Schritt für Schritt zum erfolgreichen Projekt – Teil 2

IT in der Schule: Vertriebsargumente und Finanzierungsquellen

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Welche speziellen Anforderungen hat ein Schul-IT-Projekt?

Ein IT-Projekt für die Schule hat im Unterschied zu Industrieunternehmen folgende speziellen Anforderungen:

  • Technologie ist Mittel zum Zweck: Der didaktische Nutzen und pädagogische Anspruch einer Lösung steht im Mittelpunkt.
  • Alles aus einer Hand: Die Lehrerschaft hat genügend mit ihrem pädagogischen Auftrag zu tun. Ein Lösungskonzept sollte daher einem Rundumsorglos-Paket entsprechen.
  • Baukastenprinzip: Eine komplette Schule mit IT ausstatten zu können, zeugt von Kompetenz. Doch oft ist das Budget der Schule nicht groß genug, deshalb sollte das Lösungskonzept problemlos in kleinere Module aufgeteilt werden können.
  • Einfache Handhabung: An der Schule arbeiten keine IT-Spezialisten. Die Hard- und Software eines Projektes muss besonders leicht verständlich und bedienbar sein, um den Lehrern etwaige Hemmungen vor dem Einsatz im Unterricht zu nehmen.

Welche Vertriebsargumente haben sich in der Praxis bereits bewährt?

Von diesen grundsätzlichen Überlegungen ausgehend, können detaillierte Forderungen an ein Lösungskonzept abgeleitet werden. Im Folgenden einige Beispiele, die sich in der Praxis bewährt haben.

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Nichts ist schlimmer für Lehrkräfte als die Vorstellung, dass plötzlich etwas der komplexen unüberschaubaren IT-Welt, die man sich da ins Haus geholt hat, nicht mehr funktioniert. Deshalb ist ein Service- und Wartungsangebot ein Muss für ein Schul-IT-Projekt. Eine schnelle Reaktionszeit des Fachhändlers bei Problemen ist essentiell und sorgt für Beruhigung auf der schulischen Seite. Konzepte zur Ferndiagnose und Fernwartung eines Schulnetzwerkes können hier punkten.

Ebenso ein Muss ist die Absicherung des Schulnetzes nach außen. Web-Filter und Firewall müssen garantieren, dass Schüler zum Beispiel nicht auf gewaltverherrlichende oder pornografische Seiten kommen können. Intern besteht bei den Pädagogen die sicher nicht unbegründete Sorge, dass die Schüler Unfug mit dem PC und Notebook/Netbook treiben können. So sollte das Lösungskonzept einfach zu handhabende (System-) Wiederherstellungsfunktionen enthalten. Rektorin Gasteiger spricht hier aus der Praxis: „Zur Sicherheit werden auch die Grundeinstellungen wiederhergestellt, wenn der PC ausgeschaltet wird. Es ist idiotensicher, aber so muss es ein, sonst wird man seines Lebens nicht mehr froh.“

Einen positiven Eindruck hinterlässt man bei Lehrern und Rektoren, wenn man die Lehr- und Lernprogramme kennt, sie bewerten und begründete Empfehlungen aussprechen kann.

Bei diesen vielfältigen Herausforderungen ist es naheliegend, dass sich Systemhäuser kompetente Partner suchen sollten. Und nicht nur Systemhäuser: Auch Hersteller freuen sich im Bildungsbereich über jede Zusammenarbeit, wie Rainer Siebert, Sales Manager Education für Central Europe bei Adobe Systems, erläutert: „Seit kurzem gibt es bei Ingram Micro ein Education Sales Team, das aktiv die Systemhäuser bei der Erarbeitung von Komplettlösungen für den Bildungsbereich berät. Dies ist zum einen für Adobe eine wertvolle Unterstützung, da neben Software natürlich auch Hardware, Vernetzung und spezielle pädagogische Lösungen von Bildungseinrichtungen angefragt werden. Zum anderen hilft es allen Herstellern, ihre Produkte über eine Komplettlösung aus einer Hand besser zu platzieren.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Finanzierungsquellen neben dem staatlichen Budget bestehen.

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