Schritt für Schritt zum erfolgreichen Projekt – Teil 2

IT in der Schule: Vertriebsargumente und Finanzierungsquellen

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Als „privater Financier“ kommen auch die Eltern ins Spiel. Sie müssen zunächst die Verantwortung für die IT-Ausstattung ihrer Kinder zu Hause übernehmen. Darüber hinaus sind Eltern auch bereit, einen gewissen Beitrag für die schulische Ausstattung beizusteuern. Rund die Hälfte der in der Bildungsstudie „Digitale Medien in der Schule“ der Initiative D21 befragten Lehrer geht davon aus, dass Eltern sich aktiv an den Investitionen für elektronische Hilfsmittel in der Schule beteiligen würden. Während Lehrer in den neuen Bundesländern von durchschnittlich 88 Euro pro Kind und Jahr ausgehen, sind Lehrer in den alten Bundesländern der Ansicht, dass Eltern im Durchschnitt bereit wären, 133 Euro jährlich in die technische Ausstattung ihres Kindes zu investieren. Und Michael Paule, Mitglied der Geschäftsführung der Bissinger Unternehmensgruppe, weist darauf hin, dass eine finanzielle Beteiligung der Eltern ja nichts Neues ist: „Hier gibt es sicherlich unterschiedliche Erfahrungswerte und Entwicklungsstufen in den jeweiligen Bundesländern. Allerdings wird sich wohl jeder unabhängig vom Alter erinnern können, dass Eltern schon immer in Lehrmittel – wie Taschenrechner, Bücher und Geodreieck – investiert haben. Warum soll sich das im Zuge neuer Werkzeuge ändern?“

Das Spenden gebrauchter Geräte sieht man auf schulischer Seite eher kritisch. Der Niedersächsische Städtetag erläutert: „Die Übernahme gebrauchter Geräte entlastet zwar von Investitionskosten, hat jedoch regelmäßig deutlich höhere laufende Kosten zur Folge. Vor einem Einsatz in den Schulen entstehen regelmäßig Kosten für die Überprüfung der Geräte und zusätzliche Hardwareerweiterungen. Im Echteinsatz bringt die größere Fehleranfälligkeit zusätzliche Arbeit und Ärger mit sich.“

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Leasing als alternative Finanzierung?

In Anbetracht der angespannten Finanzlage der öffentlichen Haushalte wird auch das Thema Leasing bei der Finanzierung diskutiert. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verein „Schulen ans Netz“ hat 2005 einen Leitfaden „Finanzierung von Informationstechnik in Schulen“ herausgegeben. Dort heißt es zum Thema Leasing: „Leasing stellt eine gute Möglichkeit dar, die Beschaffung von IT-Systemen mit dem vorgegebenen Budgetrahmen und den technischen Erfordernissen in Einklang zu bringen... Der Anteil von Kommunen am gesamten Leasingvolumen in Deutschland wird allerdings insgesamt auf unter 10% geschätzt. Wichtig zu beachten ist, dass Leasing keine zusätzlichen finanziellen Handlungsspielräume eröffnet, sondern stets nur die Haushaltsbelastung positiv beeinflussen kann.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ob das Systemhaus bei der Suche nach Finanzierungsquellen helfen soll.

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