„Try-and-Hire“ ist das neue „Hire-and-Fire“ bei IT-Fachkräften

Hinter den Kulissen von IT-Zeitarbeit

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ITB: Welche Möglichkeiten gibt es für Systemhäuser, kurzfristig Know-how zuzukaufen?

Hank: Wenn kurzfristig bestimmtes Know-how fehlt oder kein zusätzlicher Mitarbeiter eingestellt werden soll, dann unterstützen wir im Systemhaus-Umfeld. Dies kann bei zeitkritischen Projekten oder auch in einer Aufbau- oder Umstrukturierungsphase der Fall sein. Insbesondere bei zeitlich begrenzten Projekten, vor allem im Bereich Projektmanagement und in der Projektleitung, können wir schnell und flexibel Unterstützung durch geeignete Fachkräfte liefern. Bei den speziellen oder seltenen IT-Skills, wie beispielsweise SAP-Beratern, wird es aber auch für uns schwer, schnell zu reagieren.

ITB: Wie hoch ist der Anteil an Firmenkunden und an Systemhauskunden?

Hank: Wir haben zirka 60 Prozent Systemhauskunden, die anderen 40 Prozent verteilen sich auf verschiedene namhafte Konzerne oder deren IT-Töchter.

ITB: Welche Arbeitsspitzen werden denn im klassischen Systemhausgeschäft hauptsächlich durch Zeitarbeit ausgeglichen?

Hank: In erster Linie geht es hier um Projekte wie Rollouts. Aber auch in den Bereichen First- und Second-Level-Support und bei dauerhaften Administrationsaufgaben vor Ort beim Kunden helfen wir weiter.

ITB: Insgesamt betrachtet: Welche Skills werden derzeit im Markt besonders gesucht?

Hank: Im Spezialisten-Bereich fehlen vor allem Software-Entwickler, Solution Designer und SAP-Berater. In der Arbeitnehmerüberlassung werden hauptsächlich erfahrene Mitarbeiter für den telefonischen Support gesucht, aber auch Rollout-Techniker und Systemadministratoren.

ITB: Welche Skills werden derzeit in der IT-Zeitarbeit nicht so stark nachgefragt?

Hank: Man merkt, dass die Kunden zwei Bereiche auslagern: die hochqualifizierten, projektspezifischen Mitarbeiter und die einfacheren Skills, die nicht zur Kernkompetenz gehören. Mitarbeiter, die das Unternehmen zur Sicherung seines eigenen Know-hows braucht, werden weiterhin selbst eingestellt oder auf Vermittlungsbasis gesucht.

ITB: Welche Gründe haben IT-Profis, für Personaldienstleister zu arbeiten?

Hank: Viele junge Leute wollen sich nach der Ausbildung oder Uni erst einmal in der Branche orientieren, manche möchten auch nicht ihr Leben lang bei einem einzigen Unternehmen arbeiten, sondern suchen bewusst den Wechsel. Hier bietet die IT-Zeitarbeit eine gute Möglichkeit, bei verschiedenen Unternehmen und Projekten das gesamte Spektrum der IT-Branche kennenzulernen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu Zeitarbeit im Umfeld von IT-Freiberuflern.

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