„Try-and-Hire“ ist das neue „Hire-and-Fire“ bei IT-Fachkräften

Hinter den Kulissen von IT-Zeitarbeit

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ITB: Welche Möglichkeiten haben Freiberufler bei Ihnen?

Hank: Freiberuflichen IT-Spezialisten bieten wir anspruchsvolle Projekte bei namhaften Kunden. Wir übernehmen die gesamte Vertragsabwicklung und garantieren feste Zahlungsziele. Zudem haben wir mit einer fixen Vermittlungsprovision von nur neun Prozent und 4,5 Prozent Aufschlag bei Vertragsübernahmen die geringste Vermittlungsmarge am deutschen IT-Spezialisten-Markt.

ITB: Gibt es Mitarbeiter, die ein Angebot für eine Festanstellung erhalten haben, aber lieber Zeitarbeiter bleiben – womöglich wegen der Abwechslung?

Hank: Eher nein. Grundsätzlich wollen Mitarbeiter schon in den Entleiherbetrieb übernommen werden. Hierin sehe ich einen Vorteil der Zeitarbeit, da die Bewerber ansonsten oft kaum eine Chance hätten, durch den Auswahlprozess von großen Personalabteilungen zu kommen. Natürlich gibt es auch Mitarbeiter, die sich bei Personaldienstleistern wohl fühlen und die Möglichkeiten der unterschiedlichen Kundensituationen und Projekte bevorzugen. Das ist aber eher die Ausnahme.

ITB: Das Ziel ist in der Regel also schon eine langfristige Einstellung. Wie oft mündet die Zeitarbeit in einer Festanstellung?

Hank: Nach Angaben des Branchenverbands BZA wechseln etwa 30 Prozent aller Zeitarbeiter in ein festes Anstellungsverhältnis. Diese Zahlen sind aber umstritten. Ich kann hier nur von uns sprechen: Bei uns werden zwischen fünf und zehn Prozent der Mitarbeiter von unseren Auftraggebern übernommen. Dabei wird oft das Modell „Try and Hire“ verwendet: Der Mitarbeiter wird zunächst über Zeitarbeit eingesetzt und dann nach ein paar Monaten vom Kunden übernommen. Um diesen Prozess zu fördern ist bei uns die Übernahme von Mitarbeitern nach neun Monaten kostenfrei.

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