ServiceNow baut Plattform für KI-Steuerung aus KI-Agenten im Griff: ServiceNow zeigt neue Plattform

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Auf der Knowledge 2025 in Las Vegas hat ServiceNow seine neu entwickelte KI-Plattform vorgestellt. Sie soll alle KI-Agenten, Modelle und Workflows eines Unternehmens zusammenführen – unabhängig vom Anbieter. Mit an Bord: Partner wie Nvidia, Microsoft und Google.

Auf der Knowledge 2025 zeigt ServiceNow eine Plattform zur Steuerung aller KI-Agenten und Workflows – mit Partnern wie Nvidia und Microsoft.(Bild:  ServiceNow)
Auf der Knowledge 2025 zeigt ServiceNow eine Plattform zur Steuerung aller KI-Agenten und Workflows – mit Partnern wie Nvidia und Microsoft.
(Bild: ServiceNow)

ServiceNow hat auf seiner Knowledge 2025 in Las Vegas mehrere Neuerungen vorgestellt, die den unternehmensweiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) voranbringen sollen. Im Zentrum steht eine neu entwickelte Plattform, die verschiedene KI-Systeme und -Agenten über Anbietergrenzen hinweg orchestriert. Laut Unternehmen vereint sie Datenintegration, Workflow-Steuerung und agentenbasierte KI auf einer Oberfläche.

Die Plattform ist nach Unternehmensangaben für das Zeitalter agentischer KI konzipiert. Diese Form der KI basiert auf autonomen Software-Agenten, die Aufgaben nicht nur ausführen, sondern auch koordinieren, priorisieren und optimieren können. ServiceNow spricht von einer Infrastruktur, die alle eingesetzten KI-Elemente – unabhängig vom Hersteller – miteinander verknüpft und zentral steuert.

Zentrale Steuerung mit dem AI Control Tower

Ein zentrales Element der Plattform sei der sogenannte AI Control Tower. Diese Komponente überwacht und verwaltet sämtliche KI-Agenten, Modelle und Workflows innerhalb eines Unternehmens. Sie soll für Transparenz sorgen, Risiken minimieren und Compliance-Anforderungen abdecken.

Nach Angaben von ServiceNow lässt sich der Control Tower in bestehende Governance- und Sicherheitsrichtlinien einbinden. Dashboards bieten Einblick in Leistung, Produktivität und den geschätzten Beitrag der KI zum Geschäftserfolg.

Kommunikation zwischen Agenten: AI Agent Fabric

Neben dem Control Tower präsentierte ServiceNow mit „AI Agent Fabric“ ein Kommunikationsprotokoll für KI-Agenten. Anders als klassische Schnittstellen ermögliche es den direkten Austausch von Kontextinformationen zwischen Agenten – auch von Drittanbietern. Unterstützt werden unter anderem Protokolle wie MCP (Model Context Protocol) und A2A (Agent2Agent).

Mehrere Partner, darunter Adobe, IBM, Google, Microsoft und Zoom, wollen eigene Agenten über diese Fabric-Technologie integrieren. Das System erweitert zudem die Funktionalität der Workflow Data Fabric, einer Datenschicht, die strukturierte und unstrukturierte Daten unternehmensweit verfügbar macht.

Neues CRM mit autonomen KI-Agenten

Ebenfalls neu sei eine überarbeitete CRM-Lösung. ServiceNow bündele Vertrieb, Auftragsabwicklung und Kundenservice auf einer Oberfläche – ergänzt durch KI-Funktionen. Die Software unterscheidet sich von klassischen CRM-Systemen, indem sie Prozesse nicht nur dokumentiere, sondern aktiv ausführe.

Nach Angaben des Unternehmens arbeiten die neuen CRM AI Agents autonom: Sie beantworten Anfragen, koordinieren Vorgänge und übergeben nur komplexe Fälle an menschliche Kollegen. Bereits heute sollen diese Agenten rund 37 Prozent aller Kundenanfragen automatisch beantworten.

CRM ist aktuell der am stärksten wachsende Workflow-Bereich bei ServiceNow. Laut eigenen Zahlen liegt der jährliche Vertragswert bei 1,4 Milliarden US-Dollar, mit einem Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Partnerschaft mit Nvidia

Besonderes Augenmerk lag auch auf der vertieften Kooperation mit Nvidia. Gemeinsam haben beide Unternehmen das neue Apriel Nemotron 15B entwickelt, ein Open-Source-Modell für Entscheidungsfindung und Schlussfolgerungen. Trainiert wurde es mit branchenspezifischen Daten von ServiceNow und Nvidia auf der DGX Cloud von AWS.

Das Modell ist laut Unternehmen auf niedrige Latenz, geringe Inferenzkosten und hohe Skalierbarkeit ausgelegt. Es soll insbesondere in agentischen Workflows eingesetzt werden. Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch die Integration von Nvidia-NeMo-Microservices in die Workflow Data Fabric. So entsteht laut ServiceNow ein geschlossener Lernkreislauf für kontinuierliche Modellverbesserung – ein sogenanntes „Data Flywheel“.

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