Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Handy-Reparatur Komsa wird zum Dienstleistungs-Distributor
Mittlerweile macht der Anteil der Dienstleistungen bei TK-Distributor Komsa ein Drittel des Angebots aus, Tendenz steigend. Im CeBIT-Pavillion machte gestern auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel Halt, um sich ein Bild vom umfassenden Portfolio des Unternehmens zu machen.
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Die sächsische Komsa steht nicht einfach nur für TK-Distribution. Mehr und mehr wird sie zum Dienstleister in der ITK-Branche. Die Auslagerung der Abteilung »Data Voice« in eine eigene Systemhaus-Tochtergesellschaft war nur ein Schritt in diese Richtung. »Wir bieten unseren Kunden umfangreiches Outsourcing an«, erklärt Katja Förster, Unternehmenssprecherin bei Komsa. »Von der Produktveredelung, wie beispielsweise das Zusammenstellen von Bundles, über Logistik und Aftersales mit Hotline und Reparatur-Service.«
Mittlerweile betrage das Verhältnis der Dienstleistungen im Vergleich mit der Distribution eins zu zwei. »Dieser Anteil wird auch noch wachsen, schätzungsweise auf 50 Prozent«, fährt Förster fort. Einer der namhaften Kunden ist Telekom-Tochter Congstar. Das Produkt wird online verkauft, bei Komsa dann gebündelt und anschließend entweder an den Endkunden oder das Ladengeschäft versendet.
Trotz der Ausrichtung auf das Dienstleistungsgeschäft ist der TK-Distributor nach wie vor bei den Händlern beliebt. Laut einer Gfk-Studie belegt Komsa bei der Frage nach den Top-3-Lieferanten im TK-Segment Platz eins mit einem Anteil von 40 Prozent, bei der Frage nach dem absoluten Toplieferanten erhielten die Hartmannsdorfer ebenfalls die meisten Stimmen mit 20 Prozent aller Nennungen.
2007 schloss der Distributor mit rund 700 Millionen Euro Umsatz ab. Das ist ein Wachstum von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. »Auch für 2008 liegt unsere Zielvorstellung im zweistelligen Prozentbereich bei der Umsatzsteigerung«, so Förster.
Recht aufgeregt war das Komsa-Team am Dienstagmorgen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel im Pavillon 34 zu Besuch kam. »Unser Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer Gunnar Grosse hatte Frau Merkel einfach schriftlich eingeladen«, so die Unternehmenssprecherin. »Ein bisschen Kanzler-Erfahrung hatten wir ja schon, denn 2003 war Gerhard Schröder bei uns zu Besuch. Auf vielen Bildern sieht man Frau Merkel immer mit einem oder zwei Handys in der Hand, wenn sie entsprechende Firmen besucht. Wir dachten, wir machen etwas anderes und bauen einen Reparaturplatz auf.«
Fortbildungsstrategie gegen Fachkräftemangel
Dort demonstrierte Matthias Wanke, Reparaturleiter der Komsa-Tochter W-Support.com, wie ein Handy auf Platinen-Ebene instand gesetzt wird. Zudem erklärte Grosse, dass für derart komplexe Reparaturen gut ausgebildete Mitarbeiter gebraucht werden. Der Vorstandsvorsitzende unterstrich die Bedeutung der Aus- und Fortbildungsstrategie, die der TK-Distributor verfolge: Ziel sei es, jedem Mitarbeiter einen Weiterbildungstag pro Woche zu ermöglichen. Somit versuche das sächsische Unternehmen, dem Fachkräftemangel, der durch den demografischen Wandel verstärkt wird, aktiv entgegenzuwirken.
Zum Schluss ihres Besuches bei Komsa ließ es sich die Bundeskanzlerin nicht nehmen, selbst durch das Reparaturmikroskop zu blicken.
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