Interview mit Benq-Chef Oliver Barz

Marktzahlen und Trends bei Projektoren

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ITB: Inwieweit spielen dabei Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanz-Projektoren eine Rolle?

Barz: Diese Projektoren-Typen sind in erster Linie im Education-Segment gesetzt. Es fehlt jedoch die Bereitschaft, in großen Stückzahlen auf den digitalen Einsatz zu setzen. Weniger als zehn Prozent der deutschen Schulen sind heutzutage mit einem Whiteboard oder einer ähnlichen multimedialen, interaktiven Lösung ausgestattet. Es ist Potenzial da, aber der Stein ist bislang noch nicht ins Rollen gekommen. Immer mehr Konsumenten entscheiden sich jedoch für ein Kurzdistanz-Gerät. Wir sind immer Vorreiter gewesen und haben Kurzdistanz aktiv angeboten, beworben und versucht, dem Konsumenten die Vorteile eines Kurzdistanz-Projektors nahe zu bringen. Nachteile, sei es bei der Bildqualität oder der Performance, gibt es nicht. Durch die Raum sparende Projektion hat der Konsument nur Vorteile und kann mittlerweile auch Geräte mit Full-HD-Auflösung kaufen. Mit dem W1080ST waren wir die Ersten, die einen Full-HD-Kurzdistanz-Projektor auf den Markt gebracht haben.

ITB: Produkte sind das Eine, Partner das Andere. Was hat sich hier in den vergangenen Jahren verändert?

Barz: Während der vergangenen vier Jahre haben wir unsere Unternehmensstruktur verändert. Wir operieren was unterstützende Prozesse wie Produktmanagement, Marketing, Controlling, Finanz- oder Personalwesen anbelangt zentral von Oberhausen aus. Die Länder in der DACH-Region und in Benelux konzentrieren sich nur auf das Verkaufen. Paradebeispiele sind Österreich und die Schweiz mit reinen Vertriebsmitarbeitern, aber auch in Deutschland hat das Team um Dominic Mein einzig die Aufgabe, sich um den Vertrieb und den Kontakt zu den Kunden zu kümmern. Das Vertriebsteam hat sich in den vergangenen Jahren konsequent auf den Markt selbst und die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet. Es gibt Ansprechpartner für alle Channel-Bereiche, für Online oder Retail ebenso wie für unsere Fachhandelspartner. Es gibt sogar einen Ansprechpartner für rund 600 Kleinstkunden, der verständlicherweise eher auf Anfragen reagiert als selbst agiert. Kurzum, wir haben uns in der Betreuung sehr stark fokussiert und auch unsere Kunden weiter entwickelt.

ITB: Gute Argumente, um Partner von BenQ zu werden…

Barz: Grundlage für eine solche Entwicklung bildet allerdings ein gutes Produkt. Das hört sich simpel und logisch an, ist aber alles andere als einfach und selbstverständlich. Produkte der Marke BenQ werden innerhalb der BenQ Gruppe entwickelt und gefertigt. Wir wissen somit genau, wo wir stehen und sind bezüglich neuer Technologien hautnah am Markt. Unsere Produkte schneiden in Tests gut ab, was natürlich auch dem Fachhändler beim Verkauf hilft. Der Handel kann aber auch darauf vertrauen, dass wir ihm mit Aktionen, Promotions und Rabatten immer wieder die Hand reichen und ihm die Möglichkeit geben, mit uns Marge zu verdienen. Deshalb haben wir uns auch schon vor vielen Jahren dafür entschieden, dass wir unsere Produkte nach den verschiedenen Kanälen trennen. Wir gewähren dem Partner Rabatte, damit er dadurch auch einmal eine zusätzliche Marge von fünf, zehn oder fünfzehn Prozent erwirtschaften kann. Und es gibt Demo-Programme, die ihren Namen zu Recht tragen. Der Partner erhält nicht nur auf das Demo-Gerät einen Nachlass, sondern zusätzlich auf Folgebestellungen des Gerätes im Aktionszeitraum.

Was Händler und Kunden von BenQ demnächst erwarten können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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