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Was sagt der Fujitsu-Chef zur Komplettübernahme?
Kuniaki Nozoe, President von Fujitsu scheint etwas mit den restlichen Anteilen anfangen zu können: »Die vollständige Integration von Fujitsu Siemens Computers in den Fujitsu-Konzern steht voll und ganz im Einklang mit unserer globalen Wachstumsstrategie«, so der japanische Manager. »Wir übernehmen einen umfangreichen Kundenstamm in den EMEA-Ländern sowie Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung, was der Entwicklung unserer globalen Produkte weiter zugute kommt. Nicht zuletzt gewinnen wir überaus fähige Mitarbeiter, die unsere Werte und unser Engagement teilen, um mit unseren Kunden als Geschäftspartner ihres Vertrauens zu wachsen«, ergänzte Nozoe.
Was geschieht nun mit FSC?
Offiziell wurden bislang keine Angaben zu geplanten Umbaumaßnahmen gemacht. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass sich durch den Deal nur die Eigentumsverhältnisse geändert haben und ansonsten Business-as-usual betrieben wird. Aus Unternehmenskreisen war in Erfahrung zu bringen, dass sich FSC in den nächsten Monaten und Jahren weiter zu einem Infrastrukturanbieter wandeln soll. Dass der komplette Hardware-Bereich, bestehend aus Forschung, Entwicklung und Produktion weiterverkauft werden soll, steht daher nicht zur Debatte. Ein Wandel zu einem reinen Service-Anbieter, der das eigene Hardware-Label zugunsten dem Motto »Service für alle Hersteller« aufgibt, wird intern als nicht besonders erfolgsversprechend eingeschätzt.
Möglich wäre beispielsweise, den Hardware-Bereich für Business-Kunden zu halten und den Consumer-Bereich zu verkaufen. Lenovo wird seit geraumer Zeit als Interessent gehandelt, wenn auch nicht offiziell. Auf Nachfrage von IT-BUSINESS verwies ein Sprecher des chinesischen Konzern auf ein Statement von Lenovo-CEO Bill Amelio: »Wir fühlen uns gut gewappnet für die Integration eines weiteren Unternehmens, wenn sich die Gelegenheit auftut«. Den Stand hinsichtlich einzelner Übernahmekandidaten oder Verhandlungen wollte Lenovo allerdings nicht kommentieren.
Weitere Details am 12. November
Am 12. November wird die Hausmesse VisIT von Fujitsu Siemens Computers in der Schwabenhalle in Augsburg statt finden. Spätestens dort wird sich FSC den Fragen der Partner stellen und weitere Details zur Zukunft offenbaren müssen. Inwieweit der Markenname »Fujitsu Siemens Computers« durch den Siemens-Ausstieg angepasst wird, ist bislang nicht bekannt.
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Link: Hausmesse VisIT
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