Gründer mit 83 Jahren verstorben Komsa verabschiedet sich von Gunnar Grosse

Von Michael Hase

Der Vorstand und die Mitarbeitenden von Komsa trauern um ihren Gründer und langjährigen CEO. Gunnar Grosse, der den Distributor zum Branchenführer gemacht hat, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Für die Hartmannsdorfer war er weit mehr als ein Unternehmenslenker.

Komsa-Gründer Gunnar Grosse ist im Alter von 83 Jahren verstorben.
Komsa-Gründer Gunnar Grosse ist im Alter von 83 Jahren verstorben.
(Bild: Wolfgang Schmidt / Bildreporter)

„Wir sind unendlich traurig, dass Gunnar Grosse nicht mehr bei uns ist!“ Mit diesen Worten teilt Pierre-Pascal Urbon, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Komsa-Gruppe, den Tod des Firmengründers mit. Der in Schweden geborene Unternehmer, der den sächsischen Distributor aufgebaut und als CEO zum Branchenführer im deutschen TK-Markt entwickelt hat, ist am 12. Januar im Alter von 83 Jahren verstorben. „Mit Gunnar verlieren unser Unternehmen und unsere Branche einen ihrer bedeutenden Wegbereiter. Gunnar war ein sehr eindrucksvoller Mensch, er war voller Weitsicht, Mut, Energie und Entschlossenheit, die Dinge anzupacken. Er war Vorbild und für viele auch ein guter Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Er wird uns sehr fehlen."

Nach einer erfolgreichen Karriere als Unternehmer und Topmanager in Schweden startete Grosse mit Anfang 50 noch einmal ganz neu. So zog es ihn nach dem Mauerfall in Deutschland zu seinen familiären Wurzeln. In Hartmannsdorf bei Chemnitz übernahm er einen alten Bauernhof, den seine Familie über Generationen bewirtschaftet hatte, und gründete 1992 gemeinsam mit Jürgen Unger und zwei weiteren Mitstreitern den Distributor Komsa.

Von ersten Rückschlägen im Sachsen der Nachwendezeit ließ sich Grosse nicht entmutigen und bewies Durchhaltevermögen. „Wo andere längst aufgegeben hätten, legte Gunnar mit viel Kreativität und unternehmerischem Mut erst richtig los“, blickt Urbon zurück. „Dieser Ansporn, Lösungen zu finden, wo es vorher keine gab, ist heute fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Seine unermüdliche Kraft wird uns auch in Zukunft in allem, was wir tun, inspirieren.“

Ungebrochene Neugier

Erst im vergangenen Jahr leiteten Grosse und Mitgründer Unger, die sich 2017 nach 25 Jahren an der Spitze der Organisation aus dem Vorstand zurückgezogen hatten, die nächste Entwicklungsstufe des Unternehmens ein. So wollen die Hartmannsdorfer künftig gemeinsam mit der britischen Westcoast-Gruppe den größten privaten Distributor für globale ITK-Marken in Europa formen, wie sie im vergangenen Oktober ankündigten. „Bis zuletzt hat Gunnar seine Erfahrung und sein ganzes Wissen in die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe eingebracht", so Urbon weiter. Ungebrochen sei auch seine Neugier auf neue technologische Entwicklungen gewesen.

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