Hybride Arbeitsmodelle Homeoffice: Glück oder Strafe?

Autor: Ann-Marie Struck

Ob im Büro, im Café oder von Zuhause, die Grundidee von modernen Arbeitsmodellen ist, von überall aus arbeiten zu können. Jedoch sind Homeoffice oder hybride Konzepte nicht jedermanns Sache, wie eine Studie von Avaya zeigt.

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Wie zufrieden sind Sie im Homeoffice?
Wie zufrieden sind Sie im Homeoffice?
(Bild: © Cagkan - stock.adobe.com)

Eine Launch-Area im Großraumbüro, flexible Arbeitszeiten je nach Projekt oder zu 100 Prozent Homeoffice – große Firmen machen es vor und revolutionieren den Arbeitsplatz. Doch so spannend moderne Arbeitskonzepte klingen, sie sind nicht für jeden Arbeitnehmer gemacht. Das bestätigt die Studie „Life and Work beyond 2020: The Change Makers“ von Avaya in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Davies Hickman Partner bei der 10.000 Konsumenten und Arbeitnehmer in elf Ländern befragt wurden.

Der Umfrage zufolge sind deutsche Arbeitnehmer das Schlusslicht bei der Akzeptanz neuer Zusammenarbeitsmodelle. „Als besonders engagierte Technologie-Enthusiasten stechen die Länder des Mittleren Ostens hervor. Sie gehen in der Studie als die offensten für neue Technologien, Change und New Work hervor“, kommentiert Frank Kirsch, Head of Product Sales Programs & Promotions bei Avaya. „Großbritannien und die USA bewegen sich im Mittelfeld, während die Länder der DACH-Region vergleichsweise konservativ unterwegs sind, was die Begeisterung für neue Arbeitsformen betrifft.“

Nichtsdestotrotz befürworten 37 Prozent der befragten deutschen Arbeitnehmer die durch die Pandemie bedingten „Work from Anywhere“-Optionen und möchten diese beibehalten. Der globale Vergleich liegt bei 46 Prozent. Darüber hinaus geben zwei Drittel der deutschen Umfrageteilnehmer an, mit der Erlaubnis im Homeoffice zu arbeiten, glücklicher zu sein. Jedoch stehen 16 Prozent der Arbeit von Zuhause skeptisch gegenüber. International sind es nur 10 Prozent. Indes konnte bei 12 Prozent der Befragten kein Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden eingerichtet werden. Des Weiteren klagen 42 Prozent über eine unzulängliche technologische Ausstattung des Heimarbeitsplatzes.

Schattenseiten des Homeoffice

Die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit haben auch ihre Schattenseiten, denn nicht jeder Arbeitnehmer ist für die Arbeit in den eigenen vier Wänden gemacht. 40 Prozent der befragten Personen gaben an, seit Ausbruch der Pandemie unglücklicher zu sein. Global liegt dieser Wert mit 43 Prozent sogar etwas höher. Insbesondere vermissen die Umfrageteilnehmer den persönlichen Kontakt zu Kollegen. Des Weiteren haben 39 Prozent Probleme mit ihrer Work-Life-Balance und 39 Prozent fühlen sich in ihrer täglichen Routine gefangen. Insgesamt bezeichnen sich 28 Prozent selbst als Workaholics. In der Schweiz sind dies 34 Prozent und global sogar 39 Prozent. Ferner würden 48 Prozent gerne entspannter arbeiten, trauen sich das aber nicht, da sie Angst haben, den Arbeitsplatz durch die Automatisierung zu verlieren.

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 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin, Vogel IT-Medien