Schritt für Schritt zum erfolgreichen Projekt – Teil 2

IT in der Schule: Vertriebsargumente und Finanzierungsquellen

Seite: 3/5

Firmen zum Thema

4. Finanzierungsquellen eines Schul-IT-Projektes

Das wohl größte Problem bei Schul-IT-Projekten ist die Finanzierung. Neben dem im kommunalen Haushalt vorgesehenen Schuletat gibt es immer wieder zeitlich befristete Förderprogramme auf landes-, bundes- oder EU-Ebene, die speziell auf die Ausstattung von Schulen mit modernen Medien zugeschnitten sind. Diese Mittel reichen jedoch oft nicht aus.

Welche zusätzlichen Finanzierungsquellen gibt es?

Die 2002 erschienene Broschüre „Neue Medien in Schulen“ des Niedersächsischen Städtetages ist zwar etwas in die Jahre gekommen, bringt das Thema Sponsoring aber auf den Punkt. Darin heißt es: Es lohne sich, „am Ort ansässige Firmen anzusprechen, da diese sich insbesondere in kleineren Städten und Gemeinden der eigenen Schule am Ort oft verbunden fühlen“. Hans-Christoph Frommann, Geschäftsführer der Mobile IT Service GmbH, sieht in diesem Bereich auch heute noch einen erheblichen Nachholbedarf: „Bei der Finanzierung wird meiner Meinung nach zu wenig die örtliche Wirtschaft eingebunden. Denn dort, wo man diesen gemeinsamen Weg geht, laufen die Umsetzungen auch schneller an. Allerdings muss aufgepasst werden, dass sich die Politik beziehungsweise der Schulträger dann nicht aus der Verantwortung stiehlt.“

Bildergalerie

Neben Unternehmen aus der Privatwirtschaft kommen auch Fördervereine, Hochschulen und Stiftungen als potenzielle Geldgeber bzw. Geldbeschaffer in Frage. „Durch Fördervereine in Schulen und Vereine auf kommunaler Ebene kann es gelingen, Eltern und die örtliche Gemeinschaft zu motivieren, die Schulträger durch Spenden für die Computer-Ausstattungen zu unterstützen“, so der Rat des Niedersächsischen Städtetages.

Zum Thema Stiftungen führt die Broschüre „Schulsponsoring heute – Leitfaden für Schulen, Schulträger und Unternehmen“ (12/2010), herausgegeben vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen aus: „Rund 17.300 Stiftungen gibt es in Deutschland, davon sind 95 Prozent gemeinnützig. Sie sind in den verschiedensten Themenfeldern aktiv – und natürlich unterstützen viele von ihnen explizit Schulen und schulbezogene Bildungsprojekte. Einen guten Überblick über das deutsche Stiftungswesen, eine thematische und regionale Suche sowie konkrete Ansprechpartner bietet der Deutsche Stiftungsverband (www.stiftungen.org).“ Die zitierte Broschüre gibt einen guten Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten und geht auch auf die rechtlichen Fragen des Schulsponsorings ein. Sie kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ob Eltern an der Finanzierung beteiligt werden können und wie wichtig das Thema Leasing ist.

(ID:28978800)