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MKS Software Erst die Schulung, dann der Kauf

Autor: Dr. Stefan Riedl

MKS Software hat ein Konzept entwickelt, das Schule machen könnte. Kaufinteressenten können sich für die komplexe Software zunächst kostenfrei schulen lassen, um sie beurteilen zu können.

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Mit der Unternehmens-Software Goliath lassen sich unter anderem Service-Prozesse abbilden.
Mit der Unternehmens-Software Goliath lassen sich unter anderem Service-Prozesse abbilden.
(Bild: © psdesign1/ Fotolia.com)

Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender von MKS Software, kennt die Fallstricke im Software-Geschäft: „Beim Vertrieb komplexer Software-Lösungen haben Sie mitunter das Problem, dass eine einfache Verkaufspräsentation den Kunden zwar entweder kurzfristig überzeugt oder nicht, aber in beiden Fällen nicht in die Lage versetzt, das Produkt im Detail zu kennen. Daher geben wir nun jedem ­potenziellen Kunden die Möglichkeit, vor dem Vertragsabschluss kostenlos und ­ohne Begrenzung an unseren Online-­Seminaren teilzunehmen, inklusive Erlangung eines Schulungszertifikats.“

Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender, MKS
Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender, MKS
(Bild: MKS)

Damit soll der potenzielle Kunde in die Lage versetzt werden, die MKS-Software so gut kennenzulernen, dass er genau weiß, wie mit ihr die praktische Arbeit im eigenen Betrieb umgesetzt werden kann. Der Einkäufer, Buchhalter oder IT-Verantwortliche, der sich vor dem Vertragsabschluss umfassend schult, hat dabei die Möglichkeit im virtuellen Klassenraum Fragen in einer Tiefe zu stellen, die es ihm ermöglichen, das ERP so umfassend kennenzulernen, dass er sich zum Kaufzeitpunkt sicher sein kann, den Funktionsumfang und dessen Möglichkeiten wirklich zu kennen.

Wissenslücken füllen

Schließlich sei man bei MKS Software von den eigenen Produkten überzeugt und auch daran interessiert, dass es zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keine Wissenslücken auf Kundenseite gibt, stellt Kempf klar. „Der Ansprechpartner weiß dann vor dem Kauf wirklich gut ­Bescheid. Das ist für beide Seiten nur von Vorteil.“

Der Gründer des Unternehmens-Software-Herstellers verspricht sich dadurch auch, nie mehr in eine Situation zu kommen, „in der es hinterher heißt, wir hätten in dem einen oder anderen Punkt nicht umfassend informiert.“

Nach Vertragsabschluss

Sollte ein Vertrag zustande kommen, wird der Unterricht mit eingepreist. Die Basis-Schulung, die MKS dann berechnet, besteht aus zwei Akademiepaketen, die jeweils 1.200 Euro kosten. Ein weiteres, dazu buchbares drittes Schulungspaket für 900 Euro beschäftigt sich mit zusätzlichen Funktionen, wie etwa Erweiterungen rund um die Frage, wie ein Unternehmen gesteuert wird. Antworten darauf geben verschiedene Add-Ons aus dem hauseigenen MKS-Store, darunter beispielsweise Möglichkeiten aus dem Analysebereich.

Aktuelle Entwicklungen

Beim MKS-Firmengebäude wurde wegen Platzmangel eine Etage aufgestockt.
Beim MKS-Firmengebäude wurde wegen Platzmangel eine Etage aufgestockt.
(Bild: MKS)

Von einer weiteren Neuerung erhofft sich Kempf neue Impulse für seine Unternehmens-Software, die es auch in einer Version für Service-lastige Unternehmen gibt, also insbesondere IT-Systemhäuser: MKS bindet nun auf Wunsch der Kunden verschiedene Fremd-Ticket-Systeme ein, darunter beispielsweise das verbreitete TANSS-System. „Die Dokumentation der Schnittstelle liegt unseren Entwicklern bereits vor, und die Integration dürfte im ersten Quartal 2017 vollzogen sein. Parallel dazu arbeiten wir mit weiteren Anbietern zusammen“, so Kempf.

Darüber hinaus steht bei MKS Software die Branchenerweiterung „Copy & More“ für MKS Goliath.net auf der Agenda. Diese Edition adressiert insbesondere den Bürotechnik- und Kopierfachhandel. „Die Branchenerweiterung Copy & More wurde im Lauf des Jahres 2016 umfangreich ergänzt und bekam einen Feinschliff, so dass wir nun mit dem Go-to-Market starten“, so Kempf.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur