Splunk-Studie Gute Datenstrategien verhelfen zu Wettbewerbsvorteilen

Autor: Heidi Schuster

Der State of Data Innovation Report von Splunk zeigt, dass Unternehmen mit einer ausgereiften Datenstrategie doppelt so schnell Produkte auf den Markt bringen, Innovationen umsetzen und deren Mitarbeiter auch doppelt so produktiv sind.

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Starke Unternehmen haben starke Datenstrategien.
Starke Unternehmen haben starke Datenstrategien.
(Bild: Pixxs - stock.adobe.com)

Geht man nach der Splunk-Studie, sieht es so aus, als würde ein hoher Reifegrad der Datennutzung ein Innovationsbeschleuniger sein. Unternehmen in der Digitalisierung brauchen nicht nur einen vollständigen Überblick über ihre Daten, sondern auch die Möglichkeit, diese Daten als Handlungsgrundlage zu nutzen. Diejenigen, die stark in Daten investiert haben und die Kriterien für eine strategischen Datenauswertung erfüllen, können enorme Fortschritte verzeichnen, wie die Studie zeigt.

Demnach werden Innovationen doppelt so schnell umgesetzt wie bei Unternehmen ohne Strategie. Auch die Erschließung neuer Märkte und die Steigerung des Kundenanteils ist nahezu doppelt so schnell als bei Unternehmen mit einem niedrigen Reifegrad. Die Mitarbeiterproduktivität stieg um 16 Prozent im vergangenen Jahr – fast doppelt so viel wie bei den Innovationsanfängern (9 %).

Genaue Datenanalysen sind wichtig, um die eigene Produktivität zu messen und kontinuierlich zu verbessern. Die Ergebnisse der Splunk-Studie zeigen, dass die Analyse von Daten hierzulande einer der größten Treiber für Innovationen ist: Deutschland hat im weltweiten Vergleich mit Neuseeland die meisten Data Innovation Leaders: 16 Prozent der befragten Unternehmen gelten als Vorreiter in Sachen Dateninnovation. Außerdem gibt es in Deutschland mit 44 Prozent die meisten „Follower“ aller Märkte. Der Anteil an Innovations-Beginnern ist somit in Deutschland mit 41 Prozent im weltweiten Vergleich am niedrigsten.

Starke Dateninnovation durch die Pandemie

Im Vergleich zu vor der Corona-Pandemie haben 73 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Data-Innovationsprojekte erheblich oder signifikant beschleunigt, was den weltweiten Trend bestätigt. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr bis zu 15 neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die es ohne ihre Dateninnovationsfähigkeit nicht gegeben hätte. Dennoch gibt es auch hier noch Luft nach oben: 36 Prozent haben trotz Dateninnovationsfähigkeit keine einzige Dienstleistung oder kein neues Produkt entwickelt.

Mit 38 Prozent erlebte der IT-Security-Bereich die größten Veränderungen durch Daten in den vergangenen Jahren, dicht gefolgt vom IT-Bereich (37 %). Veränderte Arbeitsweisen durch Daten in weniger technischen Bereichen wie HR (19 %) oder im Verkauf (21 %) schätzen die Befragten als geringer ein.

Datennutzung in deutschen Unternehmen am höchsten

Deutsche Befragte schätzen, dass fast 49 Prozent ihrer Daten genutzt werden. Das ist der höchste Wert aller Märkte und höher als der weltweite Durchschnitt. Mehr als die Hälfte (52 %) der deutschen Unternehmen messen die Qualität ihrer Daten umfassend. Der Anteil an Dark Data wird auf 23 Prozent geschätzt. Für fast ein Viertel der Befragten hat das Heben dieses Datenschatzes höchste Priorität. Der weitaus größere Anteil (40 %) sieht die Verwertung bisher brachliegender Daten als Top-5-Priorität.

Innovationstreiber Cloud, Machine Learning und Observability

Die Cloud spielt als Motor für Innovationen in deutschen Unternehmen eine große Rolle. Acht von zehn Unternehmen (82 %) nutzen Cloud-Lösungen – und somit mehr als der weltweite Durchschnitt (78 %). Fast 70 Prozent setzen maschinelles Lernen ein. Auch in Sachen Observability steht Deutschland gut da: Mit 50 Prozent stehen nur China (79 %) und die Niederlande (56 %) bei dieser Strategie vor der Bundesrepublik.

Dateninnovationen nach Branchen

50 Prozent der Unternehmen in der Fertigung, die Dateninnovationen einsetzen, um die Materialausbeute zu verbessern, berichten von erheblichen oder bahnbrechenden Auswirkungen. Mehr als 50 Prozent der Einzelhändler, die Dateninnovationen zur Optimierung des Warenbestands oder zur Personalisierung von Angeboten, Produktempfehlungen und Kundenservices einsetzen, berichten von einer signifikanten oder bahnbrechenden Wirkung und 5 Prozent der Unternehmen des Gesundheitswesens investieren vorrangig in Plattformen zur Dateninnovation (im Gegensatz zu punktuellen Tools).

61 Prozent der von Splunk befragten Finanzdienstleister verbessern die Produkt-/Serviceentwicklung durch Dateninnovationen – der höchste Prozentsatz aller befragten Branchen. 67 Prozent der Regierungsbehörden sind dagegen noch Anfänger.

Ansätze zur Dateninnovation variieren von Region zu Region

Es zeigen sich bei den Ansätzen zur Dateninnovation regionale Unterschiede. 69 Prozent der nordamerikanischen Unternehmen investieren verstärkt in Dateninnovationsplattformen im Gegensatz zu eigenständigen Tools, etwas mehr als in Europa (67 %) und deutlich mehr als im Asia-Pacific-Raum (APAC) mit 58 Prozent.

33 Prozent der Unternehmen in der APAC-Region stufen eine bessere Datennutzung als ihre oberste Geschäfts- und IT-Priorität für die kommenden 24 Monate ein – ein deutlich höherer Anteil als in Nordamerika (21 %) und Europa (17 %). Hinzu kommt, dass 54 Prozent der Unternehmen in der APAC-Region auf Observability setzen, um ihre Daten innovativer zu nutzen. Damit übertreffen sie Nordamerika und Europa (jeweils 42 %).

Im Durchschnitt werden 12 Prozent der IT-Budgets in europäischen Unternehmen für Lösungen und Mitarbeiter aufgewendet, die Daten untersuchen, überwachen, analysieren und als Handlungsgrundlage nutzen. Europa liegt damit hinter Nordamerika und APAC (beide 14 %).

Europäische Unternehmen gaben am seltensten an, einen Chief Innovation Officer eingestellt zu haben, um Initiativen voranzutreiben (64 %, gegenüber 72 % in Nordamerika und 75 % in APAC).

Details zum State of Data Innovation Report

Für die globale von Splunk in Auftrag gegebene Studie wurden 1.250 Geschäfts- und IT-Manager aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien, den USA, Australien, Kanada, Neuseeland, China und Japan befragt.

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 Heidi Schuster

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Redakteurin, Online CvD, Vogel IT-Medien