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Volle Kraft voraus gegen Microsoft
Ein Kommentar von Rüdiger Spies, Independant Vice President Enterprise Applications bei IDC in München

Um es gleich vorweg zu nehmen: IBMs Projekt Liberate ist nicht taufrisch. Das Team von IBM arbeitet daran schon seit einigen Quartalen. Es hilft Unternehmen bei notwendigen Neuabschlüssen Enterprise-Lizenzen zu verstehen und Lizenzkosten für Microsoft-Produkte zu sparen. IBM bietet diese Dienstleistung sogar gratis an und stellt Anwendern Einsparungen bis zu 40 Prozent der Lizenzkosten in Aussicht.
Mit diesem Angebot wird klar, auf wen sich IBM wirklich konkurrenzmäßig konzentriert. Nach dem Verkauf der PC-Sparte an Lenovo gibt es aus IBM-Sicht auch keinen Grund mehr, eine »Co-Opetition-Strategie« mit Microsoft zu verfolgen.
IBM will mit einer Reihe weiterer Initiativen Microsoft bedrängen. Sicher zu nennen sind in diesem Zusammenhang das starke Linux-Engagement und die massiv verstärkten Aktivitäten in Bezug auf Lotus Notes sowie Open Office. IBM gelingt es zunehmend besser, Anwendern Alternativen zu Microsoft-Produkten aufzuzeigen. Weiteres Engagement in Social Software und Web-2.0-Technologien runden das Bild ab.
Fazit: IBM greift Microsoft aus einer Position der Stärke in Zeiten knapper Budgets an, in denen Firmen für jeden Sparvorschlag bei Produkten wie Betriebssystemen und Office-Anwendungen empfänglich sind.
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