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Studie „State of Inbound“

Kluft zwischen Mitarbeitern und Führungskräften

| Autor: Sarah Böttcher

Vor allem im Unternehmensbereich Marketing und Sales ist die Kluft zwischen der Chefetage und den Mitarbeitern groß.
Vor allem im Unternehmensbereich Marketing und Sales ist die Kluft zwischen der Chefetage und den Mitarbeitern groß. (Bild: Mike Watson/ stock.adobe.com)

Die Studie „State of Inbound“ von Hubspot offenbart deutliche Brüche zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Vor allem in der DACH-Region ist die Kluft zwischen der Wahrnehmung der Chefetage und den Mitarbeitern groß.

Fehleinschätzungen, Mitarbeiterunzufriedenheit und Kundendistanz sind Gefahren, die durch das Phänomen „Executive Isolation“ auftreten können. Dieses Phänomen beschreibt eine Kluft die sich zwischen Führungskräften und deren Mitarbeitern besteht sowie die informative und häufig auch soziale Abgeschiedenheit der Chefetage vom Rest der Belegschaft.

Die Hubspot-Studie belegt diesen Bruch im Bereich Marketing und Sales. Während des Studienverlaufs zeigte sich, dass diese Isolation der Führungskräfte mit der Größe der Unternehmen in Verbindung steht. Umso größer das Unternehmen, desto größer ist die beschriebene Kluft. Zudem ergab die Studie, dass je weiter an der Spitze der Unternehmensführung sich eine Person befindet, desto eher fehlt ihr der Einblick in die alltägliche Arbeitswirklichkeit der Mitarbeiter und letztlich auch in die Kundenbedürfnisse. Auf der Führungsseite kann das zu Fehleinschätzungen führen und schlimmstenfalls den Erfolg des Unternehmens gefährden. Die Mitarbeiterseite wiederum kann sich von der Einsicht in strategische Entwicklungen ausgeschlossen fühlen. Die Frustration lässt hier, Hubspot zufolge, nicht lange auf sich warten.

„Die ‚Executive Isolation‘ kann für Unternehmen eine ernsthafte Bedrohung werden. Wenn das Management nicht weiß, was Mitarbeitern Probleme bereitet, kann es sie auch nicht beheben und die Arbeitsabläufe an der richtigen Stelle straffen,“ so Inken Kuhlmann, Senior Manager, Growing Markets bei Hubspot.

Entstehung der „Executive Isolation“

Die Isolation der Geschäftsleitung ist eine Folge der hierarchischen Unternehmensstruktur, so Hubspot. „Die Kommunikationsstrukturen bei Unternehmen in DACH scheinen häufig, noch sehr hierarchisch zu verlaufen und nicht immer allen Unternehmensangehörigen die gleichen Einsichten zu gewähren – mit negativen Auswirkungen sowohl für die Unternehmensleitung wie die Mitarbeiter. Um der ‚Executive Isolation‘ entgegenzuwirken, sollten Unternehmen auf eine transparentere Unternehmenskultur und Maßnahmen zum Aufbrechen von starren Strukturen setzen,“ erläutert Christian Kinnear, Managing Director EMEA bei Hubspot, die Situation.

Meist werden diese Brüche durch den Mangel an Verständnis und Kommunikation ausgelöst. Den Führungskräften fehlt der Einblick in den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter und den Mitarbeitern fehlt der Einblick in die strategische Vorgehensweise der Chefetage. Es folgen Un-, aber auch Missverständnisse auf beiden Seiten.

Unterschiedliche Wahrnehmung

Im Bereich Marketing und Sales treten beispielsweise bei der Frage, wo beste Leads generiert werden können, unterschiedliche Einschätzungen auf. Während Führungskräfte auf Vorstandsebene der Meinung sind, dass vor allem Empfehlungen wertvoll seien (43 Prozent), bewerten Mitarbeiter die Recherche durch das Vertriebsteam (46 Prozent) als beste Quelle.

Kluft in der DACH-Region besonders groß

Gerade bei den Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich, dass die Kluft zwischen der Wahrnehmung von Top-Management und Mitarbeitern größer als im internationalen Vergleich ist. Exemplarisch sieht man dies an der Frage nach der Effektivität der Marketing-Strategie: Während in der DACH-Region 77 Prozent der Führungskräfte auf Vorstandsebene die eigene Strategie als wirkungsvoll bewerten, teilen diese Einschätzung nur 51 Prozent der Mitarbeiter – das belegt eine Differenz von 26 Prozentpunkten. Die globalen Werte hingegen zeigen einen Wahrnehmungsunterschied von nur 14 Prozentpunkten. Die Gründe können vielseitig sein: Laut Hubspot haben entweder Unternehmensleitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mitunter ein verklärtes Bild oder sie schaffen es nicht, die Resultate und Erfolge der Marketing-Strategie mit den Mitarbeitern zu teilen. In jedem Fall, so Hubspot, müssen deutliche Lücken in der Unternehmenskommunikation dieser Diskrepanz zugrunde liegen.

Zur Studie

Die neunte Ausgabe der Studie des jährlichen „State of Inbound“ dokumentiert das Phänomen der „Executive Isolation“ im Bereich Marketing und Vertrieb anhand von 6.399 internationalen Umfrageteilnehmern und zeigt, wo die größten Diskrepanzen liegen.

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