Martina Köderitz löst Detlev Golke an der Spitze der Systems and Technology Group ab IBMs Strukturwandel erreicht die Hardwaresparte

Redakteur: Harry Jacob

Unter dem Motto »lower the center of gravity« arbeitet man bei IBM seit rund drei Jahren daran, nicht mehr nur Großkunden zu bedienen, sondern auch für kleinere Kunden attraktiv zu werden. Nach der Umgestaltung der Business Partner Organisation (BPO) im vergangenen Herbst wird nun auch die Hardwaresparte restrukturiert. In Zukunft steht der Kunde im Mittelpunkt der Organisation.

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Martina Koederitz übernimmt die Leitung der Systems and Technology Group bei IBM in Deutschland.
Martina Koederitz übernimmt die Leitung der Systems and Technology Group bei IBM in Deutschland.
( Archiv: Vogel Business Media )

IBMs Hardwaresparte STG (Systems and Technology Group) soll sich nicht länger an Produkten sondern an den Kunden orientieren. Statt die Abteilungen wie bisher an den unterschiedlichen Serverlinien auszurichten, wird das Geschäft künftig auf vier Kundensegmente zugeschnitten.

Die vier Kundensegmente sind

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  • Enterprise Systems: für Großkunden und Auftraggeber von Bund, Ländern und Gemeinden
  • Business Systems: für mittelständische Geschäftskunden (SMB)
  • Industry Systems: für die vertikalen Märkte (Groß-)Handel, Telekommunikation (Next Generation Networks) und Gesundheitswesen
  • Mikroelektronik: hier wird das Geschäft mit Prozessoren auf internationaler Ebene gebündelt

Weitreichende Konsequenzen angestrebt

Die Veränderung der Organisation der Hardwaresparte soll nicht nur dazu beitragen, spezifisches Wissen aufzubauen, um das Geschäft von Resellern und Kunden besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Laut William Zeitler, oberster Chef der Hardwaregroup, will man nicht nur im Verkauf an SMB-Kunden erfolgreicher werden, sondern schon bei der Entwicklung ansetzen und dort gezielt Produkte für mittelständische Kunden designen.

IBMs CEO Sam Palmisano hatte im Mai eine klare Zielrichtung ausgegeben: In fünf Jahren sollen SMB-Kunden das größte Kundensegment bei IBM stellen. »Der Mittelstand« ist aber schon seit vielen Jahren aufgrund der hohen Wachstumsraten ein bevorzugtes Ziel für alle großen IT-Hersteller – bislang aber mit unterschiedlichem Erfolg.

Palmisano hatte zahlreiche Initiativen angestoßen, um den Technologiekonzern IBM besser auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Vor rund drei Jahren begannen die Restrukturierungen unter dem Motto »lower the center of gravity« – also Entscheidungsprozesse näher an die Kunden heranzubringen, indem man Verantwortung auf »tiefergelegene« Teile der Organisation verlagert. Außerdem arbeitet er unermüdlich daran, Mitarbeitern, Analysten und Kunden klarzumachen, dass bei IBM nicht die Technik an sich im Mittelpunkt steht, sondern der Kundennutzen aus einer effektiven IT, die Geschäftsprozesse unterstützt (siehe »Stationen der Veränderung« unten).

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