Überarbeitetes Partnerprogramm GSD etabliert Refurbisher-Marke

Redakteur: Michael Hase

Der Remarketing-Spezialist GSD vertreibt wiederaufbereitete IT-Geräte seit dem Frühjahr unter der Marke „Reteq“. Flankierend hat der Münchner Anbieter sein Partnerprogramm überarbeitet.

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Ralf Schweitzer, Geschäftsführer von GSD, möchte mit der Marke „Reteq“, die unter anderem auf Geräteverpackungen aufgedruckt wird, ein Qualitätsversprechen abgeben.
Ralf Schweitzer, Geschäftsführer von GSD, möchte mit der Marke „Reteq“, die unter anderem auf Geräteverpackungen aufgedruckt wird, ein Qualitätsversprechen abgeben.
(Bilder: GSD)

Markenzeichen auf Produkten stehen nicht immer nur für den Hersteller. Manchmal stammen sie vom Händler, vom Zulieferer oder vom Importeur. Mit seiner Marke „Reteq“ macht sich der Remarketing-Spezialist GSD als Refurbisher auf PCs, Notebooks und anderen wiederaufbereiteten IT-Geräten kenntlich. Das Unternehmen aus Unterschleißheim bringt das Logo seit dem Frühjahr als Label darauf an und druckt es auf die Verpackungen. „Mit unserer neuen Marke sprechen wir speziell Endverbraucher an und erklären ihnen den Refurbishment-Prozess“, sagt Ralf Schweitzer, Geschäftsführer von GSD.

Auf diese Weise möchte der Anbieter seinen Kunden ein Qualitätsversprechen geben, wie der GSD-Chef im Gespräch mit IT-BUSINESS weiter ausführt. „Unter der Marke ‚Reteq‘ produzieren wir Geräte, die nach unserem Qualitätsanspruch dem Endverbraucher das Erlebnis vermitteln, nahezu ein Neugerät zu erhalten.“ Der Brand soll zugleich den Fachhandel unterstützen, über den der Refurbisher seine Produkte überwiegend vertreibt. Empfehlungen zufriedener Endkunden seien die wirkungsvollste Werbung, weiß Schweitzer. „Von diesem Effekt und dem damit verbundenen Neugeschäft sollen unsere Partner profitieren.“

Die Werbewirkung ist dem Unternehmer zufolge aber nur ein Aspekt, wie Reteq dem Channel nützt. „Der Refurbished-Markt hat aktuell keine einheitlichen Qualitätsstandards“, erläutert er. Daher sei es für Fachhändler mitunter schwierig, den tatsächlichen Zustand von Gebrauchtgeräten einzuschätzen. „Dort setzen wir an und möchten unseren Partnern mit unserer Marke dabei helfen, professionell aufbereitete Produkte als Alternative zu Neugeräten weiter zu etablieren.“

Partnerprogramm überarbeitet

Mit Einführung des Brands hat der Refurbisher sein Partnerprogramm überarbeitet, das ursprünglich vor fünf Jahren entwickelt wurde. Zum Beispiel erhalten registrierte Fachhändler einen Rabatt beim Einkauf und ein verlängertes Zahlungsziel von 30 Tagen. Außerdem unterstützt GSD sie bei der Vermarktung von Reteq-Produkten mit Werbematerial für Point of Sale und Webshop. Bei der Neufassung des Programms habe der Vertrieb „viel Feedback der Partner umgesetzt“, berichtet Schweitzer. Der Anbieter verzeichnet in seiner Datenbank rund 7.000 Reseller, von denen freilich nicht alle aktive Partner sind.

Als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Remarketing-Unternehmen nennen die Oberbayern ihr Built-to-Order-Verfahren: Händler können sich Rechner nach den Anforderungen ihrer Kunden von GSD individuell konfigurieren lassen. So gibt es etwa bei Arbeitsspeicher, Festplatte oder Grafikkarte ebenso wie beim Betriebssystem verschiedene Optionen.

Reaktivierung einer Marke

Vollkommen neu ist Reteq allerdings nicht. GSD führte die Marke bereits 2010 für PCs ein, die der Hardware-Spezialist selbst assembliert. Dieses Geschäft ist bei dem Unternehmen über die Zeit jedoch in den Hintergrund getreten, sodass die Marke zuletzt mehr oder weniger brach lag. Somit bot sich ihre Reaktivierung für wiederaufbereitete Geräte an. Zu diesem Zweck hat der Anbieter das Logo neu gestaltet.

GSD ist nicht der einzige Refurbisher, der einen Brand auf diese Weise verwendet. Der Schweinfurter Mitbewerber BB-Net hat im Sommer 2013 mit „TecXL“ eine Eigenmarke eingeführt. Auch die Franken möchten damit kommunizieren, dass ihre wiederaufbereiteten Rechner und Displays in puncto Qualität nahe an Neuware herankommen.

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