Eine Einführung in die unterschiedlichen Möglichkeiten IPTV technisch umzusetzen

Fernsehen 2.0 dank Glasfasernetz

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Umsatzbringer VoD

Der VoD-Anteil wird in den nächsten Jahren stark zunehmen, ohne das traditionelle Fernsehen vollständig verdrängen zu können. Damit stellt sich die Frage, wie sich das für lineares Fernsehen optimale Kabelfernsehen mit IPTV für VoD kombinieren lässt.

Manche Netzbetreiber verlegen dazu zwei Glasfasern in jeden Haushalt, eine Faser für das Kabelfernsehsignal und eine für den IP-Datenverkehr. Der Nachteil dieser Option ist die doppelt so hohe Zahl an Fasern. Mit nur einer Glasfaser kommt die Kombination von RFoG mit Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS) aus. Dabei wird Video-on-Demand über den IP-Datenkanal unterstützt.

Die dritte Option ist der Einsatz von Wellenlängenmultiplex (WDM) zur parallelen Übertragung mehrerer Signale über eine Glasfaser. Bei dieser als RF-Overlay bezeichneten Technik wird beim Zugangssystem über ein WDM-Modul eine zusätzliche Wellenlänge zum Transport des Kabelfernsehsignals eingefügt. Diese Lösung unterstützt beispielsweise Keymile mit ihrer optischen Ethernet-Karte in der Multi-Service-Zugangsplattform MileGate.

RF-Overlay in FTTH- und FTTB-Netzen

In FTTH-Netzen wird die Glasfaser bis in die Wohnung geführt. Endgeräte beim Kunden koppeln das optische Fernsehsignal über einen WDM-Filter aus, wandeln es in ein elektrisches Signal um und speisen es in die bestehende Koaxialverkabelung im Haus oder in der Wohnung ein: Das komplette Angebot an analogen und digitalen Kabelfernsehkanälen ist an jeder Kabeldose verfügbar.

In FTTB-Netzen wird eine Glasfaser an einen Micro-DSLAM im Haus angeschlossen. Von dort wird der IP-Datenverkehr typischerweise per VDSL über die vorhandenen Kupferleitungen im Mehrfamilienhaus verteilt. Das Kabelfernsehsignal wird ebenfalls am Micro-DSLAM zurückgewonnen und in die bestehende Koaxialverkabelung im Gebäude eingespeist. So können alle Kabelkunden im Haus versorgt werden – auch diejenigen, die keinen VDSL-Anschluss haben möchten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über den Nutzen des parallelen Einsatzes von IPTV und Kabelfernsehen mittels RF-Overlay.

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