Dienstleister auf Expansionskurs Evoila übernimmt Inleo und VMware-Team von Vleet

Von Sylvia Lösel

Anbieter zum Thema

Nach Polen und zum Digital Workplace geht die Expansionsreise des Dienstleisters Evoila. Die Übernahme von Inleo und der VMware-Mannschaft von Vleet sind neue Meilensteine in einem Jahr, in dem die Mainzer ihre Belegschaft verdoppelt haben. Und auch 2023 soll es so weitergehen.

Bei Evoila stehen die Zeichen auf Expansion in Europa.(Bild:  little_rat - stock.adobe.com)
Bei Evoila stehen die Zeichen auf Expansion in Europa.
(Bild: little_rat - stock.adobe.com)

Jürgen Horak, Executive Partner bei Evoila(Bild:  Evoila)
Jürgen Horak, Executive Partner bei Evoila
(Bild: Evoila)

„Polen ist ein spannender und wachsender Markt und dort gibt es eine riesige Talentbasis“, erläutert Jürgen Horak, Geschäftsführer bei Evoila die Gründe, warum der Mainzer Dienstleister gerade in das Nachbarland expandiert und dort mit Inleo einen dedizierten VMware- und AWS-Spezialisten zukauft. Spezialisierungen, die perfekt zu Evoila passen, da der Dienstleister ebenfalls diese Hersteller-Kompetenzen hat und sich auf Infrastructure as a Service (IaaS) und Container as a Service (CaaS) fokussiert.

Durch die Digitalisierung habe die Komplexität zugenommen „Gar nichts ist da simpel“, sagt Horak trocken. Und da komme Evoila ins Spiel. „Wir sind ein Boutique-Partner. Bei uns bekommen Kunden einen direkten Ansprechpartner, der sie und ihre IT-Umgebung sowie die Bedürfnisse kennt. Und dann setzen wir deren Anforderungen technisch um. Wir sind keine Business Consultants, wir sagen der Automobilbranche nicht wie sie schneller und besser produzieren kann, wir sagen einem Retailer nicht, wie er die Regale am besten einräumt. Aber wenn es darum geht, deren Ideen in technische Lösungen umzusetzen, dann sind wir absolut die Richtigen.“

Inleo verfolge in Polen eine ähnliche Strategie und auch deshalb passe man sehr gut zusammen, erläutert Horak. Künftig arbeiten die bislang zehn Mitarbeiter von Inleo unter dem Dach von Evoila, Geschäftsführer bleibt weiter Maciej Lelusz, der den Dienstleister 2006 gründete und der dort ein sehr großes Netzwerk aufgebaut hat, da er die VMware- und AWS-Community dort treibt. „Davon erhoffen wir uns einiges“, sagt Horak. Geplant sei, den polnischen Standort in den nächsten Jahren deutlich auszubauen.

Wenn es darum geht, deren Ideen in technische Lösungen umzusetzen, dann sind wir absolut die Richtigen.

Jürgen Horak, Executive Partner Evoila

Wer ist Evoila?

Der Mainzer Dienstleister wurde 2015 gegründet. Das Unternehmen wird von den beiden Geschäftsführern Johannes Hiemer (CEO) und Lars Göbel (CRO) geführt. Im Laufe der Jahre kamen Niederlassungen in Österreich, der Slowakei, in Bosnien-Herzegowina und seit Oktober in Polen hinzu.

Evoila versteht sich als ganzheitlicher Solution Provider, mit den Schwerpunkten Consulting, Training und Managed Services. Spezialisiert ist man auf Virtual Data Center, Cloud Native/DevOps, Security, Networking, Hyperscaler bis hin zu Big Data Analytics und Development.

VMware-Team von Vleet übernommen

Dass Evoila auf Expansionskurs ist, lässt sich allein schon an der eigenen Mitarbeiterzahl erkennen. Waren es Anfang 2022 noch rund 115, werden es 12 Monate später wohl etwa 220 sein. Mit eingerechnet sind da auch schon die vier Mitarbeiter, die Evoila von Vleet übernimmt. „Der Digital Workplace war ein blinder Fleck, den wir bislang nicht bedient haben“, kommentiert Horak die Übernahme des VMware-Teams von Vleet. VMware biete sieben Master-Kompetenzen an. „Sechs hatten wir, diese eine aber nicht.“ Bei Projekten arbeitete man deshalb schon länger mit Vleet zusammen und nun ergab sich die Gelegenheit zur Übernahme des Teams. Das Ziel sei nun, das Digital-Workplace-Thema mit dem Portfolio von Evoila zusammenzubringen und auszubauen. Wir wollen das in unser Managed-Services-Portfolio einbauen und als Full Managed Service den Kunden anbieten“, sagt Horak zu den Plänen.

Welche Pläne gibt es für 2023?

Mit diesen beiden Akquisen ist bei Evoila aber noch lange nicht Schluss. Im kommenden Jahr peile man eine Expansion in mindestens zwei weitere europäische Märkte an. Denkbar wäre wohl Frankreich. „Aber hier brauchen wir den richtigen Partner. Nur dann gehen wir diesen Schritt“, setzt Horak die Prioritäten auf dem Weg zu einem Dienstleister mit dediziertem europäischen Footprint. „Paneuropäische Projekte können wir jetzt schon umsetzen und tun das auch“, stellt er klar. Allerdings dürften das ruhig noch mehr werden, schmunzelt er. Das passt auch zu dem Klientel, mit dem sich Evoila wohl fühlt. Und das sind Enterprise-Kunden, der gehobene Mittelstand sowie der öffentliche Sektor. „Wir machen viel Automatisierung. Und damit diese Sinn ergibt, braucht man eine gewisse Workload“, benennt Horak die Gründe.

Dabei kann der Dienstleister seinen Kunden drei Offerings machen. Entweder, indem man Kunden-Anforderungen in deren eigener Infrastruktur bedient und professionalisiert. Oder indem man Kunden Services in der Evoila-Cloud anbietet. Dort stehen IaaS und CaaS-Services zur Verfügung. „Wir bieten das in deutschen Rechenzentren an, die über drei Standorte gespiegelt sind. Also hochprofessionell“, erläutert Horak die Herangehensweise. Denn ein eigenes Rechenzentrum betreibt Evoila nicht. „Das ist nicht unser Business.“ Als dritte Variante kann der Dienstleister Kunden die Public Cloud anbieten und Services im Zusammenspiel mit AWS und Azure aufsetzen.

(ID:48725463)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung