Portal soll Geschäft mit Partnern vereinfachen HP Unison liefert Projektpreise in Sekundenschnelle

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der IT-Konzern HP hat das Channel-Portal „Unison“ live geschaltet. Das neue System soll für Partner die Zusammenarbeit mit dem Hersteller vereinfachen. Eine wesentliche Komponente ist das Angebots-Tool, das Anfragen von Fachhändlern zu Projektpreisen in Echtzeit beantwortet.

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Die HP-Manager Christiane Franke, Director Sales Operations, Thomas Beyer (l.), Sales Director Enterprise & Channel PPS, und Frank Göbel, Manager Channel Programs, stellten Union vor.
Die HP-Manager Christiane Franke, Director Sales Operations, Thomas Beyer (l.), Sales Director Enterprise & Channel PPS, und Frank Göbel, Manager Channel Programs, stellten Union vor.
(Bild: IT-BUSINESS)

Richteten Partner bisher eine Preisanfrage an HP über das Tool „Smart Quote“, bekamen sie unter Umständen nach zwei Stunden ein Angebot. Mitunter dauerte es aber auch eine ganze Woche, bis sie einen Projektpreis erhielten. Seit dem 16. Juli hat das Warten ein Ende, wie der IT-Konzern versichert. An dem Tag hat HP das Partnerportal „Unison“ live geschaltet. Ein Bestandteil des Systems ist das neue „Instant Pricing“. Das Tool berechnet Angebotspreise automatisch und beantwortet die Anfragen der Reseller blitzschnell in Echtzeit.

Freilich bildet Unison wesentlich mehr Prozesse ab. So können Partner über das Portal auf Marketingfonds zugreifen, Projekte registrieren oder Leads verwalten. Außerdem bietet es den Fachhändlern einen Überblick über ihre Vergütung und ermöglicht es ihnen, gemeinsam mit ihren HP-Betreuern das Geschäft zu planen.

„Mit Unison bieten wir unseren Partnern zahlreiche Tools und Systeme, die es ihnen möglichst einfach machen sollen, mit HP zusammenzuarbeiten“, erläuterte Christiane Franke, Director Sales Operations bei HP Deutschland. Die Managerin stellte das neue Portal gemeinsam mit ihren Kollegen Thomas Beyer, Sales Director Enterprise und Channel für Printing und Personal Systems, und Frank Göbel, Manager Channel Programs, am vergangenen Freitag der Fachpresse vor.

Langsames Pricing

Zweifellos stellt das automatisierte Angebots-Tool eine wesentliche Komponente von Unison dar. Denn bei Anfragen zu Projektpreisen kritisierten Partner bisher oft den komplexen und langwierigen Prozess. „Das Pricing dauerte einfach zu lange“, räumte Franke ein. Neben der Geschwindigkeit bietet HP den Händlern mit dem neuen Tool auch die Möglichkeit, die Konfiguration eines Angebots flexibel zu verändern. Die Auswirkungen auf den Preis werden dabei sofort angezeigt. Liegt das endgültige Angebot für den Endkunden vor, bleibt es 30 Tage gültig.

Ein Kriterium bei der Entwicklung von Unison war die einfache Bedienung, wie die HP-Managerin betonte. So bietet das Portal einen schnellen Zugang zu den Informationen und Tools, die Partner am häufigsten nutzen. Außerdem wurden die Anwendungen technologisch so eng miteinander verknüpft, dass dieselben Daten nicht mehrfach eingegeben werden müssen.

Darüber hinaus ist das Portal personalisierbar. Mitarbeiter von Partnern können sich ein eigenes Dashboard erstellen, das ihnen genau die Informationen liefert, die sie bezogen auf ihre spezifischen Rollen und Aufgaben – sei es im Marketing, Vertrieb oder Consulting – jeweils benötigen. Nicht zuletzt lässt sich Unison auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones nutzen.

CRM-System als Basis

Mit dem Aufbau von Unison hat der Konzern sein CRM-System – HP setzt Salesforce.com ein – für den Channel geöffnet. Die Mitarbeiter der Fachhändler und ihre Ansprechpartner beim Hersteller greifen somit auf dieselben Daten und Anwendungen zu. Außerdem können sie die sozialen Funktionen des Systems nutzen und beispielsweise über „Chatter“, die Instant-Messaging-Anwendung von Salesforce.com, kommunizieren.

In den kommenden Wochen stehen Schulungen für die Partner an, mit denen ihre Mitarbeiter in die Nutzung des Systems eingeführt werden. HP hat in das Portal nach eigenen Angaben einen höheren Millionenbetrag investiert. Für alle Funktionen werden Franke zufolge State-of-the-Art-Technologien eingesetzt.

So handelt es sich etwa bei dem Instant-Pricing-Tool um eine Big-Data-Anwendung. Bei einer Anfrage analysiert die Software den Preispunkt aller vergleichbaren Projekte, die HP innerhalb der vergangenen zwölf Monate gewonnen hat. Zugleich berücksichtigt die Applikation, aus welcher Branche der Endkunde stammt, für den das jeweilige Angebot bestimmt ist. Dahinter steht eine Unternehmensdatenbank des Informationsdienstes Dun & Bradstreet. Die Anzahl der Datensätze, mit denen das System arbeitet, bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich.

Positives Feedback

Den Prototyp von Unison hat HP in den vergangenen Wochen mit ausgewählten Partnern getestet. Das Feedback war dem Unternehmen zufolge durchweg positiv. „Ein guter Projektpreis von HP, ganz ohne Wartezeit, damit kann man Kunden begeistern“, berichtete Josef Jungo, Geschäftsführer Bechtle Logistik & Service. Er bezeichnete das neue Portal als „Meilenstein“. Aus Sicht von Anton Braun, Geschäftsführer des Systemhauses Bizteam, wird durch Unison die Kommunikation mit Kunden in Projektsituationen „schneller und verbindlicher“. Diese Verbesserung „hilft uns Projekte zu gewinnen“. □

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