Identitäts- und Datensicherheit Forcepoint und Beyondtrust wollen riskante Zugriffe gezielter begrenzen

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Identitätswarnungen zeigen nicht automatisch, welche Informationen gefährdet sind. Eine neue Integration von Forcepoint und Beyondtrust führt Berechtigungs- und Datenkontext zusammen und soll helfen, kompromittierte Konten, Service-Accounts und KI-Agenten gezielter zu behandeln.

Identitätswarnungen zeigen nicht automatisch, welche Informationen gefährdet sind. Forcepoint und Beyondtrust kombinieren Lösungen, um den Schutz zu verbessern.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Identitätswarnungen zeigen nicht automatisch, welche Informationen gefährdet sind. Forcepoint und Beyondtrust kombinieren Lösungen, um den Schutz zu verbessern.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Nicht jede auffällige Identität birgt dasselbe Schadenspotenzial. Forcepoint und Beyondtrust verknüpfen deshalb Informationen über riskante Identitäten mit Angaben zu den sensiblen Daten, auf die diese zugreifen können. Die Integration verbindet Forcepoint Data Security Posture Management (DSPM) mit Beyondtrust Identity Security Insights.

Beyondtrust analysiert laut Anbieter das Verhalten von Identitäten, ihre Berechtigungen und Hinweise auf kompromittierte Zugangsdaten. Forcepoint DSPM ergänzt diese Bewertung um den Datenkontext: Die Lösung zeigt, welche vertraulichen Informationen für eine als riskant eingestufte Identität erreichbar sind. Dazu zählen etwa personenbezogene Daten, Finanzunterlagen und Geschäftsgeheimnisse.

Sicherheitsteams sollen so erkennen können, ob hinter einer Warnung beispielsweise ein wenig genutzter Testzugang oder ein Konto mit Zugriff auf eine Kundendatenbank steht. Die Integration soll außerdem Maßnahmen ermöglichen, die den Zugriff der betroffenen Identität auf bestimmte Datenbestände einschränken, ohne andere Nutzer und deren Abläufe zu beeinträchtigen.

Drei typische Risikofälle

Kompromittierte Identitäten: Der True Privilege Graph von Beyondtrust bildet nach Unternehmensangaben mögliche Zugriffswege ab. Forcepoint ergänzt, welche sensiblen Daten über diese Wege erreichbar sind. Teams können den Zugriff mit den betreffenden Anmeldedaten sperren.

Überprivilegierte Service-Accounts und KI-Agenten: Eine Untersuchung von Entro Security kommt laut den Unternehmen auf bis zu 144 maschinelle und KI-Identitäten pro menschlichem Nutzer. Viele dieser Identitäten verfügten über Berechtigungen, die seit ihrer Vergabe nicht erneut geprüft worden seien. Werden riskantes Verhalten oder zu weit reichende Rechte erkannt, sollen Teams den Zugriff auf gefährdete Daten entziehen können, während andere Aufgaben des Accounts oder Agenten bestehen bleiben.

Warnmeldungen ohne Datenkontext: Ein gemeinsames Forcepoint-Dashboard soll Identitäten nach dem Wert der erreichbaren Daten einordnen und die Gründe für ihre Risikobewertung anzeigen. Damit entfällt laut Anbieter der manuelle Abgleich zwischen zwei Konsolen.

Die Verknüpfung soll die Untersuchung von Vorfällen beschleunigen und gezieltere Eingriffe ermöglichen. Wie schnell Teams damit tatsächlich reagieren können, hängt jedoch auch davon ab, wie vollständig die erfassten Identitäten, Berechtigungen und Datenbestände sind.

Es ist keine Option mehr, autonome Tools einfach zu blockieren oder Sicherheitsmaßnahmen auf Verdacht zu treffen.

Bakshi Kohli, CTO bei Forcepoint

„Da KI-Agenten inzwischen wichtige Aufgaben im Unternehmen übernehmen, ist es keine Option mehr, autonome Tools einfach zu blockieren oder Sicherheitsmaßnahmen auf Verdacht zu treffen“, betont Bakshi Kohli, Chief Technology Officer bei Forcepoint. „Wenn Beyondtrust uns mitteilt, dass eine Identität risikobehaftet erscheint, wissen wir bereits, auf welche Daten sie zugreifen kann. Sicherheitsteams können dann dieser einen Identität die Zugriffsrechte entziehen und müssen keine weitgehenden Einschränkungen vornehmen. Das ist genau die Präzision, nach der Unternehmen verlangen, die auf agentenbasierte KI setzen.“

David Manks, Vice President of Global Strategic Alliances bei Beyondtrust, sagt: „Das Verständnis sensibler Daten von Forcepoint und die intelligenten Identitäts- und Berechtigungsanalysen von Beyondtrust decken zwei wichtige Risikodimensionen ab. Ihre Kombination hilft Unternehmen zu erkennen, wo durch riskante Zugriffe bestimmte Daten gefährdet sind, und gezielte Maßnahmen zum Schutz dieser Daten zu ergreifen.“

Ab sofort für gemeinsame Kunden verfügbar

Die Integration von Forcepoint DSPM in Beyondtrust Identity Security Insights ist nach Angaben der Unternehmen ab sofort für Kunden verfügbar, die beide Lösungen einsetzen. Weitere Informationen bieten Forcepoint und Beyondtrust auf ihren Partnerseiten.

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