google Docs« und »Google Apps«, die dem Softwarekonzern die Desktop-Hoheit streitig machen könnte, indem sich der Konzern die Nutzervorteile herauspickte, aber die vertrieblichen Nachteile nicht übernahm. Konkret bedeutet das: Workspace im Internet ist kostenlos, aber nur von lizensierten Office-Produkten aus zu erreichen.

Office Live Workspace

Das Modell »Microsoft Office Live Workspace«, das in den USA bereits erfolgreich angelaufen ist, kann nun auch von Unternehmens- und Privatkunden in deutscher Version genutzt werden. Die webbasierten Erweiterungen der bekannten Büro-Applikationen von Microsoft ermöglichen es Anwendern, Dokumente jederzeit online abzurufen und Daten mit anderen zu teilen. Damit ist eine kostenlose eCollaboration-Umgebung für den Hausgebrauch für Office-Nutzer jederzeit verfügbar.

Sofern etwaige Datenschutzbedenken nicht überwiegen: Software aus dem Internet, fremdgehostete Workspace-Umgebungen und externe Datenhaltung wird vielerorts eher kritisch beäugt. Man kennt diesen Effekt aus der Zurückhaltung von Firmen, wenn es um Storage-as-a-Service oder generell um Outsourcing bei der Datenhaltung geht. Wichtige Daten behalten Firmen tendenziell doch lieber bei sich. Experten gehen jedoch davon aus, dass das Konzept aufgrund der enormen Verbreitung der Microsoft-Office-Pakete und des hohen Praxisnutzens auch hierzulande großen Anklang finden wird. Getrieben von Privatnutzern aus dem Bildungssegment ist der Schulterschluss zur Zielgruppe »Kleinunternehmen« nicht mehr weit.

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