Privileged Access Management Fudo Security: PAM-Lösung aus Polen

Von Ira Zahorsky 4 min Lesedauer

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Stefan Rabben, seit 25 Jahren Experte für den Channel im Bereich Cybersecurity, ist seit Juni Regional Sales Manager DACH bei Fudo Security. Er soll den polnischen Anbieter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz etablieren.

Der PAM-Markt hat sich verändert. Gerade im Hinblick auf die Compliance-Regularien wie NIS2 und der aktuellen ISO 27001/2022 spielt PAM (Privileged Access Management) eine zentrale Rolle.(Bild:  Emqan - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der PAM-Markt hat sich verändert. Gerade im Hinblick auf die Compliance-Regularien wie NIS2 und der aktuellen ISO 27001/2022 spielt PAM (Privileged Access Management) eine zentrale Rolle.
(Bild: Emqan - stock.adobe.com / KI-generiert)

Der Markt für Privileged Access Management (PAM) hat sich verändert. Noch vor einigen Jahren war das Thema gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen noch sehr erklärungsbedürftig. Was ist eine Zugangskontrolle? Warum braucht man sie? Welche Rolle spielt sie im Bereich Cybersecurity? Gerade im Hinblick auf Compliance-Regularien wie NIS2 und die aktuelle ISO 27001/2022 spielt PAM inzwischen eine zentrale Rolle und auch kleinere Unternehmen können die oben genannten Fragen beantworten. „Ich glaube, dass wir uns gerade in einem sehr guten Zeitfenster befinden, um solche Technologien zu integrieren“, ist Stefan Rabben, Regional Sales Manager DACH bei Fudo Security überzeugt.

Stefan Rabben, Regional Sales Director DACH, Fudo Security(Bild:  Fudo Security)
Stefan Rabben, Regional Sales Director DACH, Fudo Security
(Bild: Fudo Security)

Fudo ist bislang hauptsächlich in Osteuropa und den USA bekannt. Nun will sich der Anbieter einer PAM-Software auch in der DACH-Region ein Stück vom Kuchen sichern. Dazu hat sich das Warschauer Unternehmen Rabben an Bord geholt. Er bringt ein Vierteljahrhundert Erfahrung im Bereich Cybersecurity mit und war zuletzt als Area Sales Director DACH and Eastern Europe für den Mitbewerber Wallix tätig.

Ich glaube, dass wir uns gerade in einem sehr guten Zeitfenster befinden, um PAM zu integrieren.

Stefan Rabben, Fudo Security

Viele Unternehmen haben immer noch einen großen Respekt, PAM einzusetzen, „weil es zunächst recht kompliziert klingt“, weiß Rabben. „Aber dann stellt man fest, ganz so schlimm ist es nicht“, schmunzelt der Manager. Nichtsdestotrotz müsse man sich auf die Kunden einlassen, eine gewisse Individualität bieten. „Man muss verstehen, was das Unternehmen für Rollen hat, wie die Aufgaben verteilt sind; wie man die Rollen in Berechtigungen ‚übersetzen‘ und in eine über die Zeit gewachsene Unternehmensstruktur integrieren kann“, erklärt er. Die Berechtigungskonzepte müssten dann konsequent umgesetzt und anschließend auch auditierbar sein. Doch wichtiger, als nur bei einem Audit ein Häkchen hinter „PAM-Lösung“ zu machen, sollte sein, ein umfassendes Sicherheitskonzept für das Unternehmen aufzuziehen, findet Rabben. Dazu können Frameworks wie ISO 27001 oder ein Information Security Management System (ISMS) die technischen und organisatorischen Maßnahmen formulieren.

Was bietet die Lösung?

In Warschau, Hauptsitz von Fudo, beschäftigen sich rund 30 Entwickler mit der PAM-Lösung. Sie bietet unter anderem

  • einen Überblick über die Netzwerkzugriffsrechte einzelner Mitarbeiter,
  • lückenloses Monitoring,
  • Kontrolle aller Fernwartungssitzungen sowie
  • Schutz vor externem und internem Datenmissbrauch.

Besonders hervor hebt Rabben das „extrem schlanke Betriebssystem, das auf FreeBSD basiert und im Vergleich zu Windows-Alternativen kaum Angriffspunkte bietet“. Auch kann die Technologie schnell eingesetzt werden, innerhalb von 24 Stunden. Dazu sein jedoch das Knowhow der Partner nötig. Ist die Berechtigungsstruktur vollständig eingerichtet, erspart sie den Unternehmen viel operativen Aufwand. Zudem gäbe es keine versteckten Nebenkosten, alle Leistungen sind im Paket enthalten.

Neben einem hoch bewerteten Action-Management, das detaillierte Auswertungen in Video und Text liefert, die sauber für den Auditor aufbereitet werden, kommt auch eine integrierte KI zur Erkennung von Anomalien zum Einsatz. Bei aktivem Training durch den User hat diese nach etwa zwei Wochen „ein sehr gutes Erkennungsmuster für korrumpierte Nutzer und Maschinen“, lobt Rabben. „Und ja, wir sind europäisch“, fügt er hinzu.

Die Software wird derzeit SOC-ready gemacht und nach ISO 27001 zertifiziert. Bereits vorhanden ist ein Sicherheitszertifikat der NATO, auf das Rabben besonders stolz ist. So könne die Lösung in KRITIS- und Industrieunternehmen, in Banken und bei „jedem, der Daten hat, die in besonderem Maße geschützt werden müssen“, eingesetzt werden.

Etablierung eines Partnernetzwerks in DACH

Mit dem Ziel, Brand Awareness zu schaffen, wird das vorhandene weltweite klassische mehrstufige Partnerprogramm von Fudo Security aktuell für die DACH-Region angepasst. Zudem gibt es Trainingsprogramme, Zertifizierungen und Marketing-Unterstützung für die Partner. Die derzeit noch kurzen Dienstwege bei dem Lösungsanbieter kommen auch den Partnern zugute. „Mir ist es wichtig, das Partnerprogramm möglichst einfach und ergebnisorientiert zu halten. Wir wollen den Partnern sehr schnell die Möglichkeit geben, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen“, führt Rabben aus. Die Marge, die die Partner erzielen können, decke ab, „dass diese technische Mitarbeiter vorhalten können, dass sie in Proof of Concepts gehen können, dass sie teilweise auch Post-Sales Sevices (operative Services) anbieten können“, erläutert der Manager.

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Stefan Rabben, Fudo Security

Distributionsseitig sind bislang an Bord die Boll, die vor allem in Österreich und der Schweiz sehr aktiv ist und authorized Trainingspartner werden wird. In Deutschland kooperiert Fudo mit iKOMM und – mit Schwerpunkt Managed Services – mit Elovade.

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