MDR hilft Unternehmen, auch mit begrenztem Budget Cyberbedrohungen zu bekämpfen. Channel-Partner können skalierbare Services anbieten und sich als Sicherheitspartner etablieren. Sören Kohls, Channel-Verantwortlicher bei Kaspersky, gibt nähere Einblicke.
Mit der richtigen Technologie und dem richtigen Partner können auch KMU Sicherheit im Unternehmen aufbauen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Jeden Tag neue Risiken – von Cyberangriffen bis zu komplexen Vorgaben: Viele Unternehmen wissen nicht mehr, wie sie ihre IT schützen sollen. Angreifer werden schneller, raffinierter und nutzen KI-gestützte Methoden, um Sicherheitsmechanismen auszuhebeln. Laut Analysen des Security-Anbieters Kaspersky werden täglich über 467.000 neue schädliche Daten entdeckt. Es stellt sich also die Frage: Wie können sie sich ohne großes Budget und eigene Sicherheitsteams gegen diese Bedrohungen schützen? Die Antwort von Kaspersky lautet: Managed Detection and Response (MDR).
In der heutigen Zeit stellt sich nicht mehr die Frage, ob oder wann man angegriffen wird, sondern wie schnell man einen Angriff erkennen kann.
Sören Kohls, Channel-Verantwortlicher, Kaspersky
MDR setzt eine Überwachung rund um die Uhr voraus und dient der aktiven Bedrohungserkennung. Für Sören Kohls, Channel-Verantwortlicher bei Kaspersky, bedeutet das vor allem eines: Geschwindigkeit. „In der heutigen Zeit stellt sich nicht mehr die Frage, ob oder wann man angegriffen wird, sondern wie schnell man einen Angriff erkennen kann. Die Geschwindigkeit, mit der ein Angriff identifiziert wird, ist entscheidend, um schnell und effektiv reagieren zu können und größere Schäden zu vermeiden“, erklärt Kohls im Interview. Seit 2024 ist er Leiter des Channel-Vertriebs in der Region DACH – mit einem klaren Fokus auf MDR-Projekte.
Welchen Mehrwert bringt MDR?
Neben der schnellen Reaktion durch kontinuierliche Überwachung hebt Kohls auch den Einsatz von Threat Intelligence und die aktive Bedrohungssuche hervor. MDR sei ein „Gesamtpaket“, das kein spezialisiertes internes Sicherheitsteam voraussetzt, so Kohls. Bemerkbar mache sich das nicht nur bei der Entlastung vorhandener Ressourcen, sondern vor allem dadurch, dass auch Unternehmen mit begrenztem Budget Zugang zu professionellem Security-Knowhow erhalten.
Dabei sei aber wichtig, dass MDR nicht immer für alle Unternehmen die ideale Lösung darstellt, wie der Channel-Verantwortliche erklärt: „Die Frage ist nicht, welche Lösung das Non-Plus-Ultra ist, sondern welche Lösung zum eigenen Unternehmen und den dort vorherrschenden Anforderungen und Notwendigkeiten passt.“ Natürlich macht es für ein Unternehmen mit einfacher Infrastruktur und wenig Ressourcen kaum Sinn, ausschließlich zu Lösungen wie Extended Detection and Response (XDR) zu greifen. „Das ist eine technologiegetriebene Lösung, die Bedrohungen über verschiedene Sicherheitslösungen hinweg integriert“, führt Kohls an. Für größere Unternehmen mit komplexeren Strukturen bietet eine XDR-Lösung beispielsweise eine umfassendere Analyse und einen deutlich höheren Mehrwert als für KMU.
Hintergrund
Was ist XDR?
Extended Detection and Response (XDR) ist die erweiterte Erkennung von und Reaktion auf Cyberbedrohungen. Dabei kommt meist eine einheitliche Plattform zum Einsatz, die Sicherheitsvorfälle mithilfe von Automatisierungen und Künstlicher Intelligenz (KI) erkennt. Im Gegensatz zu Systemen wie Endpoint Detection and Response (EDR) ist XDR umfassender und bietet einen ausgefeilteren Schutz vor Angriffen. Besonders in Multi-Cloud- und Hybridumgebungen ermöglicht XDR einen deutlich besseren Schutz. MDR kombiniert sowohl EDR als auch XDR in einem gemanagten Service. Die Technologien müssen dabei nicht im Unternehmen selbst betrieben werden, was vor allem KMU ohne eigenes IT-Team erheblich entlastet. MDR-Lösungen arbeiten meist mit einer kleineren Datenbasis und sind weniger tiefgreifend als reine XDR-Plattformen.
Wie Channel-Partner MDR sinnvoll vermarkten können
Doch Technologie allein reicht nicht. Datenschutz, Compliance, Meldepflichten, Monitoring – die Liste der Aufgaben ist lang und erfordert Knowhow, das vielen Unternehmen fehlt. Und dann kommt noch zeitlicher Druck dazu, der sowohl von Gesetzen als auch von den Bedrohungen der Angreifer gefüttert wird. Insbesondere Channel-Partner können hier ansetzen und sich vom reinen Reseller zu einem strategischen Sicherheitspartner weiterentwickeln. „Partner, die hierbei verlässlich unterstützen und damit IT-Entscheidern eine Reihe an Herausforderungen abnehmen können, positionieren sich als unverzichtbare Berater auf Augenhöhe ihrer Kunden.“ Als besonders wichtig für die Channel-Partner nennt Kohls deswegen auch Incident Response und Compliance-Support.
Ein Beispiel für ein solches Angebot liefert Kaspersky selbst: Für die DACH-Region hat Kaspersky das MDR-Angebot mit der Lösung Kaspersky Next Complete Security zuletzt ausgebaut. Die Plattform vereint verschiedene Sicherheitsfunktionen in einem Angebot: Sie schützt Endgeräte, erkennt Bedrohungen und reagiert aktiv auf Sicherheitsvorfälle. Zusätzlich bietet sie Dienste wie Bedrohungsanalysen, Unterstützung bei Sicherheitsvorfällen und Schutz für Cloud-Umgebungen. Das Ziel ist es, Schutz bereitzustellen, ohne eigene Security-Strukturen oder spezialisiertes Fachpersonal vorhalten zu müssen.
Damit alles reibungslos läuft, begleitet Kaspersky die Partner von der Implementierung bis zum laufenden Betrieb – inklusive technischer Beratung und kontinuierlicher Unterstützung. Im Partnerprogramm sind außerdem Schulungen, technische Beratung und Co-Marketing-Maßnahmen mit inbegriffen. „Wir verstehen uns als verlängerte Werkbank für unsere Partner und unterstützen diese und deren Kunden unabhängig von der jeweiligen Unternehmensgröße,“ erklärt Kohls. Partner – besonders im MSP-Modell – können ihren Kunden ein vollständiges Security-Konzept anbieten. Das gelte, laut Kohls, auch bei kleineren Kunden, bei welchen das Budget im Normalfall nicht für ein solches Sicherheitsniveau ausreicht. Der Vorteil für die Partner: Es müssen dafür keine eigenen Spezialisten eingestellt werden und der Service kann skalierbar bereitgestellt werden.
Partner, die hierbei verlässlich unterstützen und damit IT-Entscheidern eine Reihe an Herausforderungen abnehmen können, positionieren sich als unverzichtbare Unterstützer ihrer Kunden.
Sören Kohls, Channel-Verantwortlicher, Kaspersky
Was bringt die Zukunft von MDR für den Channel?
Der Channel-Experte betont, dass das Interesse an MDR auch in den nächsten ein bis zwei Jahren weiterhin stark vorhanden sei. Cyberbedrohungen werden nicht weniger, eher das Gegenteil. KI-gestützte Bedrohungen nehmen zu und damit werden auch Techniken wie Social-Engineering immer raffinierter. „Partner haben die Chance, durch langfristige Servicevereinbarungen und maßgeschneiderte Lösungen stabile, wiederkehrende Einnahmequellen zu schaffen, indem sie Unternehmen helfen, ihre Cybersicherheitsstrategien zu verbessern und an die sich ständig ändernden Bedrohungen anzupassen,“ so Kohls. Laut ihm ist daher mit einer wachsenden Nachfrage nach flexiblen und skalierbaren Sicherheitslösungen zu rechnen – und MDR spiele dabei eine führende Rolle.
Stand: 08.12.2025
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