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IT-Executive Summit 2020

Kaspersky: Die digitale Zukunft braucht digitales Vertrauen

| Autor: Michael Hase

Christian Milde steht seit diesem Jahr als General Manager an der Spitze von Kaspersky in der DACH-Region.
Christian Milde steht seit diesem Jahr als General Manager an der Spitze von Kaspersky in der DACH-Region. (Bild: Kaspersky)

Digitales Vertrauen ist eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung. Davon ist Christian Milde, DACH-Chef bei Kaspersky, überzeugt. Der Manager sieht darin eine Chance für den Channel. Kaspersky unterstützt den IT-Executive Summit 2020 als Sponsor.

Worin liegen die Chancen der Digitalisierung für die stark mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft?

Milde: In den vergangenen Jahren gab es kein Geschäftsgespräch, ohne dass jemand die Worte „Digitale Transformation“ verwendet hätte. Ein wesentlicher Aspekt der Digitalisierung ist jedoch das digitale Vertrauen, das Vertrauen in die Fähigkeit einer Organisation oder eines Unternehmens, digitale Daten zu schützen, sie sicher zu verwahren und mit ihnen integer und verantwortungsbewusst umzugehen. Vertrauen ist alles. Wenn man private Daten von Menschen missbraucht, verliert oder preisgibt, ist auch der Verlust ihres Vertrauens nicht weit – gefolgt von Einnahmen, Marktanteilen und letztlich dem guten Ruf. Und Letzterer ist die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen, vor allem im deutschen Mittelstand. Digitales Vertrauen ist somit ein entscheidender Faktor und zugleich eine Chance für den langfristigen Geschäftserfolg in einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt.

Ein Security-Anbieter hat stets auch die Risiken im Blick, die sich aus der zunehmenden Vernetzung ergeben. Wie sollten Unternehmen damit umgehen?

Milde: Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, sind der Meinung, dass sie kein interessantes Ziel für Cyberkriminelle darstellen. Ein Drittel der kleinen Unternehmen von bis zu 50 Mitarbeitern, so die Ergebnisse einer aktuellen Kaspersky-Umfrage, hat kein zentralisiertes Cybersicherheitsmanagement. Darüber hinaus fehlt es vielen, auch größeren Unternehmen, an Fachpersonal beziehungsweise an IT-Sicherheitsexpertise. Deshalb sollten Entscheider darauf achten, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und eine für ihre ­Belange dedizierte Sicherheitslösung einzusetzen. Zusätzlich sollte man bedenken, dass viele Sicherheitsvorfälle auf die Belegschaft zurückzuführen sind. Klickt ein Mitarbeiter auf einen infizierten Anhang oder gibt Daten auf einer Phishing-Seite ein, hilft auch keine Sicherheitslösung. Daher sollten alle Mitarbeiter, gleichgültig ob sie in der Produktion oder im Backoffice arbeiten, regelmäßig in Sachen Cybersicherheit geschult werden.

Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für Partner von Kaspersky? Und welche Skills brauchen sie dafür?

Milde: Der IT-Sicherheitsmarkt bietet Vertriebspartnern aus Distribution, Fach- und Systemhandel nach wie vor immenses Umsatzpotenzial. Aus dem aktuellen IT-Security Economics Report von Kaspersky geht hervor, dass 33 Prozent der international befragten großen sowie 27 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen mehr in Security-Software investieren. Channel-Partner haben demnach die große Chance, sich bei ihren Kunden einerseits als IT-Sicherheitsprofis zu positionieren, um die Expertenlücke von außen zu füllen, und andererseits die im Unternehmen tätigen Security-Teams mit den passenden Lösungen, Services und mit Fachwissen zu versorgen. Unternehmen lagern Dienstleistungen oft deshalb aus, weil es ihnen intern an Ressourcen oder Expertise mangelt. Daher ist es wichtig, dass Partner ­ihren Kunden als vertrauenswürdige Berater verlässlich zur Seite zu stehen und mit einem umfangreichen Lösungsportfolio dabei helfen, ihre Sicherheit zu gewährleisten. Aufgrund der zunehmenden Komplexität der Cyberbedrohungen und der branchenspezifischen Anforderungen sind zertifizierte Lösungsspezialisierungen seitens der Partner nötig. Daher haben wir ­Anfang vergangenen Jahres unser Partnerprogramm „Kaspersky United“ aktualisiert. Wir bieten Vertriebspartnern nun die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Bereichen als Fachpartner zu qualifizieren und diese zusätzlichen Fachkenntnisse und Qualifikationen zu monetarisieren.

Ein großer Trend sind aktuell Managed Security Services. Inwiefern profitieren Managed Service Provider (MSPs) von der Partnerschaft mit Kaspersky?

Ergänzendes zum Thema
 
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Zur Person

Milde: Laut einer Kaspersky-Studie unter MSPs überlässt ein Drittel der Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern das IT-Sicherheitsmanagement externen Dienstleistern. 21 Prozent planen diesen Schritt in den kommenden zwölf Monaten. 74 Prozent der Befragten betrachten IT-Sicherheitsexpertise als Schlüsselqualifikation ihres MSP-Partners. In diesem Trend liegt enormes Geschäftspotenzial. Das Kaspersky-Programm für MSPs bietet ihnen spezielle Produkte, Trainings und Schulungsmaterialien sowie ein breites Lösungs- und Support-Portfolio, das sowohl On-Premises- als auch Cloud-Lösungen bereitstellt – vom Endpoint-Schutz über hybride Cloud-Sicherheit bis hin zu E-Mail- und Web-Security. Zudem ist das Kaspersky-Portfolio in Plattformen für Remote Monitoring & Management (RMM) sowie Professional Services Automation (PSA) integrierbar, wodurch sich Routineaufgaben automatisieren lassen. Das Programm sieht darüber hinaus Marketingunterstützung und finanzielle Vorteile für alle Partner vor.

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