Warum sollte das MSP-Geschäft nicht ebenso lukrativ sein, wie das von externen Dienstleistern wie Steuerberater oder Anwälte. Bei Kaseya wurde diese Frage auf einer Hausmesse gestellt. Verschiedene Schritte sollen nun den Profit für Managed Service Provider maximieren.
Managed Service Provider sollen ihr Knowhow besser in bare Münze verwandeln können.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Auf dem hauseigenen MSP-Event, der DattoCon in Miami, verkündete Kaseya, wo die Reise hingeht: So wurde die neue Lösung „Kaseya 365 User“ präsentiert, die das erst im April vorgestellte „Kaseya 365 Endpoint“ ergänzt. Thema war auch die Akquisition von „SaaS Alerts“ und die Integration der Technologie des übernommenen Unternehmens.
Vergleich mit Anwälten und Steuerberatern
Dermot McCann, Executive Vice President und General Manager EMEA bei Kaseya, formuliert als zentrale Botschaft an den Channel, dass man an die Margen denke. Der Manager rekurriert auf die durchschnittlichen Gewinnmargen der MSPs, die im Rentabilitätsvergleich noch sehr weit von jenen anderer externer Dienstleister wie Anwaltskanzleien oder Steuerberater entfernt sind. Das sei hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedeutung der MSPs für ihre Kunden nicht gerechtfertigt. „Unsere Mission ist es, das zu ändern und die Rentabilität der MSPs signifikant zu steigern“, so McCann.
Neuerungen im Portfolio
Dermot McCann, General Manager, Kaseya
(Bild: Kaseya)
Die Vorstellung von „Kaseya 365 User“ sei ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Doch wie grenzt es sich von der Endpoint-Version ab? „‚Kaseya 365 Endpoint‘ wurde speziell für das Management, die Absicherung und das Backup aller Endgeräte entwickelt“, sagt der EMEA-Manager. Mit sieben integrierten Schlüsselkomponenten sollen dafür die Automatisierungs- und KI-Funktionen der Plattform „IT Complete“ von Kaseya genutzt werden.
Nutzer im Fokus
„Kaseya 365 User“ stelle hingegen die Nutzer in den Fokus, um sie vor gezielten Angriffen zu schützen und Wiederherstellungsmechanismen zu bieten. „Kaseya 365 User und Kaseya 365 Endpoint unterscheiden sich also deutlich voneinander, ergänzen sich aber optimal“, findet McCann.
Betrachtet man ihre durchschnittlichen Gewinnmargen, sind MSPs noch sehr weit von der Rentabilität anderer externer Dienstleister wie zum Beispiel Anwaltskanzleien oder Steuerberater entfernt.
Dermot McCann, General Manager, Kaseya
Übernahme von „SaaS Alerts“
Die Übernahme der Firma „SaaS Alerts“ führt zu einer Erweiterung des Portfolios. Das Unternehmen bietet eine SaaS-Security-Plattform für MSPs für Cloud Detection & Response (CDR). „Damit bauen wir unser umfassendes Portfolio weiter aus und investieren in Lösungen, die signifikanten Mehrwert für MSPs bieten“, sagt der Manager.
SaaS Alerts wurde bereits als Teil von Kaseya 365 User integriert und gehört „zu den wichtigsten und wertvollsten Komponenten des neuen Angebots“, so der EMEA-Chef. Mit der Technologie können MSPs potenzielle Bedrohungen für geschäftskritische Anwendungen oder für die Benutzer in SaaS-Umgebungen in Echtzeit im Hinblick auf interne und externe Bedrohungen überwachen, um diese dann in Folge optimalerweise beseitigen zu können.
Unsere Mission ist es, die Rentabilität des Geschäfts unserer Partner zu steigern, indem wir ihnen eine Plattform zur Verfügung stellen, die weitaus mehr KI-basierte Automatisierung bietet, als anderweitig verfügbar ist – und das zu einem Bruchteil der eigentlichen Kosten.
Fred Voccola, CEO Kaseya
KI soll helfen
Auch in Sachen Verwaltung tut sich etwas: „Network Detective Pro“ und „AudIT“ wurden im Kaseya-Universum zu einer Plattform zusammengeführt, die MSPs Audits, Erkenntnisse und Berichte bietet. So können diese nach der Vorstellung des Unternehmens mehr Geschäfte abschließen sowie den Gewinn steigern, indem sie den Wert ihrer IT-Arbeit besser darstellen können. Neue und bestehende Partner erhalten die automatisierten Funktionen von Network Detective Pro in Verbindung mit AudIT ohne zusätzliche Kosten.
Mit neuen KI-Funktionen kommen zudem „Kaseya BMS“ und „Autotask“ daher: Es wurden Möglichkeiten für Techniker etabliert, schneller zu handeln und besser zu kommunizieren. So soll „Smart Ticket Summary“ Zeit beim Durchlesen von Tickets sparen. Bereits durchgeführte Maßnahmen werden dabei zusammengefasst. Ein „Smart Writing Assistant“ versetzt Techniker in die Lage, klare und professionelle Nachrichten an Endbenutzer zu senden, indem das Tool ihr technisches Fachwissen in einfache Kommunikation umwandelt. Die Funktion „Smart Resolution Summary“ erfasst und dokumentiert automatisch Schritte, Aktionen und Ergebnisse, die bei der Lösung von IT-Tickets anfallen, und erstellt eine detaillierte Aufzeichnung für künftige Referenzen. Die Funktionen rationalisieren den Ticketprozess, so dass die Techniker in kürzerer Zeit mehr erledigen.
Die Natur des versprochenen Margen-Turbos liegt also in letzter Konsequenz in optimierten Prozesse durch KI-Integration. Ob sich das im Wettbewerb in bare Münze verwandelt, muss sich erst noch zeigen.
Stand: 08.12.2025
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