Suchen

Markenstrategie mit Superlativen untermauert Heiße Diskussionen beim Jahrestreffen von Euronics

Redakteur: Sarah Gandorfer

Eigentlich sollte das Hauptthema des Euronics-Jahrestreffs die Festigung der Marke und die Superlativ-Strategie sein. Als Brennpunkt bei der Generalversammlung erhitzte jedoch die Politik des vorangegangen Schweigens zum missglückten Vorstands-Triumvirat die Gemüter. Dementsprechend wurde der Aufsichtsrat nicht entlastet.

Firmen zum Thema

Nicht nur attraktive Hostessen, sondern auch heiße Themen bei der Generalversammlung erhitzten die Gemüter der Euronics-Fachhändler.
Nicht nur attraktive Hostessen, sondern auch heiße Themen bei der Generalversammlung erhitzten die Gemüter der Euronics-Fachhändler.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zur Generalversammlung am 25. April, welche den Euronics-Jahreskongress einläutet, kamen 322 stimmberechtigte Kooperationsmitglieder nach Leipzig. Unter Ausschluss der Presse muss es dort heiß hergegangen sein – oder, wie der Euronics-Vorstandssprecher Werner Winkelmann es formuliert: »es ist stürmisch abgelaufen«.

Anlass war die plötzliche Idee im Sommer vergangenen Jahres, mit Guglielmo Mizia einen dritten Vorstand mit an Bord zu holen (IT-BUSINESS berichtete), wo noch beim vorhergehenden Jahrestreffen die Zwei-Mann-Vorstandsschaft beschlossene Sache war. Dieses Verhalten nährte bei manchen Mitgliedern den Verdacht, dass einige Personen im Management wohl gegen Winkelmann intrigieren würden. Angeblich habe der Vorstandssprecher vor einem dreiviertel Jahr sogar schon seinen Schreibtisch geräumt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Geschürt wurden diese Gerüchte durch einen Mantel des Schweigens von oben. Tatsache ist jedenfalls, dass Euronics knapp eine Woche nach Ernennung von Guglielmo Mizia zum dritten Vorstand diesen schon wieder abtreten ließ. All dies muss wohl in einer Nacht- und Nebel-Aktion geschehen sein.

Management nur zum Teil entlastet

Die Mitglieder äußerten ihren Unmut über das Vorgehen, und so dauerte die Generalversammlung knapp zwei Stunden länger als geplant. »Die Vorstände wurden entlastet, die Aufsichtsräte hingegen nicht«, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Wittmer. »Das Schweigen hat vor allem die Mitglieder verunsichert, denen der Genossenschaftsgedanke am Herzen liegt. Wir werden natürlich Rede und Antwort stehen und das Geschehene untersuchen.«

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2012366)