Schritt für Schritt zum erfolgreichen Projekt – Teil 2

IT in der Schule: Vertriebsargumente und Finanzierungsquellen

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Ob nun Leasing besser sei als ein Direktkauf, könne jedoch nicht pauschal beantwortet werden. Vielmehr müsse jedes einzelne Investitionsvorhaben sorgfältig geprüft werden. Interessant ist, dass der Leitfaden den gängigen Sprachgebrauch von „Vor- und Nachteilen des Leasings“ nicht praxistauglich findet: „Dabei wird bewusst nicht mehr von speziellen Vor- und Nachteilen gesprochen, sondern nur noch von ‚Aspekten‘, denn viele der angesprochenen Gesichtspunkte können im individuellen Einzelfall zum Vor- oder auch zum Nachteil werden. Leider wird diese individuelle Analyse in der Praxis nur sehr selten vorgenommen. Hier existieren allzu oft nur pauschale Aussagen zu Gunsten oder gegen das Leasing.“

Zu diesen sogenannten „Aspekten“ zählen quantitative (monetäre) Faktoren und qualitative Faktoren, die sich nicht in Euro ausdrücken lassen. Als Beispiele dieser Faktoren nennt der Leitfaden:

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a) Quantitative (monetäre) Aspekte

- Reduzierung und Festschreibung der Anschaffungs- und Herstellungskosten

- Übernahme von Dienstleistungen, mit der Übernahme von Dienstleistungen können u.U. auch die Folgekosten reduziert werden

b) Qualitative Aspekte

- Nichtbelastung des Vermögenshaushaltes

- Entlastung des Verwaltungsaufwandes

- Beratungsleistungen der Leasinggesellschaft

Soll das Systemhaus bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten helfen?

Diese Frage ist – salopp formuliert – mit einem eindeutigen Jein zu beantworten. Zur näheren Erläuterung folgen zwei Statements von Systemhäusern, die seit Jahren erfolgreich im Bildungsmarkt agieren:

Barbara Weitzel, Vorstand der REDNET AG: „Das regeln die Schulen normalerweise intern. Das Geld kommt zum Beispiel aus Bildungspaketen des jeweiligen Bundeslandes oder aus Spenden des Fördervereins.“

Michael Paule, Mitglied der Geschäftsführung der Bissinger Unternehmensgruppe: „Eine auf die jeweilige Situation abgestimmte Finanzierung macht in vielen Fällen die Projekte erst möglich. Hier muss die gesamte Kette über die Hersteller, Distributoren und Systemhäuser zusammenarbeiten, damit flexible Lösungen angeboten werden können.“

Auf den ersten Blick scheinen die Aussagen sich zu widersprechen. Doch betrachtet man die einzelnen Finanzierungsmöglichkeiten, klärt sich dieser Widerspruch auf: Die Finanzierung über öffentliche Förderprogramme ist selbstverständlich Sache des Schulträgers, hier kann ein Systemhaus höchstens seine Kompetenz beweisen, indem es die Programme kennt. Bei der Suche nach Sponsoren – örtliche Firmen oder Hardware-Hersteller und Software-Anbieter – verschafft sich der Händler einen großen Vorteil, der Hilfe anbieten kann. Wichtig: Das Sponsoring im öffentlichen Bereich benötigt Fingerspitzengefühl. Die Schule will nicht als Werbeträger einer Firma „missbraucht“ werden.

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