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Angetestet: Dynabook Portégé X30L L wie Leichtgewicht

Autor: Klaus Länger

Gerade mal 828 Gramm bringt das 13,3-Zoll-Business-Notebook Portégé X30L-G von Dynabook auf die Waage – ohne dabei übermäßig dünn zu sein und auf Schnittstellen zu verzichten. Wir haben uns das Leichtgewicht im Hands-on-Test eingehend angesehen.

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Dynabook setzt beim Portégé X30L-G-10H ein sehr helles aber trotzdem sparsames IGZO-Panel von Sharp mit 13,3-Zoll-Diagonale und Full-HD-Auflösung ein.
Dynabook setzt beim Portégé X30L-G-10H ein sehr helles aber trotzdem sparsames IGZO-Panel von Sharp mit 13,3-Zoll-Diagonale und Full-HD-Auflösung ein.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Bei der ersten Präsentation des Dynabook Portégé X30L sollen Händler, die das Gerät in die Hand bekommen haben, davon ausgegangen sein, dass es sich noch um ein leeres Gehäuse handelt, da es so leicht ist. Diese Geschichte wird jedenfalls seitens Dynabook kolportiert. Tatsächlich erstaunt das niedrige Gewicht des Geräts. Unsere Waage zeigt 828 Gramm an, da es mit 17,9 mm nicht so extrem dünn ist wie einige andere sehr leichte Notebooks. So bietet das Portégé X30L neben einem USB-C-Port mit Ladefunktion und DisplayPort noch weitere Schnittstellen, die etwas mehr Platz benötigen: Zwei USB-Typ-A-Buchsen, einen HDMI-Ausgang und sogar eine RJ45-Buchse für den integrierten Gigabit-LAN-Controller. Ein Einschub für Micro-SD-Karten und eine herkömmliche Netzteilbuchse sind ebenfalls vorhanden. Ein Thunderbolt-3-Controller fehlt dem X30L, laut Dynabook aus Gewichtsgründen. Daher wartet das Gerät durchgehend nur mit USB 3.2 Gen1 auf. Als WLAN-Controller dient ein Intel Wi-Fi 6 AX200. Er unterstützt den schnellen 802.11ax-Standard und zudem Bluetooth 5.0. LTE bietet Dynabook für das Portégé X30L nicht an, da das Gerät sonst die 900-Gramm-Grenze überschritten hätte.

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Aufrüstbarer Arbeitsspeicher

In unserem Testgerät, es handelt sich um das Modell Portégé X30L-G-10H, steckt in dem leichten aber robusten Magnesium­gehäuse ein Intel Core i5-10210U als Prozessor. Die Quadcore-CPU gehört zur 14-nm-Comet-Lake-Familie und arbeitet mit 1,6 GHz Basistakt und bis zu 4,2 GHz im Turbo-Modus. Sie ist mit ihrer integrierten Intel-UDH-620-GPU auch für die Grafik zuständig. Eine vPro-Unterstützung bietet der Core i5 nicht. Bei normaler Office-Nutzung arbeitet das Portégé praktisch lautlos, der Lüfter ist erst bei hoher Last deutlich zu hören. Die Anwendungsperformance liegt mit 4.553 Punkten im PCMark10 etwas über der mit vergleichbaren Core-CPUs der achten Generation. Für den typischen Business-Einsatz reicht sie jedenfalls sehr gut aus, auch wenn der Arbeitsspeicher mit acht GB DDR4-SDRAM nicht übermäßig großzügig bemessen ist. Allerdings lässt sich der aufgelötete Speicher leicht durch ein zusätzliches Speichermodul erweitern, sobald man den Gehäuseboden nach dem Lösen von elf Schrauben abgenommen hat. Der gleichfalls verschraubte Akku ist dann ebenso leicht zugänglich. Für die 256 GB große Toshiba-M.2-SSD gilt das nicht: Sie sitzt auf der anderen Seite des Mainboards. Mit einer sequenziellen Leserate von 1.524 MB/s liefert sie eine sehr gute Leistung.

Helles IGZO-Display mit Full-HD-Auflösung

Die Akkulaufzeit, gemessen mit PCMark 8 und aktiviertem Eco-Modus, reicht mit 5 Stunden 22 Minuten im Dauerbetrieb für einen Arbeitstag gut aus, da man bei herkömmlicher Arbeit vom Doppelten ausgehen kann. Die von Dynabook versprochenen 14,5 Stunden erreicht man aber nur mit sehr dunkel eingestelltem Display. Eben das Full-HD-Display ist einer der Höhepunkte des Portégé X30L. Das von der Konzernmutter Sharp hergestellte IGZO-Panel ist mit 470 Nits sehr hell und trotzdem sparsam. Bei voller Displayhelligkeit läuft das Dynabook immer noch fünf Stunden abseits der Steckdose. Zudem bietet es trotz Entspiegelung eine lebendige Farbdarstellung.

Das Keyboard mit teilweise recht klein bemessenen Tasten bietet ein angenehmes Tippgefühl, das Touchpad ist ebenfalls ­etwas klein geraten. In diesem sitzt ein gut funktionierender Fingerprintreader. Alternativ ist eine schnelle biometrische Anmeldung über die Webcam mit zusätzlichem IR-Sensor möglich.

Fazit: ultraleicht und praxistauglich

Mit einem Preis von 1.799 Euro (UVP) ist das Dynabook Portégé X30L-G-10H gemessen an der Ausstattung ziemlich kostspielig. Allerdings gilt bei Notebooks generell die Maxime „Je leichter, desto teurer“. Und das Portégé X30L ist eben extrem leicht. Da es mit relativ vielen Schnittstellen trotzdem praxistauglich ist, über ein robustes verschraubtes Gehäuse verfügt und auch noch eine lange Akkulaufzeit bietet, ist das federleichte Portégé sein Geld wert.

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 Klaus Länger

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Redakteur