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Stationen der Veränderung:
- 1. März 2002: Lou Gerstner übergibt den IBM-Chefsessel an Sam Palmisano. Der neue CEO will einen stärkeren Fokus auf Services und Lösungen setzen.
- 30. Juli 2002: IBM kauf PriceWaterhouseCoopers und stärkt damit das Service- und Beratungsgeschäft.
- 1. Januar 2003 Lou Gerstner scheidet endgültig bei IBM aus, Palmisano übernimmt auch den Posten des Chairman
- 7. Dezember 2004: Das PC-Geschäft wird an Lenovo verkauft – dabei hatte IBM einst den PC erfunden. Als Kernbereiche des Konzerns gelten fortan Server, Software und Services.
- 14. April 2005: Schlechte Quartalszahlen, insbesondere aus Europa, und speziell im Service-Bereich, führen zu eiligen Konsequenzen: Die Konzernstrukturen in Europa werden massiv verändert, Teile der Europazentrale in Paris nach Zürich verlagert, die Verantwortung der deutschen, aber auch der italienischen Landesgesellschaften beschnitten, zahlreiche Standorte in Europa geschlossen und mehrere tausend Mitarbeiter entlassen. Es gehe darum, mehr Verantwortung in die lokalen Märkte zu bringen und Entscheidungen näher beim Kunden zu treffen, lautet die Begründung für die Reorganisation. Palmisano prägt einen eingängigen Begriff für das neue Konzept: »We lower the center of gravity«.
- 25. April 2006: Sam Palmisano zieht gegenüber Analysten eine positive Bilanz der Umstrukturierungen in Europa: die größten Management-Umwälzungen des Konzerns in den vergangenen 50 Jahren hätten sich bewährt. Nun soll das Konzept auch auf die anderen Märkte – allen voran Asien und Amerika – übertragen werden.
- 3. November 2006: Martin Jetter wird Deutschland-Chef von IBM. Nach dem Abgang von Erwin Staudt hatten Walter Reizner und Johann Weihen jeweils rund zwei Jahre den Posten innegehabt. Mit Jetter kommt ein ausgewiesener Dienstleistungsprofi an die Spitze des Unternehmens, das sich jahrzehntelang als »Technologiekonzern« definierte.
- 1. Mai 2007: Palmisano kündigt an, dass der SMB-Markt in fünf Jahren das größte Umsatzssegment werde. Gleichzeitig predigt der IBM-CEO ohne Unterlass einen Wandel des Geschäftsmodells: die PC-Ära gehe dem Ende zu, Hardware sei nur noch ein Mittel zum Zweck, nämlich dem Kunden zu effektiveren, IT-gestützten Business-Prozessen zu verhelfen. »Innovation und Integration« seien die Themen, denen sich IBM verschrieben habe.
- 1. Oktober 2007: Die Business Partner Organisation wird gestärkt, um die Resellerbetreuung zu verbessern und so den Weg zum SMB-Kunden zu ebnen.
- 7. Januar 2008: IBM kündigt die Umgestaltung der Hardware-Abteilung an. Die Systems and Technology Group soll sich künftig nicht mehr an Produktgruppen, sondern an Kundensegmenten ausrichten. In Deutschland übernimmt Martina Köderitz die Leitung.
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